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WM 2026: Diese WM von Lionel Messi darf keinen Einfluss auf den Ballon d'Or haben - ein Kommentar
Veröffentlicht:
von Raman Rooprailran Fußball
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Videoclip • 01:38 Min
Lionel Messi begeistert bei der WM mit 39 Jahren die Fußballwelt und führt Argentinien einmal mehr ins Halbfinale. Doch so beeindruckend das Turnier des Superstars auch ist: Den Ballon d’Or darf diese Messi-WM nicht beeinflussen. Ein Kommentar.
Lionel Messi spielt mit 39 Jahren eine Weltmeisterschaft für die Geschichtsbücher. Er führt Argentinien ins Halbfinale, sammelt gegen die Schweiz den nächsten Scorer und teilt sich mit Kylian Mbappe die Spitze der Torschützenliste. Wer Messi bei diesem Turnier zusieht, erkennt sofort: Von einem Karriereausklang ist beim wohl besten Fußballer der Geschichte noch lange nichts zu sehen.
Und trotzdem darf diese WM keinen entscheidenden Einfluss auf die Vergabe des Ballon d’Or haben.
Ja, Messi erlebt auch auf Vereinsebene ein starkes Jahr. Für Inter Miami kommt er auf 12 Tore und 7 Assists in 14 Spielen, die Mannschaft gehört zu den besten Teams der Eastern Conference.
Doch bei aller Anerkennung für diese Leistungen muss man die Rahmenbedingungen ehrlich einordnen. Die MLS hat sich in den vergangenen Jahren verbessert, sie ist aber noch immer nicht mit den europäischen Topligen vergleichbar. Vor allem fehlt der wichtigste Gradmesser des Weltfußballs: die Champions League. Dort messen sich die besten Spieler Woche für Woche auf höchstem Niveau.
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Für Lionel Messis Leistungen gäbe es einen anderen Preis
Genau deshalb sollte der Ballon d’Or nicht von einem herausragenden Turnier abhängig gemacht werden. Selbst eine Weltmeisterschaft umfasst am Ende nur wenige Spiele.
Der Ballon d’Or hingegen soll den besten Spieler eines gesamten Jahres auszeichnen. Wer diesen Preis gewinnt, sollte über Monate hinweg konstant auf höchstem Niveau überzeugen – nicht nur in einem Turnier über sieben oder acht Partien.
Das schmälert Messis Leistungen keineswegs. Im Gegenteil.
Sollte Argentinien den Titel verteidigen, wäre das eine der beeindruckendsten Geschichten der Fußballgeschichte. Und Messi hätte beste Chancen auf den Golden Ball als bester Spieler des Turniers. Genau dafür gibt es diesen Preis schließlich: um die außergewöhnlichste Leistung bei einer Weltmeisterschaft zu würdigen.
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Lionel Messi hat den Ballon d’Or nicht verdient
Der Ballon d’Or ist aber etwas anderes. Er sollte nicht zur Belohnung für eine schöne Geschichte werden. Nicht zur Würdigung einer Legende. Nicht zu einem Preis fürs Lebenswerk.
Messi braucht keine sentimentalen Sonderregeln. Seine Karriere steht über jeder individuellen Auszeichnung. Gerade deshalb wäre es falsch, die Maßstäbe für ihn zu verändern.
Die Fußballwelt darf seine WM feiern. Sie darf sie bewundern. Sie darf sie historisch nennen.
Sie sollte sie nur nicht mit dem Ballon d’Or verwechseln.
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