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WM 2026 - Gakpo weint, Koeman wankt: Niederlande-Aus befeuert Trainerfrage

Aktualisiert:

von SID

ran Fußball

WM 2026: Oranje City?! Niederlande-Fans übernehmen Kansas City

Videoclip • 01:03 Min


Ein emotionales Tor von Cody Gakpo reicht den Niederlanden nicht. Muss Ronald Koeman nun für Peter Bosz Platz machen?

Als Cody Gakpo auf dem Rasen liegend noch mit den Tränen kämpfte, musste Ronald Koeman wenige Meter entfernt schon seinen "Angsthasenfußball" verteidigen.

"Hinterher weiß es jeder besser", blaffte der Bondscoach nach dem frühen WM-Aus der Niederlande in die Mikrofone. In der Heimat war da das Urteil über den 63-Jährigen bereits gefällt. "Koemans Tage sind gezählt", schrieb die Zeitung De Telegraaf und brachte in Peter Bosz gleich einen Nachfolger ins Gespräch.

Koeman hatte überraschend auf eine Fünferkette umgestellt. Das klappte auch bis zur 90. Minute, dann glich Marokko zum 1:1 aus - und gewann im Elfmeterschießen. "Diese Niederlage geht auf Koemans Kappe. Das macht mich richtig wütend", sagte der ehemalige Ajax-Profi Zlatan Ibrahimovic bei Fox. Koeman reagierte unwirsch. Das interessiere ihn "geen puntje puntje", nicht die Bohne also.

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Niederlande-Aus kommt viel zu früh

Fest steht: Als ewiger Mitfavorit angereist, kam das Oranje-Aus im Sechzehntelfinale mal wieder viel zu früh - wenn auch gegen einen starken Gegner und äußerst unglücklich. Nach der Führung durch Gakpo (72.) war schon alles bereit für die Party, doch der Ausgleich von Issa Diop (90.+1) war der Anfang vom Ende. Von einem "Angsthasenfußball" schrieb das Fachmagazin Voetbal International (VI) hinterher, auch wenn "nur Sekunden" gefehlt hätten.

Und was wäre das für eine Geschichte gewesen: Ausgerechnet Gakpo, der wenige Tage zuvor seinen ungeborenen Sohn verloren hatte und dennoch auflief, sah bereits wie der Held des Tages aus. Schon nach seinem Treffer hatte er mit Tränen in den Augen in den Himmel geschaut, alle Mitspieler schlossen ihn in ihre Arme. Eine Stunde später hockte Gakpo dann enttäuscht mit dem Handy in der Hand auf dem Rasen, ehe er irgendwann in die Kabine schlich.

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Koeman gerät ins Visier

In der Heimat geriet derweil Koeman ins Visier. "Sein Plan ist nicht aufgegangen. Er sah, verlor und ging. Der Verband muss sich nun auf die Suche nach einem Trainer machen, der den Umbruch gestaltet", schrieb VI, während der Bondscoach sich verteidigte. "Ganz Holland" habe nach fünf Verteidigern gerufen: "Dann spielt man mit fünf Verteidigern, und das ist dann auch wieder nicht richtig."

Gefragt nach seiner Zukunft, wich Koeman aus. "Ich habe mir dazu durchaus meine Gedanken gemacht, aber ich werde sie noch nicht preisgeben", sagte der 63-Jährige, der 2023 seine zweite Amtszeit als Oranje-Trainer angetreten hatte.

Allgemein erwartet wird daher ein Abschied - und die baldige Ankunft von Peter Bosz. Der ehemalige Dortmund-Coach hat mit der PSV Eindhoven zuletzt dreimal in Folge die niederländische Meisterschaft geholt und wird bereits als eine Art Heilsbringer angesehen. Noch steht Bosz zwar in Eindhoven unter Vertrag - ein Hindernis dürfte das aber kaum sein.

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