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WM 2026: Dieses Spanien sollte Vorbild für Jürgen Klopp sein - Kommentar
Aktualisiert:
von Andreas Reinersran Fußball
WM 2026: Spanier feiern in Madrid - Rodri packt Moves aus
Videoclip • 01:04 Min
Spanien hat auf dem Weg zum WM-Titel zahlreiche Attribute gezeigt, die sich der neue Bundestrainer Jürgen Klopp auf den Zettel nehmen sollte. Ein Kommentar.
Rodri hatte alle Hände voll zu tun.
Der frischgebackene Weltmeister nahm die WM-Trophäe in die Hand, liebkoste und küsste sie, stemmte sie in die Höhe. Daneben bekam der 30-Jährige auch noch den Pokal für den besten Spieler des Turniers. Damit posierte er dann auch noch.
Küsschen hier, Küsschen da.
Er stand damit stellvertretend für den Erfolg der Iberer, die erstmals seit 2010 wieder Weltmeister wurden. Rodri ist Anführer der Mannschaft, das Gesicht der Spanier, der Kopf des Spiels, mit dem das Team bei dieser WM echte Maßstäbe gesetzt hat.
Spanien: Defensive sorgt für Argentiniens Horrorzahlen
Ein einziges Gegentor kassierte die Mannschaft und sorgte mit einer beeindruckenden defensiven Stabilität dafür, dass die unterlegenen Argentinier um Superstar Lionel Messi im Finale offensive Horrorzahlen ablieferten.
Das Spiel nach vorne? Ein Offenbarungseid, auch ausgelöst durch Gegenpressing in Perfektion in einem nahezu perfekt funktionierenden Kollektiv.
Was das mit dem deutschen Fußball zu tun hat? Auf den ersten Blick erst einmal nicht viel.
Doch der designierte neue Bundestrainer Jürgen Klopp konnte sich diese konstante und gut geölte Darbietung im Endspiel als Experte für "MagentaTV" noch einmal aus nächster Nähe anschauen, ehe es in den kommenden Wochen erst einmal darum geht, mit DFB und "Red Bull" zu einer endgültigen Einigung zu kommen.
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Spanien: Vorbild für Jürgen Klopp
Und dann sollte er sich Spanien zum Vorbild nehmen. Mindestens aber sollten der Erfolg, der Ansatz und der Weg die Benchmark sein.
Schließlich geht es für ihn nicht nur darum, die A-Nationalmannschaft auf Kurs zu bringen, sondern auch den deutschen Fußball. Mit Maßnahmen, die tiefer gehen, um zu nachhaltigen Veränderungen zu führen. Klopp kommt nicht als Feuerwehrmann, sondern als Macher, der mit anpacken soll, den DFB als Ganzes zu reformieren.
Grundlage muss dabei die Ausbildung sein, sie ist die Basis für die Erfolge in Breite und Spitze, wie die Spanier es vormachen. Zwar wurden in den vergangenen Jahren einschneidende Veränderungen in der DFB-Jugendarbeit vorgenommen, doch die Spanier zeigen, wie man es in letzter Konsequenz richtig macht.
Ausbildung ist das A und O
An ihnen "sieht man, wie wichtig Ausbildung ist. Die Spanier sind die Besten in der Ausbildung. Sie haben die besten Trainer in der Ausbildung. Und das kommt dann raus dabei", betonte der frühere Freiburger Trainer Christian Streich im "ZDF".
Dass in der Jugend der gleiche Ansatz verfolgt wird, sorgt für ein eingespieltes Team und funktionierende Automatismen, die Qualität in der Ausbildung für individuelle Klasse und für die Tatsache, dass ein 19-Jähriger wie Pau Cubarsi nicht nur defensiver Leistungsträger ist, sondern seit Sonntag auch der beste Jugendspieler bei der WM.
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Spanien: Implementierte Philosophie
Er steht stellvertretend für die Philosophie, die erfolgreich implementiert wurde. Wenn sich die in der Jugend mit den gleichen Grundsätzen ausgebildeten Spieler in der A-Nationalmannschaft treffen, weiß jeder, was zu tun ist.
Es wird das fortgesetzt, was in den Jahren zuvor erlernt wurde, nur auf höchstem Niveau. "Wir haben alles gewonnen, was man gewinnen kann, wir sind ein Beispiel für Spaniens Fußball, für Spaniens Jugend, für das ganze Land", sagte Weltmeister-Trainer Luis de la Fuente. Mit Stolz, aber auch mit jeder Menge Demut, die dem Team sichtlich guttut.
Auf die Jugend zu setzen, ist deshalb gar nicht mutig von ihm, sondern folgerichtig. Und ein Garant für weitere Erfolge.
Weshalb es wahrscheinlich ist, dass die Spanier auch bei der EM in zwei Jahren alle Hände voll zu tun haben werden.
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