Klageabweisung beantragt
NFL: Rechtsstreit zwischen Liga und Ex-Head-Coach Jon Gruden geht in die nächste Runde
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von ran.deSeptember 2, 2025, Tampa, Florida, USA: Former Bucs head coach Jon Gruden answers questions from reporters during the Raise The Flags event at the Tampa Theatre on Tuesday, Sept. 2, 2025, in Tampa. Tampa USA - ZUMAs70_ 20250902_zan_s70_054 Copyright: xJeffereexWoox
Bild: ZUMA Press Wire
Der Rechtsstreit zwischen der NFL und Jon Gruden geht in die nächste Runde. Nun beantragt die NFL eine Klageabweisung.
Der Rechtsstreit zwischen Ex-Trainer Jon Gruden und der NFL eskaliert weiter: Nach einer Entscheidung des Nevada Supreme Court hat die Liga eine Klageabweisung beantragt. Der Fall wurde am Donnerstag an das Bezirksgericht in Nevada zurückverwiesen, woraufhin die NFL-Anwälte sofort zwei Anträge einreichten.
Gruden hatte im November 2021 gegen die NFL und Commissioner Roger Goodell geklagt. Er wirft der Liga eine "böswillige und orchestrierte Kampagne" vor, die seine Karriere zerstört habe. Auslöser waren E-Mails aus den Jahren 2011 bis 2018, die Gruden während seiner Zeit als "ESPN"-Analyst versendet hatte.
Darin fanden sich rassistische und andere abwertende Äußerungen. Die Inhalte wurden von Medien wie dem "Wall Street Journal" und der "New York Times" veröffentlicht, was zu Grudens Rücktritt als Head Coach der Las Vegas Raiders im Oktober 2021 führte. Gruden fordert Schadenersatz für den Verlust seiner Karriere und Werbeverträge.
NFL vs. Gruden: Liga fordert Abweisung der Klage
Die NFL weist die Vorwürfe entschieden zurück. In ihrem Antrag vom Donnerstag bezeichnen die Anwälte die Klage als "Versuch von Jon Gruden, der NFL und ihrem Commissioner die Konsequenzen für die rassistischen, misogynistischen und homophoben E-Mails zuzuschieben, die er selbst verfasst und weit verbreitet hat".
Die Liga beruft sich auf Nevadas Anti-SLAPP-Gesetz, das Klagen schützt, die die Meinungs- und Pressefreiheit einschränken sollen. Die E-Mails seien unverändert an die Medien weitergegeben worden, argumentieren die Anwälte - eine "klassische First-Amendment-Aktivität", die von der Pressefreiheit klar gedeckt sei.
Bereits 2022 hatte ein Richter in Las Vegas die NFL-Anträge auf Klageabweisung oder Schiedsverfahren abgelehnt. Das Schiedsverfahren wäre nach der NFL-Verfassung unter Aufsicht von Goodell erfolgt. Der Nevada Supreme Court wies die Berufung der Liga zurück und urteilte, die Schiedsklausel sei "unangemessen und gelte nicht für Gruden als ehemaligen Angestellten".
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Gruden, der die Raiders von 2018 bis 2021 trainierte und zuvor mit den Tampa Bay Buccaneers den Super Bowl 2003 gewann, arbeitet derzeit als Berater für die New Orleans Saints. Das Bezirksgericht muss nun über die NFL-Anträge entscheiden. Eine Abweisung würde den Fall vorerst beenden, andernfalls drohen teure Verhandlungen.
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