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Ärger um Financial-Fairplay-Verstöße: Manchester City droht Zwangsabstieg in die 2. Liga

Veröffentlicht:

von Oliver Jensen

ran Fußball

Manchester City: Haaland und Co. trainieren mit Techno-Musik

Videoclip • 01:01 Min


Laut Medienberichten soll Manchester City für schuldig gesprochen sein, gegen 114 Finanzregeln der Premier League verstoßen zu haben. Nun droht dem Verein rund um Erling Haaland der Abstieg in die 2. Liga. ran beantwortet die wichtigsten Fragen.

Manchester City: Was wird dem Verein vorgeworfen?

Die Premier League wirft City unter anderem vor, für die Jahre 2009 bis 2018 keine korrekten Angaben zu seinen Finanzen und zu Zahlungen an Spieler und Trainer gemacht zu haben. Hinzu kommen Vorwürfe gegen das Financial Fair Play (FFP) und die eigenen Rentabilitäts- und Nachhaltigkeitsregeln (PSR). Manchester City bestreitet die Anschuldigungen.

Manchester City: Wie wurde in dem Verfahren entschieden?

Manchester City wurde laut einem Bericht von "The Athletic" in 114 von 115 Vorwürfen zu Verstößen gegen die Finanzregeln der Premier League für schuldig befunden. Das Portal verweist auf anonyme Quellen, die mit dem Fall vertraut sind. Offiziell abgeschlossen ist das Verfahren aber noch nicht.

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Wie erfolgreich war Manchester City in der Zeit der vorgeworfenen Verstöße?

Sehr erfolgreich. Während der Zeit der angeblichen Verstöße gewann City dreimal die Premier League, zweimal den FA Cup, viermal den Ligapokal und den Community Shield.

Bild: News Images


Wie kam es zu der Untersuchung?

Im November 2018 veröffentlichte die deutsche Zeitung "Der Spiegel" geleakte Finanzunterlagen des Vereins - sie waren Teil der sogenannten "Football Leaks". Daraufhin untersuchte die Premier League den Fall vier Jahre lang. Im Februar 2023 erhob sie schließlich die 115 Vorwürfe und übergab den Fall an eine unabhängige Kommission.

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Manchester City: Gab es schon einmal eine Strafe in diesem Zusammenhang?

Ja. Im Februar 2020 sperrte die UEFA Manchester City nach den Enthüllungen des Spiegel für zwei Jahre von ihren Wettbewerben und verhängte eine Geldstrafe von 30 Millionen Euro. Fünf Monate später hob der Internationale Sportgerichtshof (CAS) diese Sanktionen auf. Die Sperre wurde aufgehoben, weil die mutmaßlichen Verstöße gegen die Finanzregeln entweder nicht nachgewiesen oder verjährt waren.

City wurde allerdings für schuldig befunden, nicht ausreichend mit der UEFA zusammengearbeitet zu haben: Der Verein hatte umfangreiches Beweismaterial nicht vorgelegt. Der Internationale Sportgerichtshof (CAS) bezeichnete diesen Verstoß als "schwerwiegend" und erklärte, er müsse "ernsthaft gerügt" werden. Deshalb musste City eine Geldstrafe von 8,8 Millionen Pfund zahlen.

Was sagt Manchester City zu den Vorwürfen?

Manchester City hat sich nach den Medienberichten über eine weitgehende Niederlage im Verfahren wegen mutmaßlicher Verstöße gegen die Finanzregeln der Premier League kämpferisch gegeben. "Das Verfahren ist noch lange nicht abgeschlossen, und unser Vertrauen und unsere Entschlossenheit, die Unschuld des Vereins zu beweisen, sind nach wie vor ungebrochen", schrieb Klubboss Khaldoon Al Mubarak am Samstag in einem offenen Brief auf der Homepage der Skyblues.

"Es gibt so viele Dinge, die ich gerne mit Ihnen teilen würde, damit Sie verstehen, warum wir uns unserer Position so sicher sind. Aber die strikte Vertraulichkeit des Rechtsverfahrens und unsere Entschlossenheit, diese zu respektieren, bedeuten, dass ich das derzeit nicht tun kann", so der 51-Jährige.

"Während manche vorschnell ihre eigenen Schlüsse gezogen haben und viel Lärm um uns herum kursiert, hat sich nichts geändert. Wir haben schon früher gemeinsam Herausforderungen gemeistert und sind als Sieger hervorgegangen. Es gibt immer noch viele, die den Schwung unseres Vereins untergraben wollen. Wir werden ihnen diese Gelegenheit nicht geben."

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Manchester City: Welche Strafen sind möglich?

Das Regelwerk der Premier League sieht verschiedene Möglichkeiten vor: eine Verwarnung, Geldstrafen, Punktabzüge oder sogar den Ausschluss aus der Liga. Mehrere Strafen könnten auch miteinander kombiniert werden. Ein Punktabzug könnte sich möglicherweise auf eine vergangene Saison beziehen. Das könnte zur Folge haben, dass in der Vergangenheit gewonnene Titel aberkannt werden.

Ein Experte hält dies allerdings für unwahrscheinlich. "Falls es einen Punktabzug gibt, gehe ich davon aus, dass er für die Zukunft gelten wird", sagte James Hill, ein auf Sportrecht spezialisierter Jurist bei Onside Law, 2023 gegenüber The Athletic. "Im Allgemeinen entscheiden solche Gremien Meisterschaften ungern in einem Gerichtsverfahren. Ein rückwirkender Punktabzug wäre für den Verein auch keine wirklich spürbare Strafe."

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Manchester City: Wie geht es weiter?

Zunächst muss das Verfahren abgeschlossen und über mögliche Strafen entschieden werden. Manchester City wird voraussichtlich Berufung einlegen. Deshalb kann es noch dauern, bis endgültig feststeht, welche Folgen der Fall für den Verein hat.

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