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Wimbledon: Vor Finale - Überraschende Enthüllung um Alexander Zverev
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von ran.deran Mehr Sport
Wimbledon - Michael Stich traut Zverev alles zu: "Beste Tennis jemals"
Videoclip • 02:19 Min
Obwohl auf dem Court elektronische Geräte verboten sind, herrscht in Wimbledon für den deutschen Finalisten Alexander Zverev eine Ausnahme-Regelung - aus medizinischen Gründen.
Alexander Zverev kämpft am Sonntag (ab 17:00 Uhr im LIveticker) um den zweiten Grand-Slam-Titel seiner Karriere. Beim Rasen-Klassiker in Wimbledon trifft der Hamburger im Endspiel auf den Italiener Jannik Sinner.
Möglicherweise wird auch während des Finales gegen den Südtiroler wieder zu sehen sein, wie Zverev am Court zum Handy greift.
Obwohl es ein grundsätzliches Verbot elektronischer Geräte für die Spieler auf dem Platz gibt, greift bei Zverev aus gutem Grund eine Ausnahme. Er leidet nämlich an Diabetes Typ 1.
Handy statt Fingerstich
Deshalb ist es dem Grand-Slam-Sieger von Paris eben gestattet, mithilfe eines Handys am Platz seinen Blutzucker zu überwachen und ggf. nötige Insulin-Injektionen verwenden zu können, um diesen zu regulieren. Dies bestätigte der Wimbledon-Veranstalter, der All England Club, der "BBC".
Zverev selbst erklärte der "BBC", dass er zwei Handys am Court dabei habe. Eines nutzt er - ohne SIM-Karte - zur Anzeige der Daten seines Glukose-Sensors. "Deshalb erlauben mir die Stuhlschiedsrichter, aufs Handy zu schauen, damit ich mir bei jedem Seitenwechsel nicht in den Finger stechen muss", wird Zverev zitiert.
Falsche Sensor-Daten: Überdosierung in Halle
Wie komplex jedoch das Profidasein auf der Tour für einen an Diabetes erkrankten Spieler ist, zeigte sich im Juni beim ATP-Turnier im westfälischen Halle. Dort lieferte sein Sensor laut Zverev eine falsche Messung. Daher injizierte sich der 29-Jährige damals deutlich zu viel Insulin.
"Ich habe mich absolut furchtbar gefühlt", sagte er rückblickend. Um die Überdosierung möglichst schnell zu neutralisieren, habe er in rund 45 Minuten etwa 350 Gramm Zucker zu sich nehmen müssen.
Haben Tennis-Profis auf der Tour keine medizinische Ausnahmegenehmigung wie eben Zverev,, herrscht für sie striktes Handy-Verbot. Sie müssen ihre Mobiltelefone vor Betreten des Platzes ausschalten und auch außer Sichtweite verstauen.
Komplett verboten sind hingegen Smartwatches. Bei Verstößen können Spieler sogar sofort disqualifiziert werden.
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