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WM-Finale als unwürdiger Tiefpunkt: So macht man nicht nur den Rasen, sondern auch den Fußball kaputt - Kommentar
Aktualisiert:
von Martin Volkmarran Fußball
WM 2026-Highlights: Spanien krönt sich zum Weltmeister
Videoclip • 02:12 Min
Eingangs-Chaos, amateurhafte Platzverhältnisse, Gaga-Halbzeitshow mit Überlänge: Das WM-Endspiel passt zu dieser dilettantisch organisierten Weltmeisterschaft. Ein Kommentar.
Als Fan hätte man gerne mehr Fußball gesehen im WM-Endspiel – aber was schert die FIFA schon die Fans?
Das war eigentlich schon von Anfang an klar und wurde beim letzten Spiel dieser XXL-Endrunde in den USA, Mexiko und Kanda noch einmal überdeutlich.
Angefangen bei den absurd utopischen Ticketpreisen. Selbst am Endspieltag gab es noch Karten, weil normale Menschen diese einfach nicht bezahlen können: Zwischen 11.000 und 30.000 Dollar – und dann noch in praller Sonne und schlecht gelegen weitab vom Spielfeld.
Mit solchen Wuchermethoden, die in Europa von jedem Gericht untersagt würden, macht sich die FIFA die Taschen voll. Und kümmert sich dann nicht mehr um diejenigen, denen sie das Geld abgeknüpft hat.
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Fußball spielte für Trump und Infantino wohl nur eine Nebenrolle
Ganz abgesehen davon, dass die Zuschauer erstmal knapp 100 Dollar zahlen mussten, um zum Finalstadion im Niemandsland zu kommen: Auch der Zugang ins Metlife Stadium war eine einzige Unverschämtheit.
Über Stunden waren die Organisatoren komplett damit überfordert, für einen geregelten und zügigen Zutritt in großer Hitze zu sorgen, stattdessen herrschten überall chaotische Verhältnisse mit mehrstündigen Wartezeiten.
Wenn man aber endlich seinen Sitz erreicht hatte, gab es zur Entschädigung kein besonders ansehnliches Spiel zu sehen. Was zum Großteil am unterirdischen Rasen lag.
Ein dermaßen trockenen und holprigen, qualitativ mit einem Dorfacker vergleichbaren Untergrund als Fußball-Weltverband tatsächlich bei einem WM-Finale zu erlauben, ist ein vollkommener Offenbarungseid.
Doch Fußball spielte bei der großen Two-Man-Show von US-Präsident Donald Trump und dem ihm unterwürfig ergebenen FIFA-Boss Gianni Infantino, die sich selbst für die wichtigsten Personen bei der WM hielten, anscheinend nur eine Nebenrolle.
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Endspiel als Tiefpunkt der WM
Das zeigte sich auch beim groß angekündigten Halftime-Act, dessen gesamtes Ambiente eher an eine Dorfkirmes erinnerte, dafür aber die traditionelle 15-Minuten-Pause fast verdoppelte. So macht man nicht nur den Rasen, sondern auch den Fußball kaputt.
Auch wenn es ein kleiner Trost war, dass am Ende in Spanien immerhin die Mannschaft Weltmeister wurde, die im Gegensatz zu Argentinien nicht mit allen fairen und vor allem unfairen Mitteln verteidigen, sondern Fußball spielen wollte.
So wurde das Endspiel zum unwürdigen Tiefpunkt einer dilettantisch organisierten Weltmeisterschaft mit zigfachen politischen Einflussnahmen bis hin zu Trumps Balogun-Telefonat, auch sonst vielen merkwürdigen Entscheidungen auf und neben dem Platz und einer abgehobenen und geldgierigen Politik gegen die Fans.
Das ist Unfähigkeit mit Methode. Die FIFA kann es nicht und will es nicht. Es wäre endgültig Zeit, sich den Fußball zurückzuholen.
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