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WM 2026 - Urs Meier kritisiert aufgehobene Balogun-Sperre: "Fundament des Sports mit Füßen getreten"

Aktualisiert:

von ran.de

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WM 2026: "Riesenskandal!" - Urs Meier empört über FIFA-Vorgehen

Videoclip • 02:09 Min


Der ehemalige Schweizer Schiedsrichter Urs Meier ist empört über die aufgehobene Sperre von Folarin Balogun. Er bezeichnet die Entscheidung als "Riesenskandal" und sieht darin weitreichende Schäden für den Fußball.

Schiedsrichter-Legende Urs Meier hat sich zu der aufgehobenen Sperre des US-amerikanischen Spielers Folarin Balogun vor dem WM-Achtelfinalspiel gegen Belgien geäußert.

Zu der Frage, ob die Fußballregeln eine Änderung der Sperre auch ohne einen Anruf von US-Präsident Donald Trump bei Gianni Infantino gerechtfertigt hätten, sagte er in der "Sat.1 :newstime": "Nein, hätten sie nicht. Eine Rote Karte ist immer mindestens ein Spiel Sperre und das weiß jeder auf der ganzen Welt. Und jetzt wurde das von der FIFA gekippt - das ist ein Skandal, das geht einfach nicht."

Grundsätzlich sieht er auch keinen Grund, über die Rechtmäßigkeit der Roten Karte gegen den 25-Jährigen zu diskutieren: "Es war eine berechtigte Rote Karte, auch wenn der Herr Trump da eine andere Meinung hat."

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WM 2026: "Der Schaden für den Fußball ist sehr groß" - Urs Meier empört über aufgehobene Balogun-Sperre

Darüber hinaus wirkt sich die Entscheidung laut Meier negativ auf die generelle Struktur des Fußballs aus: "(Der Schaden für den Fußball ist, Anm d. Red.) sehr groß. Wenn das nicht korrigiert wird, ist das ein riesiger Schaden. Weil die ganzen Nationalverbände, Regionalverbände, die kleinen Verbände auf dieser Welt haben jetzt das Problem, dass alle bei einer zweifelhaften Roten Karte fordern, dass sie zurückgenommen oder ausgesetzt wird. Das geht überhaupt nicht. Das Fundament des Sports wurde hier mit Füßen getreten. Das ist ein Riesenschaden für die FIFA."

"Vielleicht ist es ja irgendwann einmal der Tropfen, der das Fass zum überlaufen bringt. Ich glaube tatsächlich, dass der Rest der Welt jetzt wirklich etwas dagegen machen kann", so der einstige FIFA-Schiedsrichter.

Und weiter: "Und es ist ja nicht nur Infantino alleine - wenn Infantino alleine diese Rote Karte hätte zurücknehmen können, dann wäre das der noch größere Skandal - denn da ist nämlich auch noch eine Kommission, die da anscheinend zugestimmt hat. Auch da muss man sich wundern, dass das überhaupt geht. Ich finde, dass ist ein Riesenskandal."

Balogun hatte im Sechzehntelfinale gegen Bosnien und Herzegowina die glatte Rote Karte gesehen und wurde dementsprechend für das Achtelfinale gegen Belgien gesperrt.

Jetzt hat die FIFA die Sperre aufgehoben und die Strafe auf Bewährung ausgesetzt. Dadurch ist der Stürmer gegen Belgien spielberechtigt.

Laut "The Athletic", "CNN" und der Nachrichtenagentur "AP" soll Trump persönlich bei der FIFA angerufen haben, um Präsident Gianni Infantino davon zu überzeugen, die Rote Karte noch einmal zu überprüfen. Der US-Präsident bestätigte den Anruf, betonte aber, dass er nur "um eine Überprüfung des Fouls gebeten" habe. "Ich habe nicht gesagt, ihr müsst das tun."

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