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DFB-Team: Von wegen Mittelmaß! Lothar Matthäus widerspricht Bastian Schweinsteiger - das Problem liegt ganz woanders

Veröffentlicht:

von ran.de

ran Fußball

Baur über DFB-Debüt: „Die meisten kenne ich nur aus dem Fernsehen“

Videoclip • 01:29 Min


Sind wir wirklich so schlecht? Die Mittelmaß-Debatte um die deutsche Nationalmannschaft geht in die nächste Runde. Für Lothar Matthäus liegt das Problem nicht an mangelnder Qualität.

"Wir sind im Mittelmaß angekommen." So lautete das bittere Fazit von Weltmeister Bastian Schweinsteiger nach der historischen 0:1-Pleite der deutschen Nationalmannschaft in der Nations League gegen Griechenland. "Es fehlen Unterschiedsspieler. Wir sind keine Top-Mannschaft mehr."

Doch jetzt gibt’s Gegenwind von einem anderen Weltmeister. Lothar Matthäus widerspricht Schweinsteiger in aller Deutlichkeit – und nimmt sich die Spieler zur Brust.

"Unsere Nationalspieler haben kein Qualitäts-, sondern ein Mentalitätsproblem", sagt der TV-Experte der "Bild".

"Unsere Nationalmannschaft ist kein Mittelmaß! Wir haben genügend Unterschiedsspieler, die bei Topklubs wie dem FC Bayern, Barcelona oder Arsenal Woche für Woche unter Beweis stellen, dass sie hohe Qualität haben."

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Problem höchstens auf der Rechtsverteidiger-Position

Deutschland habe vielleicht in der Breite nicht die Qualität wie etwa Frankreich, doch genügend Topspieler für eine starke erste Mannschaft.

Und Matthäus führt aus: "Ein Kai Havertz spielt nicht umsonst im Sturm beim englischen Meister und Champions-League-Finalisten Arsenal London. Karim Adeyemi zeigt sich beim FC Barcelona in der Form seines Lebens. Das Duo Musiala/Wirtz hat einen gemeinsamen Marktwert von über 200 Millionen Euro. Und mit Joshua Kimmich haben wir in der Zentrale einen echten Leader. Auf der Rechtsverteidiger-Position mögen wir vielleicht ein Problem haben, aber das war es dann auch schon."

Auch die Innenverteidigung sieht der Matthäus mit Nico Schlotterbeck und Jonathan Tah gut aufgestellt. Selbst Backup Yann Aurel Bisseck könne gut mithalten.

"Bei Inter erzählen sie mir seit zwei Jahren, dass die Verteidigung ohne Bisseck nicht annähernd so stark sei. Mein alter Kollege Giuseppe Bergomi schwärmte über ihn, er sei schon jetzt Weltklasse. Wenn mir das so ein Experte sagt, dann glaube ich ihm das."

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Matthäus: Wenn es einer kann, dann Klopp

Doch wie kann es sein, dass die Nationalmannschaft dann die individuelle Qualität anscheinend nicht in Leistung übersetzen kann? Matthäus‘ Antwort: Mentalität!

Jeder Spieler müsse mehr davon zeigen, damit Deutschland wieder gefürchtet werde. Fehler, wie etwa den Bock von Felix Nmecha vor dem 0:1 gegen Griechenland, dürften nicht mehr passieren.

Matthäus ist aber optimistisch. Jürgen Klopp sei genau der richtige Bundestrainer, um aus den deutschen Topspielern wieder eine Mannschaft zu formen und ihnen nach den zahlreichen Enttäuschungen der vergangenen Jahre den Glauben an die eigene Stärke zurückzugeben.

"Klopp bringt diese Mentalität mit und lebt sie vor. Wenn es einer kann, sie auf diese Mannschaft zu übertragen, dann er." Vielleicht ja schon am Donnerstag gegen Serbien (ab 20:45 Uhr im Livestream auf Joyn).

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