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NFL-Streit mit Jon Gruden: Nevadas Oberster Gerichtshof stellt sich auf die Seite des Head Coaches
Aktualisiert:
von Mike StiefelhagenNFL
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Videoclip • 01:26 Min
Jon Gruden verklagt die NFL und Commissioner Roger Goodell. Der einstige Head Coach feiert jetzt einen juristischen Erfolg.
von Mike Stiefelhagen
Vor rund vier Jahren verlor Jon Gruden seinen Job als Head Coach bei den Las Vegas Raiders. In diesem Prozess wurden auch vertrauliche E-Mails geleakt, die sein Fehlverhalten bewiesen haben.
Im Zuge dessen verklagte Gruden die NFL und auch Commissioner Roger Goodell. Der Oberste Gerichtshof in Nevada schlug sich nun auf Grudens Seite. Fünf von sieben Stimmen gingen an den Ex-Coach. Der Fall darf nicht in ein Schiedsverfahren verwiesen werden.
Dabei bezieht sich das Gericht auf die Satzung und Verfassung der NFL. Die dortige "Schiedsklausel" sei nicht tragbar und verfassungsgemäß. So kann der Fall öffentlich verhandelt werden. Die NFL kann noch Einspruch einlegen.
Der konkrete Gruden-Vorwurf im November 2021 an die NFL und ihren Commissioner: Sie hätten vertrauliche E-Mails "gezielt und böswillig in einer Schmutzkampagne gegen seine Karriere" veröffentlicht und damit "seiner Reputation massiv geschadet".
NFL nennt Gruden-Vorwürfe "haltlos"
Die NFL ging damals einem Verdacht nach, dass Arbeitsumfeld der Washington Commanders wäre toxisch. Dabei wurden die Gruden-Mails gefunden und öffentlich.
Der Oberste Gerichtshof in Nevada hat Gruden in dem Fall an sich weder Recht gegeben noch widersprochen. Sie haben lediglich die NFL-Satzung für unbrauchbar erklärt im Falle der "Schiedsklausel". Diese Klausel soll der NFL ermöglichen, dass Auseinandersetzungen, die der Commissioner für "schädlich für die Integrität der Liga" erachtet, schiedsgerichtlich klären lassen kann.
Die NFL nennt Grudens Vorwürfe "haltlos" und macht den Coach selbst dafür verantwortlich, dass dessen Mails an die Öffentlichkeit kamen.
In den Mails kam hervor, wie Gruden mehrfach negativ auffiel. Er äußerte sich darin rassistisch gegenüber DeMaurice Smith und entgleiste vulgär im Bezug auf Goodell. Dabei nutzte er ebenfalls misogyne und homophobe Sprache. Der "Wall Street Journal" und die "New York Times" veröffentlichten die Mails nach und nach. Diese wurden zwischen 2010 und 2018 abgeschickt.
Im Oktober 2021 trat Gruden als Raiders-Coach aufgrund des medialen Rauschens zurück. Der 61-Jährige würde offenbar gerne wieder als Head Coach arbeiten.
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