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WM 2026: Paraguay heiß auf Gegner Deutschland - "Jetzt beginnt das Turnier erst so richtig"

Veröffentlicht:

von SID

ran Fußball

WM 2026: Darum ist Deutschland "klarer Favorit" gegen Paraguay

Videoclip • 02:21 Min


DFB-Gegner Paraguay hat für die mäßige Gruppenphase viel Kritik einstecken müssen. Doch jetzt träumt die Albirroja von einer Überraschung.

Als der WM-Showdown mit dem "Schwergewicht" Deutschland perfekt war, wich der Frust der Vorrunde in Paraguay einer grenzenlosen Vorfreude.

"Der Traum geht weiter. Jetzt beginnt das Turnier erst so richtig", schrieb die "Asunción Times" über das anstehende K.o.-Duell mit dem "traditionellen Mitfavoriten" aus Europa. Der Rumpelfußball der Gruppenphase, die Kritik an Trainer Gustavo Alfaro? Abgehakt, es gibt Wichtigeres.

Ecuador hat schließlich vorgemacht, dass auch kleine Nationen aus Südamerika das große Deutschland schlagen können. Das sieht auch Coach Alfaro so.

"Natürlich wird es schwer, einen der Top-Favoriten auszuschalten. Aber es ist nicht unmöglich. 'Unmöglich' gibt es nicht. Wir werden mit Gelassenheit in die Partie gehen", hatte der 63-Jährige schon nach dem 0:0 gegen Australien zum Abschluss der Gruppenphase gesagt.

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Paraguay-Kritik in den Medien

Die Nullnummer hatte durchaus für Kritik gesorgt, die Pressekonferenz nach dem Spiel sei "zeitweise angespannt" verlaufen, schrieb die Zeitung "Ultima Hora". Schon das 1:4 gegen die USA und das eher schmeichelhafte 1:0 gegen die Türkei hatten in der Heimat nicht gerade für Begeisterung gesorgt. Alfaro sah sich prompt zu einer Verteidigungsrede veranlasst.

"Ich frage nur: Wisst ihr, wie schwer es war, sich für die WM zu qualifizieren? Wir stehen auf Platz 42 der Weltrangliste!", sagte er. Seine Spieler seien international kaum bekannt, geschweige denn präsent: "Das ist ein Problem. Warum können sich unsere Spieler nicht durchsetzen? Ich spreche nicht einmal von Europa. Wir können uns auch in Brasilien oder Argentinien nicht durchsetzen."

Tatsächlich spielen nur der am Montag in Foxborough bei Boston gelbgesperrt fehlende Mittelfeldspieler Diego Gómez (Brighton), der angeschlagen ausgewechselte Innenverteidiger Omar Alderete (Sunderland) sowie die Angreifer Antonio Sanabria (Cremonese) und Julio Enciso (Straßburg), mit dem Mainz 05 in der Conference League unliebsame Erfahrungen gemacht hatte, in Europa.

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Erinnerungen an WM 2002

Bei der letzten WM-Teilnahme war das noch anders. 2010 hatte Paraguay mit dem Ex-Bayern-Stürmer Roque Santa Cruz und dem BVB-Duo Lucas Barrios/Nelson Valdez das Viertelfinale erreicht, wo es ein höchst unglückliches 0:1 gegen Spanien gab, inklusive verschossenem Elfmeter. Danach scheiterten die Südamerikaner dreimal in Folge in der Qualifikation.

Nun also geht es gegen Deutschland. In Erinnerung ist gerade in Paraguay noch das WM-Achtelfinale 2002 in Südkorea, das Oliver Neuville erst in der 88. Minute mit seinem Tor zum 1:0-Endstand entschied. 2013 trafen sich beide Teams wieder, der Test in Kaiserslautern endete 3:3. Nun kommt es zum erst dritten Vergleich.

Vielleicht klappt es ja mit dem ersten Sieg? Auch für Alfaro ist die rumpelige Gruppenphase jedenfalls abgehakt. "Jetzt beginnt eine andere WM", sagte er und schob nach: "Eine völlig andere WM."

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