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WM-Verkauf: Die UEFA muss sich von der FIFA abspalten! Ein Kommentar

Aktualisiert:

von Kai Esser

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Trump will Infantino als neuen UN-Generalsekretär

Videoclip • 01:01 Min • Ab 12


Mit seinem jüngsten Vorstoß ist Gianni Infantino einen Schritt zu weit gegangen. Die UEFA darf jetzt nicht nur mit Konsequenzen drohen - sondern muss sie auch wahr machen.

Immer wenn man denkt, dass Gianni Infantino keine Blutgrätsche mehr am Fußball begehen kann, setzt er noch einen drauf.

Wie die FIFA selbst bestätigte, soll die Fußball-WM an Unternehmen teilweise verkauft und so privatisiert werden.

Das ist nicht einfach eine Halbzeitpause von 27 Minuten, um eine müde Show abzuhalten. Das kann man noch augenrollend hinnehmen.

Auch die undurchsichtige Aufhebung der Spielsperre für Folarin Balogun auf Wunsch von Präsident Donald Trump hat nicht dieses Level. Infantinos vorerst letzte Idee überschreitet eine rote Linie.

Das machte auch die UEFA in einem Statement klar und sendete eine eindringliche Warnung vor diesem Schritt.

Doch dabei darf es nicht bleiben: Sollte Infantino diese Pläne tatsächlich umsetzen, darf die UEFA nicht nur mit einem Boykott der FIFA-Wettbewerbe drohen, sondern muss ihn wahr machen.

Mehr noch: Sie muss sich in letzter Konsequenz von der FIFA abspalten.

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UEFA ist der mit Abstand stärkste Verband

Bislang bekommt man aber den Eindruck, dass die UEFA sich der eigenen Macht gar nicht bewusst ist. Infantino fühlt sich unantastbar, da er bei Wahlen ohne Gegenkandidat antritt und die Stimmen aus kleinen Nationalverbänden sicher hat, da sie finanziell profitieren.

Doch was will er tun, wenn die UEFA sich kollektiv abspaltet? Zehn der Top 15 der Weltrangliste sind Europäer, darunter Deutschland. Der DFB kündigte zwar an, Infantino nicht mehr zu unterstützen, aber das ist zu wenig. Es ist Zeit, sich endlich gegen den Schweizer zu stellen.

Aktuell scheint Infantino immer mehr Grenzen auszutesten, bis er gestoppt wird. Paragraph eins aus dem Trump'schen Handbuch offenbar, dass er als mächtigster Pseudo-Bediensteter des US-Präsidenten verinnerlicht zu haben scheint.

Möchte die FIFA etwa eine WM ausrichten, bei dem diese zehn Länder und noch mehr fehlen? Eine Weltmeisterschaft ohne Spanien, Portugal, Deutschland, Niederlande, Kroatien, Belgien, England, Frankreich oder Norwegen ist völlig unvorstellbar. Selbst kleine Nationen wie Österreich und Schweiz sind in der erweiterten Weltspitze.

Wer schaut sich bei einer etwaigen 64er-WM das Kracherspiel Dominikanische Republik gegen Vietnam an? Mal ganz abgesehen von der mangelnden fußballerischen Qualität, Sponsoren würden reihenweise abspringen.

Infantino muss jetzt gezeigt werden, dass auch sein Größenwahn ein Ende hat.

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UEFA-Trumpf: WM 2030 im Land des Weltmeisters

Der größte Trumpf der UEFA gegen Infantino und seine Machenschaften ist jedoch - ironischerweise - die kommende Weltmeisterschaft.

Die findet nämlich zu großen Teilen - neben Uruguay und Marokko - in Spanien und Portugal statt.

Wenn sich die UEFA abspalten sollte, müsste die FIFA für das kommende Turnier eine komplett neue Organisation auf die Beine stellen. Mal ganz abgesehen davon, dass das Land des Weltmeisters sich dann abwenden würde.

Ein Imageschaden, den die FIFA nicht verkraften kann. Hat keiner den Mut, das größte Beben in der bisherigen Historie des globalen Fußballs zu verursachen? So scheint es.

Doch an Einfluss mangelt es den UEFA-Verbänden gewiss nicht. Und mit einem inzwischen leider realistischen Drohszenario der Abspaltung würden auch bisherige Infantino-Unterstützer vielleicht zum Umdenken gezwungen.

Eins steht in jedem Fall fest: Infantino muss gestoppt werden. Und das ist nur mit einem solchen Beben möglich.

Auch interessant: Pressestimmen zum Investorendeal der FIFA - "existenzielle Bedrohung" und "Eskalation"

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