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WM 2026: Schweiz erstmals seit 1954 im Viertelfinale - Sieg im Elfmeterschießen gegen Kolumbien
Aktualisiert:
von SIDran Fußball
WM 2026: Großes Herz! Haaland tröstet Familie nach Tragödie
Videoclip • 01:23 Min
Nach dem ersten Viertelfinaleinzug seit 72 Jahren kennt der Jubel in der Schweiz keine Grenzen. Jetzt wartet der Weltmeister.
Die Tränen der Freude waren getrocknet, und Granit Xhaka aus der "kleinen" Schweiz schickte eine unmissverständliche Nachricht an die große Fußballwelt. "Ziel Nummer eins", die beste WM der Schweizer Geschichte nämlich, "ist jetzt erreicht worden von uns", sagte der Kapitän des WM-Viertelfinalisten. Aber wunschlos zufrieden? Nein, das ist Xhaka noch lange nicht. "Wenn du im Viertelfinale stehst", betonte er, "ist der Hunger größer als jemals zuvor".
Der Hunger auf Siege, auf Endspiele, auf Titel, auf den Weltmeister! Nach dem historischen 4:3 im Elfmeter-Krimi von Vancouver gegen Kolumbien fiebert die ganze Schweiz dem Duell mit Argentinien und Superstar Lionel Messi entgegen. Nicht zuletzt, weil Xhaka und Co. ihrem Land im Überschwang der Gefühle die Hoffnung eingeimpft haben, dass es bei dieser WM in Nordamerika tatsächlich irgendwie zum ganz großen Wurf reichen könnte.
Noch sei es freilich "zu früh, vom WM-Titel zu reden", mahnte Innenverteidiger Manuel Akanji zwar, "aber er ist nicht weit weg. Jede Nation nimmt am Turnier teil, um es zu gewinnen." Auch die Schweiz sei "nicht froh, wenn wir Zweiter werden. Wir wollen den Titel holen. Aber wir wissen, es sind noch schwierige Hürden für uns." Die nächste könnte höher kaum sein.
Im Viertelfinale von Kansas City warte in der Nacht auf Sonntag (3.00 Uhr MESZ) "der Riesenbrocken mit einem der besten Spieler des Planeten - wenn nicht der Geschichte", betonte Xhaka. Ein solches Duell mit Messis Argentinien, mutmaßte Erfolgstrainer Murat Yakin, hätte sich bei der Schweiz vor dieser WM wohl "kaum jemand erträumt". Besser gehe es jedenfalls nicht, sagte Akanji: "Aber ich glaube, wir sind für diese Challenge bereit."
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Schweiz vermisst Jungstar Manzambi schmerzlich
So, wie die "Nati" es auch gegen Kolumbien war. Völlig unbeeindruckt von der intensiven Spielweise des Gegners hatten sich die Schweizer erstmals seit 1954 ins Viertelfinale einer WM gekämpft - selbst ohne den verletzten Johan Manzambi, bislang überragender Akteur. Es ist der größte Erfolg der Verbandshistorie. "Wir haben Geschichte geschrieben", sagte Xhaka, "und das ist ein unglaubliches Gefühl".
Völlig abgekämpft war der Schweizer Anführer nach dem entscheidenden Elfmeter von Ruben Vargas im Mittelkreis zu Boden gegangen. Xhaka weinte hemmungslos, auch als ihm seine Mitspieler und Trainer Yakin in die Arme fielen, kullerten Tränen. "Oft wirkt er nach außen kühl, aber heute hat er auch seine sanfte Seite gezeigt", sagte Yakin im Anschluss. Xhaka habe einmal mehr eine "großartige" Leistung gezeigt. "Er hat gelitten, gekämpft und war bis zur letzten Minute wichtig."
Zudem hielt Torwart Gregor Kobel am Ende eines umkämpften Spiels einen Elfmeter, der "historische Moment" (Yakin) war perfekt. Man könne gar nicht "hoch genug einschätzen, was das für ein Riesenerfolg ist", meinte Kobel: "Für uns, für dieses Team, für die Schweiz, für so ein kleines Land, in der Top acht der Welt zu stehen. In dem größten Sport überhaupt. Das ist unfassbar. Ich bin unglaublich froh für jeden Einzelnen, dass wir so einen Moment miterleben dürfen."
Weitere sollen folgen. Vielleicht in Kansas City.
FIFA-Weltmeisterschaft 2026: Turnier-Überblick
Zeitraum: 11. Juni – 19. Juli 2026
Gastgeber: USA, Mexiko, Kanada
Austragungsorte: 16 Stadien
Finale: 19. Juli in New York/New Jersey
Teilnehmer: 48 Nationalteams
Modus: 12 Gruppen à 4 Teams, danach K.o.-Runde
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