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NFL: Gewinner und Verlierer der Roster Cuts - Mayo-König entlassen, deutscher Rookie schafft den Sprung

Veröffentlicht:

von Chris Lugert

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NFL: Donald zurück, Jacobs raus! Fans über neue Roster

Videoclip • 01:34 Min


Die Roster Cuts in der NFL sind vorüber. Für viele Spieler ist der Traum von der großen Karriere erst einmal geplatzt, andere hingegen schreiben an einer echten Märchengeschichte. ran blickt auf Gewinner und Verlierer.

Die NFL-Saison steht in den Startlöchern, am Sonntag mussten die 32 Teams ihre Kader auf die endgültige Nenngröße von 53 Spielern reduzieren.

Hunderte Spieler bekamen die Information, dass es nicht für das finale Aufgebot gereicht hat, und stehen erst einmal auf der Straße. Der Traum von der großen NFL-Karriere ist damit (vorerst) geplatzt.

Zwar werden einige Akteure in den Tagen danach in den Practice Squads der Teams unterkommen, doch die Chance, in der NFL wirklich Spielzeit zu bekommen, ist hier äußerst gering.

Wer sorgte im Zuge der Roster Cuts 2026 für märchenhafte Geschichten? Und wer wurde eher überraschend gestrichen? ran zeigt einige Gewinner und Verlierer.

Gewinner: Odell Beckham Jr.

Fast zwei Jahre hat Odell Beckham Jr. kein NFL-Spiel mehr absolviert, seine Karriere schien eigentlich vorbei zu sein. Doch dann schrieb der Wide Receiver eine emotionale Feel-Good-Story: Beckham kehrte zu den New York Giants zurück, also zu jener Franchise, bei der er einst seine Karriere begann.

Und tatsächlich schaffte der 33-Jährige nach einer auffälligen Preseason auch den Sprung in den endgültigen 53er-Kader, als einer von fünf Receivern. Er dürfte also definitiv seine Snaps und Targets bekommen - etwas, das er lange nicht mehr erlebt hat.

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Gewinner: Taylen Green

Taylen Green war ein markantes Quarterback-Talent vor dem diesjährigen Draft. Ein athletisches Monster, aber im Passspiel extrem roh. Die Cleveland Browns wählten Green in der sechsten Runde im Draft, allerdings mehrten sich zuletzt die Berichte, dass es für den 23-Jährigen nicht zum Sprung ins 53er-Aufgebot reichen könnte.

Am Ende durfte er doch jubeln.

Green geht gemeinsam mit Starter Deshaun Watson und Backup Shedeur Sanders in die Saison. Allerdings bleibt abzuwarten, wie die Situation in ein paar Wochen aussieht. Denn Dillon Gabriel beginnt die Saison auf der Injured-Reserve-Liste, kann aber nach vier Wochen zurückkommen. Fürs Erste jedoch bekommt Green die Chance, Teil eines regulären NFL-Kaders zu sein.

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Gewinner: Montorie Foster Jr.

Im knallharten NFL-Geschäft ist auch für die schönen Geschichten noch Platz. Das weiß jetzt auch Montorie Foster Jr., der bei den Seattle Seahawks den Sprung in den 53er-Kader geschafft hat. Der Wide Receiver machte sich in der Saisonvorbereitung als Star der Dokureihe "Hard Knocks" einen Namen und wurde zum absoluten Fanliebling.

Der 25-Jährige war 2025 als Undrafted Free Agent nach Seattle gekommen, scheiterte dort im vergangenen Jahr aber am Roster Cut.

Doch Foster gab nicht auf, in seiner Heimat Cleveland arbeitete er zunächst als Aushilfslehrer und Immobilienmakler, ehe er eine weitere Chance bei den Seahawks erhielt. Dort wusste er im Training Camp zu überzeugen - und wurde in den Kader berufen.

Gewinner: Jalon Daniels

Vom Tellerwäscher zum Millionär? In der NFL passt dieses Bild vor allem auf Undrafted Free Agents, die sich im Laufe einer Saisonvorbereitung einen Platz im Kader erarbeiten. Besonders beeindruckend ist das bei Quarterbacks, denn hier gehen Teams nur ungern Experimente ein. Und schon gar nicht bei den direkten Backups ihrer Starter.

