American Football
NFL Week 4: Die Gewinner und Verlierer des Spieltags – Panthers laufen heiß, Vikings-Kicker als Punktemaschine
Veröffentlicht:
von Christian StüweNFL
NFL-Highlights: Lions at Panthers
Videoclip • 04:44 Min
In der vierten NFL-Woche lässt Patriots-Quarterback Drake Maye Kritik verstummen. Chargers und Texans enttäuschen erneut, während gleich zwei Referees gesperrt werden.
Herausragende Leistungen zeigen auch CeeDee Lamb von den Dallas Cowboys und Kenneth Walker III von den Kansas City Chiefs.
Während bei den Detroit Lions die Defense Sorgen bereitet, läuft in der Offense der Philadelphia Eagles wenig zusammen.
ran zeigt die jeweils sechs größten Gewinner und Verlierer der NFL Week 4.
Gewinner: Bryce Young und die Panthers-Offense laufen heiß
Was für ein Abend für Quarterback Bryce Young und die Carolina Panthers. Beim 32:26-Sieg in Detroit wirbelte die Offense der Panthers beinahe nach Belieben durch die Motor City.
Das Trio mit Young (329 Passing Yards, 2 Touchdowns), Receiver Tetairoa McMillan (192 Receiving Yards, 2 Touchdowns) und Running Back Chuba Hubbard (122 Rushing Yards, 2 Touchdowns) war einfach zu viel für die Lions.
Die Panthers stehen nun bei 2-2 und führen die NFC South an, was auch ein Verdienst von Young ist. In seinen ersten drei Spielzeiten gab es viel Kritik an dem Spielmacher, nun scheint er in der NFL angekommen und auf dem Weg zum Franchise-Quarterback zu sein.
Was wieder einmal belegt, dass sich auch in der schnelllebigen NFL Geduld auszahlt.
Weitere NFL-Videos auf Joyn:

NFL
NFL: Dinner-Date statt Party - so feiert Travis Kelce Geburtstag
Videoclip • 01:15 Min

