Fußball
DFB-Team: Rudi Völlers Zukunft geklärt - Jürgen Klopp reagiert
Aktualisiert:
von SIDran Fußball
WM 2026 - Rudi Völlers DFB-Verbleib spaltet Fans: "Schwerer Fehler"
Videoclip • 02:02 Min
Rudi Völler bleibt dem Deutschen Fußball-Bund (DFB) als Sportdirektor erhalten. Der 66-Jährige wird seinen Vertrag bis zur EM 2028 erfüllen - auch neben einem möglichen Bundestrainer Jürgen Klopp. Das bekräftigte Völler am Dienstag in Frankfurt/Main.
"Es wäre für mich kein Problem gewesen, dem ein Ende zu setzen. Aber dafür hängt mir das alles hier zu sehr am Herzen. Ich mach das gerne und werde weiter helfen, auf meine Art", sagte Völler in einem gemeinsamen Interview von kicker, Funke Mediengruppe, Frankfurter Rundschau, Süddeutscher Zeitung, ARD und Bild.
Klopp habe sich bereits bei ihm gemeldet. In einem längeren Telefonat habe sich "schnell herauskristallisiert, dass das am Ende auch funktionieren kann und wird", ergänzte Völler. Er werde "eng mit dem Bundestrainer zusammenarbeiten", aber: "Es ist halt noch nicht durch", Klopp und der Verband müssten noch Hürden überwinden.
Der Meistermacher von Dortmund und Liverpool aber habe es "seit vielen Jahren verdient, diesen Job zu bekommen", betonte Völler: "Die Erfolge sprechen für ihn." Man wolle nicht den zweiten Schritt vor dem ersten machen, aber: "Ich bin da optimistisch, dass es vernünftige Lösungen geben wird."
In dieser Ansicht bestätigte Völler ein Telefonat mit Oliver Mintzlaff, der als Geschäftsführer von Red Bull noch Chef des "Head of Global Soccer" Klopp (Vertrag bis 2029) ist. "Rudi, du musst weitermachen", habe Mintzlaff gesagt: "Mit dem Jürgen wird das super klappen, das wird kein Problem sein, ihr werdet super zusammenarbeiten."
Klopp reagiert auf Völler-Zusage
Klopp sagte bei MagentaTV, an ihm werde "nicht scheitern" Und weiter: "Wenn es so kommen sollte, ist es total hilfreich, dass man jemanden da hat, der die Abläufe kennt." Völler habe "seine Fußball-Erfahrung auf der einen Seite, aber auch die langjährige Tätigkeit im Verband. Womit ich, wenn ich es werden würde, keinerlei Erfahrung habe." Er selbst, merkte Klopp noch an, habe "weder Nationalmannschaft gespielt noch eine trainiert. Ich habe nur zweimal Studenten-Nationalmannschaft gespielt – also ganz unbeleckt bin ich nicht."
Völler berichtete, er habe sich nach dem WM-Debakel und dem Rücktritt von Bundestrainer Julian Nagelsmann "hinterfragt" und überlegt: "Macht das jetzt alles noch Sinn?" Alle Verantwortlichen - von DFB-Präsident Bernd Neuendorf über dessen Vize Hans-Joachim Watzke bis hin zu vielen Klub-Vertretern - hätten ihm aber gesagt, "dass sie wollen, dass ich das unbedingt weitermache. Ich kann schlecht nein sagen und mache es auch gerne."
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