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NFL - Andere deutsche Städte als Berlin oder München als Gastgeber? Deutschland-Boss stellt Bedingungen

Veröffentlicht:

von Tom Offinger, Franziska Wendler

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NFL in Tokio? Commissioner Goodell mit Update

Videoclip • 05:34 Min


Am Rande des Paris Game spricht Alexander Steinforth, Boss der NFL Deutschland, im ran-Interview über die Bedeutung des deutschen Marktes für die Liga und die Zukunft der International Games.

Die Anzahl der International Games in der NFL hat sich in den vergangenen Jahren kontinuierlich erhöht. Während zunächst vor allem in London gespielt wurde, finden inzwischen Regular-Season-Games in unzähligen Städten statt.

München, Dublin, Madrid, Paris – dazu im australischen Melbourne und im brasilianischen Rio de Janeiro. Jüngst kündigte Commissioner Roger Goodell zudem an, dass wohl spätestens in zwei Jahren auch eine Partie in Japan dazukommen wird.

Müssen sich die deutschen Fans also Sorgen machen, dass der Markt hierzulande an Attraktivität verliert?

Ganz und gar nicht, ist sich der Chef der NFL Deutschland, Alexander Steinforth, sicher. "Im Gegenteil. Wir merken eher, wie der deutsche Markt als Blaupause für die anderen internationalen Märkte gilt", konstatierte er am Rande des Paris Game im ran-Interview

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Deutschland gibt NFL-Wissen weiter

"Wir waren ja der erste Markt, der nach Jahrzehnten dazugekommen ist", fügte Steinforth an: "Und deswegen freuen wir uns sehr, dass die Spiele in Deutschland so viel Interesse hervorrufen. Und wir merken auch, vergangenes Jahr in Madrid und dieses Jahr in Paris, dass es viel Wissensaustausch aus Deutschland heraus in diese Märkte gibt."

Klar ist für Steinforth in diesem Zuge auch: Sollte ein anderes International Game aus welchem Grund auch immer einmal nicht stattfinden können, "dann wäre es sehr wahrscheinlich der deutsche Markt", der die Partie "erben" würde.

"Aber im Moment sind wir sehr stark darauf fokussiert, zu schauen, in welchen Ländern der Welt, in welchen Regionen wir eben noch NFL-Football etablieren können", ergänzte er.

In Deutschland ist die NFL derweil längst etabliert, weshalb am 15. November mit der Partie zwischen den New England Patriots und den Detroit Lions in München bereits der nächste Knaller steigt.

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Lions und Patriots mit vielen Aktivitäten in München

"Erstmal hoffen wir auf ein sportlich tolles Spiel. Ich glaube, wir haben alle Zutaten dafür mit zwei Top-Teams, die sehr, sehr gute Chancen auf die Playoffs und vielleicht auch ein bisschen mehr haben", freut sich der deutsche NFL-Boss.

Für große Begeisterung sorgt dabei vor allem das üppige Rahmenprogramm, das die beiden Klubs, die zum deutschen Markt "sehr committed" sind, rund um das Munich Game auffahren. So geht Steinforth davon aus, dass es das "vollgepackteste" Rahmenprogramm aller bisherigen Deutschlandspiele geben wird.

"Insofern ist es nochmal ein Schritt nach vorne im Vergleich zu den vergangenen Jahren, wo wir schon viel hatten, und wir versuchen natürlich möglichst viel davon dann auch in die Zukunft mitzunehmen", betont er.

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NFL in Deutschland: Auch andere Städte mit Interesse

Bislang fanden die Spiele in Deutschland entweder in München, Frankfurt oder Berlin statt, 2027 steigt wieder eine Partie im Berliner Olympiastadion. Doch welches NFL-Team würde besonders gerne dort spielen?

"Tatsächlich ist es so, dass wir sehr großes Interesse von vielen Teams haben, in Deutschland zu spielen. Ich glaube nahezu alle Teams, die die Marketingrechte für Deutschland haben, würden auch gerne häufiger in Deutschland spielen, wenn sie es nicht schon gemacht haben", erklärte Steinforth weiter.

Klar ist auch: Bei den drei bereits bekannten Städten muss es in Zukunft nicht bleiben. "Es gibt tatsächlich noch einige Städte, die Interesse bekundet haben", so der Boss der NFL Deutschland.

Noch mehr International Games?

"Ich glaube, das größte Nadelöhr in Deutschland ist wahrscheinlich die Stadion-Infrastruktur. Man braucht einfach große, moderne Stadien, um solche Spiele veranstalten zu können. Und da beobachten wir auch immer ganz aktiv die Entwicklung", erklärt Steinforth.

Und weiter: "
Man sieht ja jetzt, dass es so langsam, nachdem es die letzte große Welle vor der Fußball-WM 2006 gab, mal wieder Gedankenspiele hinsichtlich Stadionprojekten gibt." Aktuell sei man mit den bisherigen Standorten aber "sehr happy".

Happy ist man bei der NFL auch mit der internationalen Entwicklung der Liga, auch wenn es natürlich immer Potenzial für Verbesserungen gibt. Das nächste ambitionierte Ziel dabei: 16 International Games.

"Das ist noch ein weiter Weg, aber wir haben schon viele Schritte gemacht", sagt Steinforth.

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