NFL
NFL: Bereitet sich Tyreek Hill auf die Chiefs vor?
Videoclip • 01:12 Min

NFL
NFL-Highlights: Falcons at Saints
Videoclip • 05:57 Min
Gewinner: Drake Maye lässt Kritik erstmal verstummen
Was selbstverständlich auch für Drake Maye gilt. Der Quarterback der New England Patriots erwischte einen schwachen Start in die neue Saison, ihm unterliefen zu viele Turnover und leichte Fehler.
Beim überraschenden 29:26-Auswärtssieg gegen den Divisions-Rivalen Buffalo Bills wirkte Maye nun wieder wie der Quarterback, der er in der vergangen Saison war. Mit 269 Yards und drei Touchdown-Pässen stellte er sogar Bills-Superstar Josh Allen in den Schatten.
Dazu erlief er selbst 54 Yards und führte die Patriots auch in dieser Statistik an. Selbstverständlich muss Maye die aufsteigende Form nun bestätigen - fürs Erste dürfte die Kritik aber verstummen.
Gewinner: Kenneth Walker III trägt die Chiefs zum 4-0
Für Running Backs wie Kenneth Walker III wurde der Begriff "Workhorse" erfunden. Der nur 1,75 Meter große Ballschlepper trug die Kansas City Chiefs mit 177 Rushing Yards und zwei Touchdowns beinahe im Alleingang zum 30:27-Sieg gegen die Las Vegas Raiders.
Die Chiefs stehen nun bei 4-0, nach der Verletzung von Receiver Tyquan Thornton (111 Yards, zwei Touchdowns) könnte das Laufspiel in den nächsten Wochen noch wichtiger werden. Die Chiefs können froh sein, Walker III in Topform in ihrem Roster zu haben.
Die nächsten Livestream auf Joyn:
Bald verfügbarMittwoch, 07.10. 16:05 • Radsport
Rad-EM in Slowenien: Zeitfahren der Männer
105 Min
Bald verfügbarMittwoch, 07.10. 16:05 • Radsport
Rad-EM in Slowenien: Zeitfahren der Männer
105 Min
Bald verfügbarMittwoch, 07.10. 22:05 • WWE
WWE RAW im Stream
155 Min
Bald verfügbarMittwoch, 07.10. 22:05 • WWE
WWE RAW im Stream
155 Min
Gewinner: San Francisco 49ers mit Statement-Sieg
Lange standen die 49ers vor allem für ihr beinahe schon unheimliches Verletzungspech in den Schlagzeilen. Spätestens mit dem 24:14-Sieg gegen die bissigen Denver Broncos haben die 49ers nun aber auch die letzten Zweifel beseitigt, dass sie ein ganz heißer Anwärter auf den Super Bowl in dieser Saison sind.
Quarterback Brock Purdy ist in überragender Form, das Team liefert offensiv wie defensiv ab und wirkt wie eine verschworene Einheit.
Am Sonntag treten die 49ers bei den ebenfalls stark aufspielenden Divisions-Rivalen Seattle Seahawks an – alle Football-Fans dürfen sich auf das heiße Westküsten-Duell freuen.
Gewinner: Will Reichard schießt die Vikings zum nächsten Sieg
Kicker stehen selten im Fokus, aber Will Reichard ist derzeit der entscheidende Mann bei den Minnesota Vikings.
Beim 15:10 gegen die Miami Dolphins sorgte Reichard mit fünf Field Goals für sämtliche Punkte der Vikings - das gleiche Kunststück war dem Kicker bereits in Week 2 beim 9:3-Sieg gegen die Chicago Bears gelungen.
Für die Offense der Vikings ist es nicht unbedingt eine Auszeichnung, dass der Kicker zur Punktemaschine wird – aber Minnesota steht bei 4-0 und kann sich auf Reichards Fuß und seine Nervenstärke verlassen.
Vikings-Kicker Will Reichard.
Bild: Marty Jean Louis
Gewinner: CeeDee Lamb spielt in seiner Heimat groß auf
CeeDee Lamb ist nicht einmal 50 Kilometer entfernt von Houston aufgewachsen, hatte bis Sonntag aber noch nie in seiner NFL-Karriere im NRG Stadium der Texans gespielt.
Bei der Premiere in seiner Heimat drehte der Receiver der Dallas Cowboys dann mächtig auf: Mit 17 Catches, 189 Receiving Yards und einem Touchdown wurde er zum Alptraum der Texans-Secondary.
Lamb scheint derzeit in der Form seines Lebens zu sein, mit 498 Yards nach vier Spielen (vier Touchdowns) führt er die NFL bei den Receiving Yards an.
Dass die Cowboys (2-2) durch den 34:30-Sieg in Houston einen Fehlstart vermieden, ist zu großen Teilen auch ein Verdienst von Lamb.
Verlierer: Houston Texans mit kapitalem Fehlstart
Womit wir bei den Verlierern wären. Und hier sind die Texans zu nennen. Vor der Saison galt das Team um Quarterback C.J. Stroud als Favorit in der AFC South und zählte zum erweiterten Kreis der Super-Bowl-Anwärter.
Nach der Niederlage gegen die Cowboys stehen die Texans nun bei 0-4, die Chancen auf die Playoffs sind nur noch gering. Die Defense, die in der vergangenen Saison ein Erfolgsgarant war, ließ zuletzt mehr als 27 Punkte im Schnitt zu.
