Nations League
DFB-Torwartfrage gegen Serbien entschieden: Jürgen Klopp verkündet Nummer 1 - Heimspiel für Bayern-Profis
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von SID / ran.de:newstime
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Videoclip • 58 Sek • Ab 12
Bundestrainer Jürgen Klopp wechselt bei seiner XXL-Rotation auch im deutschen Tor: Bayern-Profi Jonas Urbig bekommt in der Nations League gegen Serbien am Donnerstag (ab 20.45 Uhr im Livestream auf Joyn) in der Münchner Arena sein Heimspiel und damit seinen ersten Einsatz im DFB-Dress.
Jonas Urbig feiert am Donnerstag sein Länderspieldebüt gegen Serbien. Bundestrainer Jürgen Klopp bestätigte bei der Pressekonferenz vor der Begegnung, dass Urbig im Tor starten wird.
"Es ist ein Moment, auf den man sein ganzes Leben hingearbeitet hat. Ich freue mich darauf, meinen Teil dazu beizutragen, den ersten Sieg unter Jürgen Klopp einzufahren", sagte Urbig über die Entscheidung seines Trainers bei der Pressekonferenz.
Urbig ist damit der dritte verschiedene Torhüter, der unter Klopp seine Chance bekommt. Ter Stegen war von Klopp "für den Moment" zur Nummer eins erkoren worden und spielte gegen die Niederlande, am vergangenen Sonntag stand Türkei-Legionär Alexander Nübel zwischen den Pfosten.
Torwart Jonas Urbig könnte die Nummer eins werden
Bild: AFP/GETTY IMAGES NORTH AMERICA/SID/ALEXANDER HASSENSTEIN
DFB-Team: Urbig-Teamkollege Lennart Karl vor Comeback
Der 23 Jahre alte Urbig gilt als Mann der Zukunft. Neben ihm hat Klopp nach dem Wechsel auf seinen "Kader zwei" noch die Torhüter Finn Dahmen (FC Augsburg) und Noah Atubolu (Eintracht Frankfurt) im Kader, die ebenfalls auf ihr Debüt warten.
Wegen des "Bettenwechsels" wird gegen die Serben, den punktlosen Tabellenletzten der deutschen Gruppe, eine runderneuerte Startelf erwartet.
Der Kölner Jungstar Said El Mala dürfte ebenfalls debütieren, auch Vitaly Janelt (FC Brentford) werden gute Chancen auf sein erstes Länderspiel bescheinigt. Bayern-Teenager Lennart Karl, der die WM auf den letzten Drücker verletzt verpasst hatte, sollte sein Comeback feiern.
Urbig vor Heimspiel in München
Auch für Urbig wird es ein Heimspiel in der Allianz Arena, in der er allerdings nach wie vor meist hinter Manuel Neuer die Nummer zwei ist.
Zwei von sieben Münchner Pflichtspielen hat er in dieser Saison bestritten, 20 von 55 waren es im Vorjahr.
Allerdings planen die Bayern fest mit dem Ex-Kölner für die Zukunft, wenn Neuer seine Karriere beendet, voraussichtlich ab der nächsten Saison.
Als Ersatzmann hinter Urbig soll dann ein erfahrener Torwart verpflichtet werden. Laut "Bild" ist der ehemalige Nationalkeeper Bernd Leno ein Kandidat, dessen Vertrag beim Premier-League-Klub FC Fulham im kommenden Sommer ausläuft.
Vincent Kompany total überzeugt von Urbig
Die künftigen Rollen bei Bayern sind aber klar verteilt, da Vincent Kompany große Stücke auf Urbig hält - und ihn auch als baldigen DFB-Stammkeeper sieht.
"Wenn einer glaubt, dass er nicht irgendwann die Nummer eins wird, der macht einen großen Fehler", sagte der Bayern-Trainer kürzlich.
"Irgendwann" könnte wie im Klub schon sehr bald sein, denn in Abswesenheit von ter Stegen und Nübel kann Urbig in der gewohnten Umgebung Werbung in eigener Sache machen.
Dass "sein" Mann noch in ter Stegens Schatten steht, sei nicht weiter dramatisch, meint Kompany: "Ich würde es genauso machen. Man muss als Land sein eigenes Talent auch ein bisschen schützen und weiterentwickeln."
Schon bei der WM-Endrunde war Urbig als vierter Torhüter mit dabei, wobei sich einmal mehr das enge Verhältnis zu Neuer zeigte.
Köpke sieht Urbig auf Manuel Neuers Spuren
Andreas Köpke hat der ehemalige U21-Nationalspieler bereits überzeugt. "Sein Torwartspiel geht auf jeden Fall in Richtung Neuer", sagte der langjährige Bundestorwarttrainer über Urbigs "offensive Art" und darüber, "wie er die Bälle mit dem Fuß verteilt. Aber vor allem imponiert mir, dass er verlässlich sein hohes Niveau zeigt, obwohl er nur alle paar Wochen spielt. Das ist schon eine Kunst. Ich traue ihm eine große Zukunft zu".
Mit Blick auf die EM 2028 sieht Köpke das Rennen als "offen" an, "niemand" könne ter Stegen "eine Garantie aufs EM-Tor geben".
Urbig will aber gar nicht so weit vorausblicken. Sicher wolle er "dauerhaft ein Thema" werden für Klopp, aber: "Ich beschäftige mich nicht damit, was irgendwann sein könnte. Ich versuche immer, im Hier und Jetzt zu sein."
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