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WM: Haaland wird nach Aus emotional - Solbakken greift wegen Kamera-Kabel zu Ironie

Veröffentlicht:

von SID

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WM 2026 - Norwegen-Trainer voller stolz: "Wir sind auf dem obersten Niveau"

Videoclip • 03:38 Min


Norwegen tritt die Heimreise nach dem knappen WM-Viertelfinal-Aus gegen England mit viel Stolz an. Ein dünnes Kameraseil sorgt allerdings für einige Aufregung.

Als auch das letzte berühmte "Ruuh" im Hard Rock Stadium von Miami verklungen war, hatte Erling Haaland die große WM-Bühne schon mit Tränen verlassen. Das unglückliche 1:2 (1:1, 1:1) n.V. gegen England setzte dem Superstar der Norweger sichtlich zu, doch letztendlich überwog bei Haaland nach dem bitteren Aus im Viertelfinale der Stolz - auch wenn ein "Kabel Gottes" die beeindruckende Reise der rudernden Wikinger schwer gestört hatte.

"Wie wir Norwegen auf die Landkarte gebracht haben, ist vielleicht das, was mich am meisten berührt. Ich bin unglaublich stolz", sagte Toptorjäger Haaland voller Emotionen. Seine Generation sei "fantastisch. Und all das zeigt jungen Menschen in Norwegen, dass es möglich ist, auf der großen Bühne der Welt mit einem norwegischen Trikot zu spielen." Er glaube sogar, fügte der 25-Jährige pathetisch an, dass diese WM "Norwegen verändert hat - und auch mich".

Dabei hatte ein dünnes Kameraseil womöglich noch mehr skandinavische Historie verhindert. Bei einem Abschlag von Torwart Örjan Nyland hatte der Ball mutmaßlich die Aufhängung einer Sky-Cam berührt. Das anschließende Tor von Jude Bellingham zum Ausgleich in der Nachspielzeit der ersten Hälfte zählte dennoch, da der Sensor im Ball laut FIFA keinen "Herzschlag" und damit auch keine Berührung angezeigt habe.

"Bekommt das Kabel jetzt einen Assist? Ich denke ja", sagte Trainer Stale Solbakken mit beißender Ironie. Es sei unglücklich gewesen, "der Ball fiel gerade vom Himmel. Das hat meine Spieler verwirrt. Aber wir können nichts machen." In Anlehnung an das berühmte Tor von Diego Maradona bei der WM 1986, das damals mit der "Hand Gottes" erzielt worden war, machte in den Sozialen Medien schon der Begriff vom "Kabel Gottes" die Runde.

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Solbakken nach WM-Aus: "Sind dem Hype gerecht geworden"

Ein sichtlich bewegter Solbakken wollte bei allem Frust jedoch nicht, dass ein kleines Kabel die viel größere Geschichte der Norweger bei dieser WM überlagert. Es seien eben oft "die kleinen Unterschiede", meinte er tapfer, "aber so ist das Leben".

Und dieses Leben hatte es in den vergangenen Wochen trotz des Gegentreffers in der Verlängerung erneut durch Bellingham gut mit Norwegen gemeint. Es waren nicht nur die bemerkenswerten sportlichen Auftritte von Haaland und Co., die eine nie gekannte Euphorie auslösten. Es waren auch die Fans in Rot, die mit ihrem inzwischen legendären "Viking Row" weltweit die Herzen eroberten.

"Ich hoffe, dass der Sommer 2026 für alle in Ordnung war und dass wir gemeinsam etwas Gutes zustande gebracht haben", sagte Solbakken, dessen Team im Achtelfinale sogar den Rekordweltmeister Brasilien ausgeschaltet hatte, und fügte unter Tränen an: "Wir hatten fantastische Unterstützung aus ganz Norwegen. Und wir sind dem Hype gerecht geworden. Darauf bin ich wirklich stolz."

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Schjelderup schaut schon auf die nächste EM

In der Nacht zum Sonntag hatten 135.000 Menschen allein in Oslo beim Public Viewing bis weit nach Mitternacht für Stimmung und Gänsehaut-Momente gesorgt. In Miami war das Team von Kronprinz Haakon unterstützt worden, nach der Rückkehr ist ein Empfang der WM-Helden bei König Harald in Oslo geplant.

Es sei "irgendwie schwer zu begreifen, was für eine Show oder Achterbahnfahrt wir in den letzten sechs Wochen erlebt haben", sagte Haaland. "Danke für die Party", schrieb die Zeitung "VG".

Doch die Party soll in den nächsten Jahren weitergehen, wie Andreas Schjelderup unterstrich, der Norwegen mit einem herrlichen Treffer in Führung gebracht hatte. "Natürlich sind wir enttäuscht, aber mein Gefühl sagt mir auch: Wir sind momentan eines der besten Teams in Europa. Jetzt gehen wir die EM an, darauf freue ich mich", erklärte der Profi von Benfica Lissabon.

Kamerakabel hin oder her.

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