Fußball-WM
WM 2026 - Trinkpausen, Stars und Trump: Die Erkenntnisse der Vorrunde
Aktualisiert:
von SIDran Fußball
WM 2026: Frankreich droht! DFB-Fans mit verrückter Forderung
Videoclip • 02:04 Min
Die Stars liefern, der Modus verwirrt, Donald Trump hält sich (noch) zurück: Die Erkenntnisse der WM-Vorrunde.
Die größte Vorrunde in der Geschichte der Fußball-Weltmeisterschaften ist vorbei, die K.o.-Runde steht kurz bevor.
Welche Erkenntnisse haben sich in den einzelnen Bereichen ergeben?
Die Stars
Lionel Messi ist nun WM-Rekordtorschütze und nährt die argentinischen Hoffnungen auf den nächsten Titel, Vinicius Junior trägt die Brasilianer durchs Turnier - und auch Erling Haaland, Kylian Mbappé, Lamine Yamal oder Cristiano Ronaldo treffen.
Die Stars prägen die WM-Vorrunde, auf der größten Bühne drehen sie besonders auf. Auch Harry Kane trug sich nach seinem Fehlschuss aus wenigen Metern inzwischen wieder in die Torjägerliste ein.
Beim deutschen Team läuft es bei den Unterschiedsspieler bislang aber nicht. Jamal Musiala und Florian Wirtz sind noch auf der Suche nach ihrem Rhythmus - und darunter leidet auch die Mannschaft. Dies unterstreicht den Stellenwert der Topstars.
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Trinkpausen
Oder auch "Hydration Break". Offiziell wegen hoher Temperaturen eingeführt, wird das Spiel auch bei Regen oder geschlossenem Dach unterbrochen. Für die Trainer bietet das die Gelegenheit, taktische Anpassungen vorzunehmen, die Pausen brechen aber auch den Rhythmus des Spiels.
Und: Es drängt sich der Verdacht auf, dass diese Pausen vor allem für Werbeblöcke während der TV-Übertragungen gewollt sind. Zusätzliches Einnahmen sind der FIFA immer recht.
Ticketpreise
Dies unterstreichen die hohen Kosten für Eintrittskarten. Oft werden mehr als 1000 Dollar fällig, in vielen Fällen werden die Tickets noch teurer verkauft.
"Normale" Fans können sich das schwer leisten, dennoch wurde bereits beim deutschen Gruppenfinale gegen Ecuador am Donnerstag ein WM-Zuschauerrekord aufgestellt. 3.605.357 Menschen besuchten die bis dato 56 Partien, damit wurde die bisherige Bestmarke der WM 1994 in den USA (3.587.538 Fans) schon übertroffen.
Die Gastgeber
Wenngleich Kanada und die USA ihre letzten Gruppenspiele verloren, haben sie eine Begeisterung im Land entfacht und sich den Einzug in die K.o.-Runde verdient. Auch Mexiko ist weiter, und das ist gut für die Stimmung.
Die Kleinen
Das 7:1 von Deutschland gegen Curacao ließ das Schlimmste befürchten, doch einen derartigen Klassenunterschied gab es bislang höchstens noch mal beim 5:0 Portugals gegen Usbekistan.
Ansonsten gilt: Die "Kleinen" bereichern die WM und unterstreichen ihre Daseinsberechtigung.
Haiti lieferte Marokko einen spannenden und spektakulären Schlagabtausch, Torhüter Vozinha wurde mit seinen Paraden beim 0:0 gegen Spanien zum Volkshelden der Kap Verde. Vozinhas Team zog sogar in die K.o.-Runde ein und fordert dort Weltmeister Argentinien.
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Der Modus
Dass die acht besten Gruppendritten weiterkommen, führte zu viel Rechnerei. Im Regelwerk finden sich 495 verschiedene Varianten, welcher Gruppendritte gegen welchen Gegner spielt.
Mehr noch: Manche Teams wussten bis zum Schluss nicht, ob sie nun raus sind oder doch weitermachen dürfen. Der komplexe Modus, der aufgrund der Teilnehmerzahl nötig ist, verwirrt immens.
Die Politik
Die Befürchtungen, dass insbesondere US-Präsident Donald Trump die WM-Bühne für seine Inszenierung nutzt, haben sich bislang nicht bewahrheitet.
Zwar wird er bei der Siegerehrung den WM-Pokal überreichen, ansonsten ist er aber nicht in Erscheinung getreten. Auch die US-Einwanderungsbehörde ICE hält sich zurück. Zudem lockerte die US-Regierung die Restriktionen für die Iraner, die zu ihrem letzten Vorrundenspiel nun zwei Tage vorher einreisen durften.
Im Fall des ghanaischen Profis Thomas Partey, dem die Einreise nach Kanada verwehrt wurde, sieht es anders aus: Partey ist wegen des Verdachts der Vergewaltigung angeklagt, es handelt sich also um einen Einzelfall.
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