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WM 2026: Thomas Tuchel verzockt Englands Sieg im Halbfinale - ein Kommentar
Veröffentlicht:
von Christian Stüweran Fußball
WM 2026: Netz lacht über Tuchel-Taktik: "BVB-Gen nach England gebracht"
Videoclip • 03:56 Min
Nach Englands Führung setzt der Trainer komplett auf Defensive. Was gegen Mexiko hervorragend funktionierte, geht gegen Argentinien spektakulär schief. Das Aus der "Three Lions" wird an Thomas Tuchel haften bleiben. Ein Kommentar.
Im Fußball, vor allem in den K.-o.-Spielen einer WM, gibt es nur Schwarz oder Weiß. Gewinnt ein Team, ist alles super. Bei einer Niederlage wird alles infrage gestellt. So wie es nun in England geschehen wird. Am Mittwochabend sah es nämlich bis zur 85. Minute so aus, als ob die "Three Lions" mit Nationaltrainer Thomas Tuchel nach 60 Jahren wieder in ein WM-Finale einziehen könnten.
Es wäre trotz des Gewinns der Champions League mit Chelsea der wahrscheinlich größte Triumph in Tuchels Karriere gewesen. Doch dann traf Enzo Fernandez (85.) zum Ausgleich, Lautaro Martinez (90.+2) besiegelte das bittere Aus der "Three Lions".
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Plötzlich forderten nicht wenige England-Fans in den sozialen Medien, Tuchel sofort zu entlassen. Und tatsächlich, man muss es so hart sagen, haben Tuchels Wechsel und seine taktischen Vorgaben maßgeblich zur Niederlage beigetragen.
Der deutsche Trainer entschied sich, nach der Führung durch Anthony Gordon (55.) voll auf Defensive zu setzen. Er wechselte Innenverteidiger Ezri Konsa für den Torschützen ein, mit Dan Burn und Nico O’Reilly kamen zehn Minuten vor dem Ende der regulären Spielzeit zwei weitere Verteidiger in die Partie – raus ging unter anderem Mittelfeld-Antreiber Declan Rice.
Die Engländer parkten den berühmten Bus vor dem Tor, Entlastung gab es kaum noch. Im Achtelfinale gegen Mexiko war Tuchels defensive Taktik noch aufgegangen, alle Wechsel und Vorgaben funktionierten – ein taktisches Meisterstück.
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TV-Experten kritisieren Tuchels Wechsel
Gegen Argentinien und Superstar Lionel Messi reichte es aber nicht, sich früh auf das Verteidigen zu beschränken. Tuchel pokerte erneut hoch, verzockte sich gegen die argentinischen Comeback-Könige aber spektakulär.
"Sie haben sich im eigenen Sechzehner verschanzen wollen. Viel zu früh, viel zu früh. Das hätte erst 20 Minuten später passieren dürfen", urteilte Weltmeister Mats Hummels als "MagentaTV"-Experte.
Mit einem Sieg und dem Finaleinzug hätten die Engländer für eine unglaubliche Euphorie in der Heimat sorgen können. Nun sind die "Three Lions" wieder einmal kurz vor dem Ziel gescheitert, wie schon mehrfach unter Tuchels Vorgänger Gareth Southgate.
Direkt nach Abpfiff kritisierten TV-Experten wie Wayne Rooney und Alan Shearer Tuchels Wechsel mit deutlichen Worten, die Niederlage wird zweifellos an dem deutschen Trainer haften bleiben. Ob er noch eine weitere Chance bekommt, die Engländer zur Europameisterschaft im eigenen Land in zwei Jahren zu führen, werden die nächsten Tage zeigen.
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