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WM 2026: FIFA-Regelhüter geben VAR-Fehler zu Gunsten von Argentinien zu - er war der Leidtragende
Aktualisiert:
von Philipp Schmalz:newstime
Petition: Argentinier fordern Wiederholung des WM-Finales
Videoclip • 01:04 Min • Ab 12
Der Platzverweis von Breel Embolo im WM-Viertelfinale zwischen der Schweiz und Argentinien zieht Diskussionen nach sich. Die offiziellen Regelhüter des internationalen Fußballs stellen klar: Der VAR hätte nicht eingreifen dürfen.
Die Weltmeisterschaft 2026 sorgt auch knapp eineinhalb Wochen nach dem Finale zwischen Spanien und Argentinien (1:0 n.V.) weiter für Diskussionen.
Im Fokus steht dieses Mal die Viertelfinal-Partie zwischen der Schweiz und den Argentiniern. Beim Stand von 1:1 kassierte Ex-Bundesliga-Star Breel Embolo aufgrund einer Schwalbe seine zweite Gelbe Karte und musste den Platz verlassen.
Doch wie das "International Football Association Board" (IFAB), die offiziellen Regelhüter des internationalen Fußballs, nun zugab, hätte der Schweizer niemals vom Platz gestellt werden dürfen. "Eine Gelbe Karte (Verwarnung), bei der es sich nicht um eine zweite Gelbe Karte handelt, kann nur überprüft werden, um den Spieler zu identifizieren, der das geahndete Vergehen begangen hat; das Vergehen selbst kann nicht überprüft oder geändert werden", stellte das IFAB klar.
Doch warum hätte Embolo eigentlich auf dem Rasen bleiben müssen? Schiedsrichter Joao Pinheiro entschied während der Partie nach dem Zweikampf zwischen dem Schweizer und Leandro Paredes auf Freistoß für die "Eidgenossen" und Gelb für den Argentinien-Star.
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Argentinien vs. Schweiz: VAR hätte nicht eingreifen dürfen
Video-Schiedsrichter Guillermo Pacheco griff in der Folge ein und schickte Pinheiro an den Bildschirm. Nach Ansicht der Bilder revidierte der Portugiese seine Meinung, nahm die Gelbe Karte von Paredes zurück und gab sie stattdessen Embolo, der somit nach seiner Schwalbe vom Platz flog.
Doch weil es sich bei der ersten Entscheidung des Referees um eine Tatsachenentscheidung handelte, hätte der VAR gar nicht eingreifen dürfen. Dies hätte nur passieren dürfen, wenn es eine "Verwechslung des Spielers" gegeben und ein falscher Spieler eine gelbe oder rote Karte bekommen hätte - diese Regel wurde vor dem Turnier neu eingeführt.
Neue VAR-Regel: Auch Fehlentscheidung vs. USA
Da Paredes das Foul jedoch wirklich beging und bestraft wurde, lag eine solche nicht vor. Der VAR hätte sowohl vor als auch nach Einführung der neuen Regelung nicht eingreifen dürfen.
Auch im Fall des US-amerikanischen Spielers Tim Ream war die Regel gemäß Klarstellung des IFAB falsch angewendet worden. Dieser war im Gruppenspiel gegen Paraguay vom Schiedsrichter wegen eines vermeintlichen Fouls verwarnt worden. Auch hier hatte der VAR eine Überprüfung empfohlen, woraufhin die Entscheidung revidiert und stattdessen Reams paraguayischer Gegenspieler wegen Simulation verwarnt worden war.
Die Anwendung der Klausel in beiden Fällen bei der WM sei "positiv aufgenommen" worden, so die IFAB. Sie wird in die Überprüfung des Protokolls für den Videobeweis einbezogen, dürfe jedoch erst nach Abschluss dieser Überprüfung angewendet werden.
Auch interessant: DFB-Team: Entscheidung um Joshua Kimmich
Und: WM-Finale 2026: Eklat um Argentinien vs. Spanien – FIFA macht Forderung öffentlich
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FIFA verzichtet bisher auf Stellungnahme
Besonders bitter für die Schweiz: In Unterzahl übernahmen die Argentinier immer mehr das Spiel. In der Verlängerung erzielten Julian Alvarez (112.) und Lautaro Martinez (120+1.) die Tore zum 2:1 und 3:1.
Ob das Spiel mit 22 Spielern auf dem Feld ähnlich verlaufen wäre? Vor allem die Schweiz dürfte da eine ganz klare Meinung haben.
Die FIFA reagierte bisher nicht auf die Ausführungen des IFAB, die UEFA hingegen begrüßt die Klarstellung der Regelhüter: "Der VAR soll das Spiel nicht neu pfeifen, sondern ist eine unverzichtbare Unterstützung für die Schiedsrichter, die im Mittelpunkt aller Entscheidungsfindung stehen müssen", heißt es in einem Statement.
Auch interessant: WM-Verkauf: Die UEFA muss sich von der FIFA abspalten! Ein Kommentar Und: Nick Woltemade erklärt verschossenen WM-Elfmeter: "Habe gedacht, ich bin der Clevere ..."
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