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WM 2026 - England nach Halbfinal-Aus in Schockstarre: "Fans wütend auf Tuchel"
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von SIDran Fußball
WM 2026: Netz lacht über Tuchel-Taktik: "BVB-Gen nach England gebracht"
Videoclip • 03:56 Min
England muss den Traum vom ersten WM-Titel seit 1966 erneut begraben. Die englische Presse geht vor allem mit Trainer Thomas Tuchel hart ins Gericht.
Thomas Tuchel steckte die linke Hand in seine Hosentasche und lief wie in Trance über den Rasen von Atlanta. Nah, so unglaublich nah war er dran gewesen, den englischen WM-Final-Fluch nach 60 Jahren zu brechen - aber: England bleibt England, selbst mit deutschem Trainer.
"Ich übernehme die Verantwortung", sagte Tuchel. "Aber wir bereuen nichts. Das Team hat alles gegeben, wir hatten die Führung verdient. Die Mannschaft war top, aber wir haben uns nicht ins Ziel gerettet." England habe "das Niveau nach unserem Tor nicht gehalten".
Und Tuchel weiß, was das bedeutet. "England-Fans wütend auf Tuchel - das geht auf seine Kappe", schrieb die Boulevardzeitung The Sun unmittelbar nach dem furchtbar bitteren 1:2 (0:0) im Halbfinale gegen den Weltmeister Argentinien in einer Blitz-Auswertung von Internet-Kommentaren.
Der Trainer werde für "feige" Auswechslungen nach der zwischenzeitlichen 1:0-Führung geradezu niedergemacht. "Das ist herzzerreißend. Tuchels Wechsel gehen nach hinten los", kommentierte auch der Mirror. Der Telegraph vermutete sofort: "Die Vorwürfe werden noch Jahre anhalten."
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Auf Tuchel warten ungemütliche Tage
Es werden ungemütliche Tage werden, aber Tuchel war ohnehin erst einmal in Schockstarre. Später verteidigte er dann das Umstellen auf eine Fünferkette, er sagte aber auch: "Millionen Hobby-Coaches werden es besser wissen."
Auch Harry Kane starrte nach dem Abpfiff noch minutenlang vor sich hin und war zu keinerlei Bewegung mehr fähig. "Mir tut es leid für die Jungs, die ganze Mannschaft, die Fans", sagte der Bayern-Star. "Wir haben ein gutes Spiel gemacht, haben irgendwie versucht, das 1:0 durchzubringen. Wir haben alles gegeben, Blut, Schweiß und Tränen - aber es hat nicht gereicht."
Für das Spiel um Platz drei am Samstag gegen die ebenfalls bitter enttäuschten Franzosen werden sich die Engländer noch einmal motivieren müssen. Es wird ihnen sehr schwer fallen. "Es gab viele Stolpersteine auf dem Weg und viel zu viele Demütigungen im Laufe der Jahre", schrieb der Telegraph. "Aber als England fünf Minuten vor Schluss in einem WM-Halbfinale führte, hatte man das Gefühl, dass es diesmal vielleicht anders sein könnte." Am Ende aber blieb England eben England.
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