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NFL: Aaron Rodgers sollte das unwürdige Schauspiel bei den Pittsburgh Steelers endlich beenden - ein Kommentar
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von Andreas ReinersNFL
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Videoclip • 01:15 Min
Die Pittsburgh Steelers sorgen mit einem seltenen Move für eine Überraschung. Aaron Rodgers hingegen sorgt nicht für dringend benötigte Klarheit. Dabei sollte er endlich Klartext reden. Ein Kommentar.
Von Andreas Reiners
Ein bisschen Diva steht Aaron Rodgers zu. Keine Frage.
Das ist Bestandteil des Geschäfts. Der NFL. Und auch eines Quarterbacks, der über zwei Jahrzehnte lang eine Ära geprägt hat. Dann kann man sich auch ein paar Sonderrechte herausnehmen.
Sich etwas zieren. Sich bitten und auf sich warten lassen. Das hat er sich verdient.
Aber irgendwann ist dann auch mal gut.
Denn Rodgers überzieht es inzwischen. Übertreibt es. Macht zu sehr auf Superstar-Status. Mal wieder, muss man dazu sagen. Dabei könnte es sehr einfach sein. Doch Rodgers lässt sich mit der Entscheidung, ob und wie es sportlich mit ihm weitergeht, weiterhin Zeit.
Warum auch immer.
Pittsburgh Steelers: Seltener Move lässt tief blicken
Die Steelers wirken inzwischen so verzweifelt – oder gelangweilt? – dass sie einen seltenen, aber bemerkenswerten Move vollzogen haben: Sie haben ihn mit dem Right-of-First-Refusal-Tender versehen und sich so – kurz gesagt - die Kontrolle über seine Zukunft gesichert. Zumindest dann, wenn der 42-Jährige weitermacht.
Man braucht nicht viel Fantasie, um sich vorzustellen, wie Rodgers das Vorgehen findet. Wahrscheinlich nimmt er es als Bevormundung wahr, als Affront.
Als persönliche Beleidigung. Auch wenn das Spekulation ist: Es ist schwer vorstellbar, dass beide Seiten einfach so wieder zusammenkommen.
Mike Florio von "ProFootballTalk" hatte bereits zuvor berichtet, dass Rodgers angeblich genervt davon sein soll, dass die Steelers immer wieder über ihn sprechen und den Eindruck vermitteln, dass er zurückkehrt.
Was der Tender jetzt noch einmal verstärkt.
"Man muss bei diesem sensiblen Genie sehr vorsichtig vorgehen", sagte Florio.
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Aaron Rodgers: Die Zeiten sind vorbei
Das mag so gewesen sein, doch die Zeiten sind vorbei, in denen sich Rodgers diese Spielchen in ihrer epischen Länge und Breite erlauben konnte.
Er hat seine Genialität, sein Können, seine Führungsqualitäten in der vergangenen Saison durchaus unter Beweis gestellt, selbigen aber nicht angetreten, ob er ein Team noch bis zum Super Bowl führen kann. Die Steelers führte er in die Playoffs, wo dann aber abrupt in der Wild Card Round Schluss war.
Vielmehr sieht es geradezu grotesk aus, dass die Steelers fast schon krampfhaft an einer Rodgers-Rückkehr festhalten. Dabei wäre genau das aus sportlicher Sicht gar nicht mal so zwingend nötig. Ja, die Qualität im QB-Raum würde ohne Rodgers und nur mit Routinier Mason Rudolph, Will Howard und Drittrundenpick Drew Allar rapide sinken. Allerdings wäre das der ideale Zeitpunkt für einen Umbruch auf der Position.
Es wirkt parallel dazu ein Stück weit lächerlich, wenn ein immer noch guter, aber unübersehbar alternder Ex-Superstar einen auf vollkommen unverzichtbar macht. Rodgers sollte stattdessen Größe zeigen und sagen, was Sache ist. Das ist er nicht einmal so sehr den Steelers schuldig, sondern vor allem sich selbst.
Es ist ja nicht so, als würden die Alternativen Schlange stehen und nur auf Rodgers warten. Die Zeiten sind tatsächlich vorbei. Oder anders ausgedrückt: Die Teams sind auf der Quarterback-Position aufgestellt, und im Moment dürfte ihm nur eine Verletzung bei einem anderen Team eine Chance eröffnen, wenn es die Steelers nicht sein sollen.
Aaron Rodgers: Irgendwann wird es langweilig
Doch wer sich noch an den Retreat bei den Green Bay Packers erinnert, der kennt dieses Hin und Her schon. Das Schauspiel, das immer zwischen Genie und Wahnsinn pendelt. Beim ersten Mal ist das interessant, vielleicht auch lustig. Beim zweiten Mal auch noch. Es gehört bei ihm dazu.
Irgendwann ist es aber nur noch nervig – und einer Legende wie Rodgers nicht würdig. Weshalb er das Schauspiel endlich beenden sollte.
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