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Wimbledon - Alexander Zverev plant den großen Angriff: "Sind auf dem richtigen Weg"
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von SIDran Mehr Sport
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Alexander Zverev gibt nach seiner Finalniederlage in Wimbledon nicht das Bild eines geknickten Verlierers ab. Der Titel in Paris und eine wichtige Erkenntnis lindern den Schmerz.
Alexander Zverev trat mit dem Silberteller des Wimbledon-Zweiten und einer beruhigenden Erkenntnis im Gepäck den Heimweg aus dem Londoner Südwesten an.
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"Hundertprozentig" könne er dank seines erlösenden French-Open-Triumphes die Finalpleite gegen Jannik Sinner besser verkraften, sagte der Hamburger ohne zu zögern: "Ich sitze hier und denke mir, dass ich ein fantastisches Tennismatch und ein fantastisches Turnier gespielt habe. Wenn ich Paris verloren und dann hier wieder verloren hätte, würde ich hier nicht so sitzen."
Tatsächlich gab Zverev nach dem hochspannenden 7:6 (9:7), 6:7 (2:7), 3:6, 4:6 gegen seinen Angstgegner Sinner, den er auch im zehnten Aufeinandertreffen nacheinander nicht knacken konnte, nicht das Bild eines Verlierers ab.
Dafür war die Euphorie über seinen ersten Grand-Slam-Titel nur fünf Wochen zuvor noch immer zu groß und seine Auftritte auf dem "heiligen Rasen", wo er sich zuvor so schwer getan hatte, waren einfach zu gut. "Ich bin 29 Jahre alt", sagte Zverev, "und das ist das erste Mal, dass ich wirklich daran glaube, diesen Pokal gewinnen zu können."
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Bundeskanzler Merz gratuliert Zverev
Zverev wirkte im Reinen mit sich selbst. Längst vergangen scheinen die Tage, an denen nach bitteren Endspielniederlagen schwerer Frust herrschte. Und so prasselte aus allen Richtungen Lob auf diesen runderneuerten Zverev ein, der neben seinem kaum zu stoppenden Aufschlag und seiner starken Rückhand nun auch mit einer brachialen Vorhand regelmäßig für Glanzmomente sorgt.
"Weltklasse-Tennis in Wimbledon. Ein tolles und faires Spiel. Schade, dass es nicht geklappt hat", schrieb Bundeskanzler Friedrich Merz bei Instagram, nachdem er sich das Finale aus der Royal Box angesehen und Zverev anschließend in der Umkleidekabine besuchte hatte. Und auch Sinner, nun mit fünf Major-Titeln dekoriert, zog seinen Hut. "In Paris hast Du eines Deiner Hauptziele erreicht. Hier warst Du so nah dran", sagte der Südtiroler: "Wenn Du so weiter spielst, wirst Du sicher einen dieser Pokale gewinnen."
Zverev nimmt nächsten Grand-Slam-Titel in den Blick
Sinner spürt, dass der nimmermüde Arbeiter Zverev in den vergangenen Monaten einen riesengroßen Schritt gemacht hat. Er habe "großen Respekt vor Sascha, denn er hat Erstaunliches geleistet. Sein Spiel wird immer besser", sagte Sinner, der auch seinen Platz in der Weltrangliste durchaus in Gefahr sieht. "Ich weiß, dass es ein weiteres Ziel von Dir ist, die Nummer eins der Welt zu werden. Du bist schon ganz nah dran", sagte er mit einem Lächeln zu Zverev, der nun sein erster Verfolger ist: "Da muss ich jetzt aufpassen."
Zverev möchte sich nach intensiven Wochen und Monaten "irgendwann auch ein paar Tage freinehmen". Danach soll aber schnell der Angriff auf die Spitze des Rankings und die Jagd nach diesem fehlenden Sieg gegen Sinner und dem derzeit verletzten Carlos Alcaraz weitergehen. "Ich glaube, dass ich in diesem Jahr Fortschritte gemacht habe. Ich glaube, ich habe diese Jungs richtig gefordert", sagte Zverev: "Ich habe sie dieses Jahr zwar nicht geschlagen, aber ich habe sie bis an ihre Grenzen gebracht."
Der erste Grand-Slam-Sieg. Das erste Wimbledon-Finale. "Natürlich muss da etwas gut laufen", sagte Zverev: "Ist es schon perfekt? Nein. Aber ich glaube, wir sind auf dem richtigen Weg." Der führt ihn Ende August nach New York zu den US Open - und zur nächsten Chance auf einen dieser glänzenden Pokale.
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