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WM 2026 - Klare Sache: Darum sollte die WM auf 64 Teams erweitert werden - Kommentar
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von Martin Volkmar:newstime
64 Teams: Plant die FIFA die nächste XXL-WM?
Videoclip • 01:10 Min • Ab 12
Im Kommentar hat sich ran am Montag klar gegen die Ausweitung der WM ausgesprochen. Man kann es aber auch anders sehen - hier ist die Widerrede unseres Autors.
Die erste Mega-WM mit 48 Mannschaften hat zumindest teilweise den Eindruck widerlegt, dass die Qualität durch die Erweiterung stark verringert werden würde.
Natürlich gab es einige chancenlose Außenseiter wie Haiti, Usbekistan oder den Irak, aber solche schwachen WM-Teilnehmer hat es aufgrund des globalen Charakters einer Weltmeisterschaft schon immer gegeben.
Andererseits aber sind auch einige vermeintliche Topnationen wie Uruguay, Tschechien oder die Türkei schon in der Vorrunde kläglich gescheitert, während Underdogs wie Kap Verde (2:3 gegen Argentinien) und DR Kongo (1:2 gegen England) erst in der K.-o.-Runde und dort äußerst unglücklich ausschieden.
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WM mit 64 Teams: Fast nur positive Auswirkungen
Gerade die letztgenannten Überraschungsteams waren ein deutlicher Beweis, dass es für die Aufstockung auch sportlich gute Argumente gibt, zudem war es eben auch ein klares Signal für mehr Teilhabe von nicht-europäischen Ländern an einer Endrunde.
Dieses Rad dürfte nun nicht mehr zurückzudrehen sein, weil abgesehen von den erhöhten Einnahmen auch die anderen Kontinente natürlich nicht mehr auf die zusätzlichen Startplätze verzichten wollen.
Dann aber kann und sollte man die WM direkt auf 64 Nationalteams erweitern, weil es fast nur positive Auswirkungen hat. Einerseits würde der Ausbau von zwölf auf 16 Vorrundengruppen nicht mehr Spiele für die einzelnen Mannschaften und also auch keine zusätzliche Belastung bedeuten.
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Vorteil: Klare Kriterien statt Glücksspiel
Gleichzeitig aber wären die Kriterien fürs Erreichen des Sechzehntelfinales wesentlich einfacher, weil immer nur die beiden Erstplatzierten weiterkämen. Das Glücksspiel, sich als Gruppendritter wegen eines hoch gewonnenen Spiels noch zu qualifizieren, wäre ebenso passé wie mögliche Absprachen in der letzten Partie oder tagelanges Warten danach auf die Ergebnisse der anderen Gruppen.
Zudem würde gerade Europa als stärkster und wichtigster Kontinent profitieren, denn so wären wie bei der EM-Endrunde bis zu 24 Teilnehmer möglich - also auch die diesmal schmerzlich vermissten Italiener, Dänen oder Polen.
Einzige Bedingung wäre ein noch engerer Terminkalender mit teilweise (wie bei einer Europameisterschaft) drei Begegnungen an einem Tag, damit die jetzt schon ausgereizte Turnierdauer von fünfeinhalb Wochen nicht weiter verlängert wird.
Dann aber spricht sehr wenig gegen 64 Mannschaften – zumal FIFA-Boss Gianni Infantino in diesem Fall auch keinen Wahlkampf mit dem Eintreten für die kleinen gegen die großen Verbände machen könnte.
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