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WM 2026 - England-Tor vs. Norwegen irregulär? Riesen-Aufregung nach Bellingham-Treffer - Ball berührte wohl Kameraseil

Aktualisiert:

von SID

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Videoclip • 01:14 Min


Konfusion um Englands Ausgleich im Viertelfinal-Spiel gegen Norwegen. Das 1:1 von Jude Bellingham hätte wohl gar nicht zählen dürfen.

Norwegens Torhüter Örjan Nyland rannte nach dem englischen Ausgleich sofort zum Schiedsrichter und deutete nach oben, doch es half nichts: Weil der Ball vor dem Treffer mutmaßlich die Aufhängung einer Sky-Cam berührt hatte, herrschte beim WM-Viertelfinale zwischen Norwegen und England kurz Konfusion.

Das Tor von Jude Bellingham in der Nachspielzeit der ersten Halbzeit zählte dennoch.

Nach einem Abstoß hatte der Ball wohl das Seil touchiert, wenig später fiel der Ausgleich. Nach Ansicht des ehemaligen FIFA-Schiedsrichters Mark Clattenburg hätte der VAR eingreifen und die Szene überprüfen müssen.

"Wenn der Ball ein Objekt berührt, das nicht zum Spielfeld gehört, muss das Spiel unterbrochen werden", sagte der 51 Jahre alte Engländer bei FOX. Schiedsrichter Clément Turpin (Frankreich) hatte die Szene aber offenbar gar nicht mitbekommen.

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WM 2026: Trainer uneins wegen "Spidercam"-Tor

Die FIFA stellte noch während des Spiels klar, dass der Sensor im Ball keinen "Herzschlag" gezeigt habe, "es gibt daher keinen Beweis, dass der Ball das Kabel berührt und die Bewegung des Balls verändert hat".

Dieser Darstellung widersprach Norwegens Trainer Stale Solbakken auf der Pressekonferenz nach dem Spiel: "Das Kabel verdient einen Assist. Das ist sehr unglücklich gelaufen. Der Ball hat seine Flugrichtung verändert, ist wie ein Stein vom Himmel gefallen. Und das Ganze in einem sehr unglücklichen Moment für uns. Aber was sollen wir machen? Die Fifa wird das Spiel sicher nicht wiederholen lassen."

Sein England-Kollege Thomas Tuchel sah die Szene anders: "Ich habe das im Spiel gar nicht mitbekommen, erst hinterher wurde mir das gesagt. Wir haben doch einen Sensor im Ball, der merkt, wenn er drei Haare berührt. Der sollte so ein Kabel auch spüren."

WM 2026: Ittrich klärt über Regel auf

Der ehemalige Bundesliga-Schiedsrichter Patrick Ittrich bewertete die Szene bei "Magenta TV": "Die Frage ist: Hat der Ball das Kabel berührt? Und: Hat es Einfluss aufs Spielgeschehen? Wenn ja, wäre die richtige Spielfortsetzung ein Schiedsrichter-Ball gewesen, weil das Tor in der Angriffsphase entstanden ist. Heißt: Da begann der Ballbesitz, und das Tor ist daraus unmittelbar gefallen. Hat es keinen Einfluss auf das Spiel, geht es weiter. Dass der Videoassistent nicht eingegriffen hat, heißt, sie haben die Bilder wahrscheinlich genauso gesehen wie wir, konnten nicht wirklich feststellen, ob es da eine Berührung gab. Und dann lässt du das Spiel weiterlaufen, das ist eine Tatsachenentscheidung. Weil es keinen Fehler vom Schiedsrichter gab."

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