Zwar haben die Texans in den vergangenen Jahren schon mehrfach den Turnaround geschafft, viele Niederlagen dürfen sie sich aber nicht mehr erlauben.
Verlierer: Justin Herbert und die Los Angeles Chargers
Die Texans sind aber nicht das einzige ambitionierte Team, das einen kapitalen 0-4-Fehlstart hingelegt hat. Die Playoffs waren vor der Saison für die Chargers beinahe Pflicht, auch die Kalifornier wurden zum erweiterten Kreis der Anwärter auf den Super Bowl gezählt.
Alles sah sehr gut aus in L.A., mit Mike McDaniel kam ein hochkarätiger Offensive Coordinator, der Quarterback Justin Herbert auf das nächste Level bringen sollte. Der in der vergangenen Saison eingeschlagene Kurs unter Head Coach Jim Harbaugh sollte die Chargers weiter nach oben führen.
Aktuell fällt das Team aber Woche für Woche regelrecht auseinander. Und es ist ausgerechnet die Offense, die auf ganzer Linie enttäuscht. Herbert wirkt verunsichert, nichts gelingt. Die Chargers müssen nun schnell die richtigen Schlüsse ziehen und die Wende einleiten – sonst droht eine katastrophale Saison.
Verlierer: Detroits Defense lässt die Lions verzweifeln
Während es bei den Chargers in der Offense klemmt, ist das Problem in Detroit die Defense. Bei der Niederlage gegen die Panthers bekamen die Lions keinen Zugriff auf Quarterback Bryce Young, Receiver Tetairoa McMillan und Running Back Chuba Hubbard – 445 Yards und 32 Punkte ließen die Lions zu. Viel zu viel.
Besonders ärgerlich: Die Offense macht einen guten Job, 412 Yards von Quarterback Jared Goff und 26 erzielte Punkte müssen gegen ein Team wie die Panthers einfach reichen, wenn man in die Playoffs will und große Ziele hat.
Defensive Coordinator Kelvin Sheppard gerät deshalb so langsam unter Druck.
Verlierer: Die Washington Commanders und ihre QB-Situation
Auch in der US-Hauptstadt sind die Hoffnungen Jahr für Jahr groß, eine gute Saison zu spielen. Aber der Start in die Saison ist auch diesmal einigermaßen ernüchternd, nach dem 13:30 gegen die Indianapolis Colts stehen die Commanders bei 1-3.
Beim Spiel in London gegen die Colts fielen die Commanders regelrecht auseinander, nachdem Quarterback Marcus Mariota verletzungsbedingt das Spielfeld verlassen musste. Dabei war Mariota schon nur der Backup für Jayden Daniels, der nach einer Ellenbogenverletzung auf sein Comeback hinarbeitet.
Wohl kaum ein Team hatte in den letzten Jahren so viel Verletzungspech auf der Spielmacherposition. Immerhin könnte Daniels aber schon sehr bald wieder auf dem Feld stehen, vielleicht schon diese Woche.
Verlierer: Die Offense der Eagles
Bei der 20:24-Niederlage gegen die Los Angeles Rams spielte die Eagles-Offense historisch schwach und konnte keinen einzigen von zwölf Third Downs verwandeln. Kurz vor dem Ende führte Philadelphia noch mit 20:17, dann mussten die Eagles aber punten.
Matthew Stafford führte die Rams im Anschluss zum Touchdown, sein Gegenüber Jalen Hurts hatte keine Antwort mehr parat. Offensiv ist das einfach zu wenig von den Eagles, die nun bei 2-2 stehen.
Externer Inhalt
Dieser Inhalt stammt von externen Anbietern wie Facebook, Instagram oder Youtube.
Aktiviere bitte Personalisierte Anzeigen und Inhalte sowie Anbieter außerhalb des CMP Standards, um diese Inhalte anzuzeigen.
Verlierer: Die Referees Jeff Seaman und Adrian Hill
Dass Spieler Schiedsrichter bedrängen oder beleidigen ist in der NFL nichts Außergewöhnliches. Wenn die Referees aber selbst über die Stränge schlagen, ist das schon kurios.
In Week 4 passierte es gleich zweimal: Jeff Seeman beleidigte vor laufenden Kameras Cardinals-Tight-End Trey McBride, Adrian Hill schimpfte und gestikulierte wild in Richtung von Eric Wilson, nachdem ihm der Vikings-Linebacker eigentlich aufhelfen wollte.
Die NFL zeigte für dieses Verhalten wenig Verständnis und sperrte beide Schiris.
Weitere Football-News:

NFL
Seahawks machen Rückzieher bei Skandal-Profi

NFL
Lamar Jackson verletzt - Diagnose da

NFL
NFL live: Diese Spiele werden in Woche 5 live gezeigt - Übertragungen im Free-TV, Stream und Ticker

NFL
NFL-Skandal: Liga sperrt nach Ausrastern zwei Schiedsrichter

NFL
Historisch schwache Offense: Wie die Vikings die Liga auf den Kopf stellen

NFL
Bears-Legende soll gegenüber Security handgreiflich geworden sein


















