Olympia 2026 in Mailand und Cortina
Olympia 2026: DOSB-Boss angefressen auf die Deutsche Bahn - "Das ist schofelig"
Aktualisiert:
von ran.deran Olympia
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Videoclip • 01:17 Min
Eine Olympia-Werbeaktion der Deutschen Bahn sorgt beim Deutschen Olympischen Sportbund für mächtig Ärger.
Diese Werbekampagne sorgt für Ärger. Die Deutsche Bahn hatte noch vor Beginn der Winterspiele in Mailand und Cortina d'Ampezzo ihren Kunden eine sogenannte "Probe Bahncard Gold" ab 19,90 Euro zum Erwerb angeboten.
Der Deal: Wenn deutsche Sportlerinnen und Sportler Goldmedaillen holen, können die Besitzer der entsprechenden Bahncard am jeweils nächsten Tag deutschlandweit alle Fernverkehrszüge kostenfrei nutzen.
Das Problem: Mit den Goldmedaillen verdient die Bahn folglich Geld, nicht aber der Sport. Der Vorstandschef des Deutschen Olympischen Sportbundes (DOSB), Otto Fricke, zeigte sich verärgert: "Dass das ein Staatsunternehmen macht, das ist schofelig", erklärte er und sprach davon, dass das Verhalten der Bahn "nicht die feine Art" sei.
Für Fricke handle es sich um "Ambush Marketing", eine Art Trittbrettfahrer-Werbung der Bahn. Zwar habe sich der DOSB bereits beschwert, die Antwort des Konzerns sei aber nicht zufriedenstellend gewesen.
Bahn kann Kritik nicht nachvollziehen
Damit sich der deutsche Sport bei Olympia gut präsentieren könne, sei er auf finanzielle Mittel angewiesen. Dass die Einnahmen der Goldmedaillen-Aktion dem Sport aber nicht zugute kommen, sei umso ärgerlicher.
Beim DOSB hofft man auf ein Entgegenkommen der Bahn, so könne diese auch in den Breitensport Geld stecken.
Die Bahn hatte in ihrer Stellungnahme erklärt, man habe "größten Respekt vor allen sportlichen Spitzenleistungen bei den Winterspielen 2026". Aus diesem Grund habe man die Bahncard Gold auch vom 16. Januar bis 5. Februar angeboten. In diesem Zusammenhang geäußerte Kritik könne der Konzern nicht nachvollziehen.
Übrigens: Für die Werbekampagne der Bahn hatten unter anderem die deutschen Olympiasieger Viktoria Rebensburg und Markus Wasmeier (beide Ski Alpin), Kati Wilhelm (Biathlon), Sven Hannawald (Skispringen), Andre Lange (Bob) und Paralympics-Legende Gerd Schönfelder geworben.
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