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Formel 1

Formel 1: Lando Norris weltmeisterlich & Max Verstappen patzt böse - Gewinner und Verlierer von Zandvoort

Veröffentlicht:

von Dominik Hager

ran Mehr Sport

"Anfängerfehler!" F1-Fans rösten Verstappen nach Unfall

Videoclip • 01:53 Min


Mit einer beeindruckenden Vorstellung sichert sich Lando Norris den Sieg in Zandvoort, während Max Verstappen ein Desaster erlebt. Die Gewinner und Verlierer des Niederlande-Grand-Prix.

Lando Norris hat den Formel-1-Grand-Prix in Zandvoort vor den beiden Mercedes-Piloten Kimi Antonelli und George Russell gewonnen. Während Max Verstappen böse abflog, belohnte sich Nico Hülkenberg mit seinem bislang besten Resultat im Audi.

Glück und Leid waren auf einem trotz weniger Überholmanöver kurzweiligen Rennen oft nah beieinander. ran wirft einen Blick auf die Gewinner und die Verlierer des Rennens in den Niederlanden.

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Gewinner: Lando Norris

Mit Performances wie dieser bestätigt der Brite, dass er in der letzten Saison nicht nur wegen eines überlegenen Fahrzeugs Weltmeister wurde. Norris distanzierte - wie so oft in dieser Saison - seinen Teamkollegen Oscar Piastri und ließ auch den anderen Piloten keine Chance.

Norris zeigte ein geniales Überholmanöver außen an Kimi Antonelli vorbei und konnte daraufhin seinen Vorsprung mit einer absolut überlegenen Renn-Pace stetig ausbauen.

Bis zur Ziellinie lieferte Norris ein praktisch fehlerfreies Rennen ab und triumphierte ungefährdet. Als einziges kleines Manko bleibt, dass er am Start vom ersten auf den zweiten Rang zurückgefallen war.

Gewinner: Nico Hülkenberg

Nico Hülkenberg musste im Audi lange auf die ersten Punkte warten, jedoch scheint der Knopf inzwischen aufgegangen zu sein. Zwar deutete am Freitag und Samstag wenig darauf hin, dass der deutsche Pilot in die Punkte fahren könnte, jedoch schob er sich gleich nach dem Start entscheidende Positionen nach vorne.

Hülkenberg entging dem von Verstappen verursachten Chaos in Runde eins sowohl mit Glück als auch mit Können und fand sich zunächst auf Platz neun wieder. Der Routinier fuhr ein fehlerfreies Rennen und konnte sich in den Zweikämpfen im Mittelfeld regelmäßig gut behaupten.

Der Audi-Pilot holte die maximale Pace aus seinem Wagen und belegte einen starken achten Platz. Mehr war definitiv nicht möglich.

Gewinner: Fernando Alonso

Nach dem nachträglichen Punktgewinn aus dem Monaco-Grand-Prix, der nach einigen Strafen eher zufällig zustande gekommen war, fuhr Alonso nun zum zweiten Mal in dieser Saison in die Punkte. Diesmal reichte es sogar für den neunten Platz - und somit zwei WM-Zähler.

Damit war nicht zu rechnen, zumal Alonso vom 18. Startplatz ins Rennen gegangen war. Mit einer überraschend guten Pace, einer gelungenen Strategie und vielen guten Manövern gelang dem Spanier jedoch der Sprung nach vorne.

Zwar kann ein neunter Platz einen Champion wie Alonso eigentlich nicht zufriedenstellen, jedoch war der Aston Martin in der ersten Saisonhälfte weit davon entfernt, ansatzweise konkurrenzfähig zu sein. Die Entwicklung ist also positiv und Alonso hat es noch immer drauf - wenn das Auto mitspielt.

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Verlierer: Max Verstappen

Bitterer kann ein Heim-Grand-Prix nicht laufen. Nach einem insgesamt ziemlich blassen Wochenende rutschte Verstappen in Runde eins auf einem feuchten Asphaltstück weg und baute einen spektakulären Crash.

Der Niederländer nahm im Team-Radio direkt die Schuld auf sich und entschuldigte sich für seinen Fehler. Es bleibt eine gebrauchte Saison mit nur wenigen Lichtblicken für Verstappen. Derartige Schnitzer ist man vom Red-Bull-Piloten eigentlich nicht gewohnt. Der Tiefpunkt der Saison, selbst wenn ihm und anderen Piloten zumindest nichts passiert ist.

Verlierer: George Russell

George Russell hatte bereits vor dem Start nur noch kleine Titelchancen, da Teamkollege Kimi Antonelli die Saison klar dominiert. Wenn man jedoch nach dem Sieg im Sprint und Platz zwei im Qualifying das Momentum mal auf seiner Seite hat, muss man es eben auch nutzen.

Russell verlor seinen zweiten Rang jedoch schon beim Start und konnte die Pace von Norris und Antonelli nicht mitgehen. Stattdessen bekam er immer wieder Druck von Hamilton und Leclerc. Tatsächlich war der dritte Platz fast noch der bestmögliche Ausgang, jedoch reicht das natürlich nicht, um sich im Titelkampf zurückzumelden.

Eigentlich hätte der Brite dringend Punkte auf Antonelli gutmachen müssen, nun hat er wieder drei Zähler verloren.

Verlierer: Ferrari

Im Sprint hat Charles Leclerc gezeigt, dass der Ferrari eigentlich eine gute Renn-Pace besitzt. Für beide Piloten lief das Rennen aber nicht wirklich rund. Hamilton erwischte einen schwachen Start, während sich Leclerc die Zähne an Russell ausbiss.

Im Verlaufe des Rennens kamen sich die Ferrari-Piloten mehrmals gegenseitig in die Quere. Das Team verpasste es in einem wichtigen Moment, Leclerc schnell genug in die Box zu holen, um den Weg für Hamilton frei zu machen.

Abgesehen davon fabrizierte die Crew gleich mehrmals langsame Boxenstopps, die insbesondere Leclerc wertvolle Sekunden und Positionen kosteten.

Mit den Rängen vier und fünf kann das Team nicht zufrieden sein, zumal die Pace eigentlich für das Podium gereicht hätte. Symptomatisch war die Szene in der letzten Runde, als Russell auch deswegen Rang drei nach Hause fuhr, weil sich die Ferraris gegenseitig nochmal gefährlich nahe kamen.

Verlierer: Formel-1-Fans

An der Strecke von Zandvoort scheiden sich zwar die Geister, weil Überholmöglichkeiten rar gesät sind, jedoch ist es dennoch bitter, dass der auslaufende Vertrag nach diesem Jahr nicht verlängert wurde.

Zandvoort besitzt mit seinen rasanten Kurven ein spannendes Profil und ist eine echte traditionelle Rennstrecke. Davon gibt es immer weniger, während zunehmend Stadtkurse wie beispielsweise Las Vegas das Zepter übernehmen.

Dies ist nicht nur aus Sicht der Sportler, sondern auch aus Sicht der Fans schade. Aufgrund der Erfolge von Max Verstappen pulsiert das Formel-1-Herz in den Niederlanden ganz besonders. Die zahlreichen begeisterten Fans auf den Rängen sorgen für eine stimmungsvolle Atmosphäre und einen speziellen Charme, den es an anderen Orten nicht gibt.

Fortan wird es fürs Erste keinen Niederlande-Grand-Prix mehr geben. Dies fühlt sich aus jeglicher Perspektive falsch an.

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