- Anzeige -

Radsport

Jan Ullrich über Doping-Vergangenheit: "Es hat mich gekillt"

Veröffentlicht:

von ran.de

:newstime

EX-DFB-Präsident rechnet mit Infantino ab

Videoclip • 01:20 Min • Ab 12


Das Doping-Geständnis von Jan Ullrich ließ lange auf sich warten. Ganze 16 Jahre nach seinem Karriereende räumte der einzige deutsche Tour-de-France-Sieger die Verwendung illegaler Substanzen ein.

Als Folge seiner Vergehen wurden ihm alle Titel, die er seit 2005 gewonnen hatte, aberkannt. Nach seinem Tour-Ende folgten Jahre, in denen Ullrich mit Depressionen zu kämpfen hatte und häufiger mit Alkohol- und Drogenskandalen auf sich aufmerksam machte. Heute spricht er offen über seine Doping-Vergangenheit und äußerte sich zuletzt in der ARD-Show "Inas Nacht".

Jan Ullrich: "Ich habe den Zeitpunkt verpasst"

Ullrich fällt ein hartes Urteil über seine Vergangenheit und betont: "Ich schäme mich für vieles."

Heute würde Ullrich mit einem Geständnis keine 16 Jahre mehr warten: "Ich habe den Zeitpunkt verpasst", sagte der 52-Jährige. Doch ein Geständnis hätte schwere Folgen nach sich ziehen können. "Ich hätte damals den ganzen Radsport auffliegen lassen können", er habe den Sport dafür aber "zu doll geliebt". Außerdem wollte er nicht derjenige sein, der Sponsoren, Teamkollegen und anderen Beteiligten in den Rücken fällt und diese "anscheißt".

- Anzeige -
- Anzeige -

Mehr Videos

Ullrich: "Doping hat mich zehn Jahre gekostet"

Seine Doping-Zeit ging nicht spurlos am Ex-Radprofi vorbei: "Es war 'ne Scheißzeit. Es hat mich gekillt. Doping hat mich zehn Jahre gekostet."

Laut Ullrich war das eigentliche Problem jedoch ein anderes. Doping sei während seiner aktiven Zeit weit über den Radsport hinaus verbreitet gewesen: "Zu meiner Zeit war Doping im ganzen Sport verbreitet. Und nicht nur im Radsport prominent." Wenn man die unerlaubten Substanzen selbst konsumierte, sorgte man schließlich wieder für Chancengleichheit. Er und seine Kollegen hätten sich nur "angepasst an das, was andere eh schon gemacht haben, und uns dann eingeredet, das ist ja kein Doping, wenn's alle machen. Dann ist's ja wieder ausgeglichen."

Ullrich: "Ich will glauben, dass alles sauber ist"

Während er offen über seine Vergangenheit spricht, sei das Doping für ihn aber immer noch "ein schwieriges Thema". Dennoch kann er auch etwas Positives aus seinen vergangenen Eskapaden ziehen: "Aus den ganzen Sachen, die wir damals verzapft haben, ist ja heute ein sauberer Sport entstanden." Zumindest hofft der 52-Jährige das. Doch auch er scheint Zweifel daran zu haben: "Meine Hand leg’ ich auch nicht ins Feuer - aber ich will glauben, dass alles sauber ist."

Dir gefallen ran-News?

- Anzeige -
- Anzeige -

Weitere Radsport-News