Insofern ist es besonders beeindruckend, was Jalon Daniels gelungen ist. Der 23-Jährige spielte sechs Jahre am College für Kansas, allerdings nicht sonderlich erfolgreich.

Als UFA kam er zu den Tampa Bay Buccaneers - und überzeugte die Verantwortlichen dort so sehr, dass er als einziger Backup von Baker Mayfield in den Kader berufen wurde.

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Gewinner: Marlin Klein

Dass es ein Zweitrunden-Rookie in den finalen Kader schafft, sollte eigentlich keine große Überraschung sein. Aber dennoch ist es für Tight End Marlin Klein und den gesamten deutschen Football eine große Geschichte. In der Preseason sorgte der 23-Jährige gleich für einige Highlights und Big Plays.

Hinter Dalton Schultz winkt Klein im Triell mit Foster Moreau und Cade Stover bei den Houston Texans die Aussicht auf viel Spielzeit. Womöglich kann er für den einen oder anderen besonderen Moment auch in der Regular Season sorgen.

Verlierer: Will Levis

"Es gibt in dieser Liga keine 32 Quarterbacks, die besser sind als ich. Das weiß ich ganz sicher." Das sagte Will Levis Anfang August. Vier Wochen später sitzt der Zweitrundenpick von 2023 auf der Straße.

Die Tennessee Titans ließen Levis über die Klinge springen, hinter Cam Ward wurden Mitch Trubisky und Hendon Hooker in den 53er-Kader aufgenommen.

Ob Levis noch einmal einen Platz in der NFL findet, ist mehr als offen. Falls nicht, wird er allerdings immer für seine schräge Verbindung mit Mayonnaise in Erinnerung bleiben. Dank eines Werbedeals mit "Hellmann's" darf er sich sein Leben lang über Vorrat an der weißen Soße erfreuen. Und die Mayo vielleicht wieder in seinen Kaffee kippen.

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Verlierer: Julius Welschof

Marlin Klein musste sich nicht wirklich um seinen Platz sorgen, Amon-Ra St. Brown und Brandon Coleman sind ohnehin gesetzt. Doch es gab durchaus die Möglichkeit, dass ein vierter Deutscher ebenfalls zum 53er-Kader seines Teams gehört.

Julius Welschof schrieb bei den Pittsburgh Steelers einige positive Schlagzeilen und lieferte in der Preseason gegen die Green Bay Packers ab.

Umso enttäuschter dürfte der Pass Rusher deshalb sein, dass es für ihn nicht zum Sprung in das finale Aufgebot gereicht hat. Ob der 29-Jährige wie im Vorjahr noch einmal einen Platz im Practice Squad erhalten wird, muss sich zeigen.

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Verlierer: Jake Browning

Der steile Aufstieg von Jalon Daniels bei den Bucs hat natürlich auch eine negative Seite, ganz konkret ist Jake Browning der Verlierer der Entscheidung.

Obwohl der 30-Jährige jahrelang Backup von Joe Burrow bei den Cincinnati Bengals gewesen war und insgesamt sogar zehn Spiele startete, von denen er vier gewann, musste er sich dem ungedrafteten Neuling geschlagen geben.

Verlierer: Wanya Morris

Nach drei Jahren bei den Kansas City Chiefs inklusive Super-Bowl-Sieg, an dem er aber nur geringe Aktien hatte, wollte Wanya Morris bei den Atlanta Falcons vermutlich neu durchstarten. Immerhin tradete die Franchise aus Georgia aktiv für den Offensive Tackle. Und Bedarf auf der so wichtigen Position in der Offensive Line gab es eigentlich genug.

Doch Morris lieferte anscheinend so gar nicht ab, denn nur zweieinhalb Monate nach dem Trade hatten die Falcons genug gesehen und trennten sich wieder von dem 25‑Jährigen. Der Sprung in den 53er-Kader? Blieb Morris verwehrt. Was kein wirklich gutes Licht auf den Spieler wirft.

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