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Fußball

Real Madrid: Millionenausgaben an der falschen Stelle! Die Königlichen binden sich mit Transferpolitik die eigenen Hände - Kommentar

Veröffentlicht:

von Raman Rooprail

:newstime

Laut spanischen Medien: Bayern-Star vor Wechsel zu Real Madrid?

Videoclip • 01:22 Min • Ab 12


Real Madrid investiert rund 130 Millionen Euro in Yan Diomande und verlängert gleichzeitig mit Vinicius Junior zu Top-Konditionen. Doch der große Transfer-Coup könnte am eigentlichen Problem der Königlichen vorbeigehen. Ein Kommentar.

Real Madrid hat wieder einmal zugeschlagen. Yan Diomande kommt für eine Ablösesumme von rund 130 Millionen Euro von RB Leipzig – ein Transfer, der auf den ersten Blick weniger wie eine gezielte Verstärkung und mehr wie ein Statement wirkt: Wir können uns solche Summen leisten.

Natürlich ist Diomande ein hochveranlagter Spieler. Aber 130 Millionen Euro für einen Spieler, der erst seit kurzer Zeit auf diesem Niveau spielt und gerade einmal eine starke Saison beim Bundesliga-Dritten Leipzig hinter sich hat, wirken extrem ambitioniert. Vor allem dann, wenn man sich anschaut, wo Real Madrid tatsächlich Bedarf hatte.

Denn die Königlichen lösen mit diesem Transfer ein Problem, das sie eigentlich gar nicht haben. Die Offensive ist mit Kylian Mbappe, Vinicius Junior, Rodrygo, Endrick und Co. ohnehin überbesetzt. Selbst wenn alle fit sind, stellt sich die Frage: Wen setzt man überhaupt auf die Bank? Mit der Vertragsverlängerung von Vinicius Junior, die dem Brasilianer angeblich rund 22 Millionen Euro netto pro Jahr einbringen soll, hat sich Real zusätzlich langfristig gebunden.

Geld, das an anderer Stelle deutlich sinnvoller investiert gewesen wäre. Das zentrale Mittelfeld ist seit dem Abschied von Toni Kroos die größte Baustelle im Kader. Genau dort fehlt ein Spieler, der Spiele kontrollieren, Tempo bestimmen und defensiv Stabilität geben kann. Ein Kaliber wie Rodri hätte dieses Problem lösen können.

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Real Madrid wollte für Rodri nicht tief in die Tasche greifen

Die Königlichen hätten die finanziellen Mittel gehabt, einen Weltklassespieler dieser Kategorie zu verpflichten. Doch ausgerechnet bei Rodri sollen sie gezögert haben und nicht bereit gewesen sein, die nötige Summe auf den Tisch zu legen. Während bei Diomande nun offenbar rund 130 Millionen Euro fließen, fehlte bei einem der besten Mittelfeldspieler der Welt die letzte Konsequenz.

Stattdessen investieren die Königlichen eine Rekordsumme in einen Spieler, der zweifellos großes Potenzial besitzt, aber nach einer starken Saison beim Bundesliga-Dritten Leipzig noch lange nicht den Nachweis erbracht hat, eine solche Ablöse wert zu sein. Der Transfer wirkt deshalb ein Stück weit wie ein Luxus-Deal zur falschen Zeit – vielleicht sogar wie eine Machtdemonstration nach dem Motto: Wir können uns solche Transfers leisten.

Möglicherweise spielt dabei auch eine Rolle, dass andere Wunschspieler nicht zu bekommen waren. Nach dem gescheiterten Werben um Michael Olise könnte Diomande jetzt als großer Name und spektakulärer Neuzugang dienen, um ein Ausrufezeichen auf dem Transfermarkt zu setzen.

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Real Madrid: Jose Mourinho muss Defensive stabilisieren

Dabei bleiben die eigentlichen Baustellen bestehen. Die Defensive ist weiterhin nicht optimal ausbalanciert. Auf den Außenpositionen gibt es mit Transfers wie Denzel Dumfries und Marc Cucurella zwar Qualität, gleichzeitig stehen sich mehrere gute Außenverteidiger gegenseitig im Weg.

Im Zentrum sieht es dagegen deutlich dünner aus: Die Innenverteidigung ist mit älteren und verletzungsanfälligen Spielern besetzt, im defensiven Mittelfeld fehlt seit Kroos' Abgang die Balance.

Die Hoffnung liegt nun auf Jose Mourinho. Der Portugiese steht für defensive Stabilität und könnte Real wieder eine bessere Balance verleihen. Die große Frage ist allerdings, ob Mourinho noch genug Einfluss besitzt, um Florentino Pérez' traditionellem Offensiv-Fokus etwas entgegenzusetzen.

Denn Real Madrid hat kein Problem damit, große Namen zu verpflichten. Das Problem ist: Die größten Baustellen im Kader werden damit weiterhin nicht behoben. 130 Millionen Euro für Diomande mögen ein Machtsymbol sein – eine sportliche Notwendigkeit sind sie nicht.

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