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3. Liga

1860 München: Unbekannter Geldgeber zahlt über 100 doppelte Dauerkarten für Sechzig-Fans - Ticker zum Löwen-Drama

Aktualisiert:

von ran.de/SID

ran Fußball Bundesliga

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Videoclip • 01:13 Min


1860 München hat keine Lizenz für die 3. Liga bekommen und muss in die Regionalliga zwangsabsteigen. ran zeigt alle neuen Entwicklungen im Ticker.

Der Zwangsabstieg des TSV 1860 München ist besiegelt. Das Gründungsmitglied der Bundesliga kann nach einem Streit mit Investor Hasan Ismaik die vom DFB geforderten 2,7 Millionen Euro nicht nachweisen.

Nach der Trennug vom Investor geht es für den einstigen Deutschen Meister in der Regionalliga weiter. Die Mannschaft für die neue Saison musste nahezu komplett neu zusammengestellt werden.

ran zeigt die neuesten Updates zum Lizenz-Drama bei den "Löwen" im Ticker.

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+++ 8. August, 14:15 Uhr: Unbekannter Geldgeber zahlt über 100 doppelte Dauerkarten für Sechzig-Fans +++

Im Insolvenz-Wirrwarr um 1860 München waren Dauerkarten ein Dauerthema. Denn Fans, die ihre Dauerkarte für die Saison 2026/27 vor der Insolvenz und der Trennung des Vereins von Investor Hasan Ismaik gekauft hatten, saßen nach der Übertragung des Spielrechts auf den e.V. plötzlich auf schon bezahlten, aber wertlosen Tickets.

Die Rückerstattung der Tickets und Anrechnung des Kaufpreises auf die nun gültigen Karten für die neue Saison glückte zwar bei Zahlungen via Kreditkarte, Debitkarte oder Paypal in vielen Fällen. Wer allerdings seine alte Dauerkarte via Banküberweisung bezahlte, schaute zunächst in die Röhre - bis nun ein anonymer Gönner auf den Plan trat.

Wie per Stadiondurchsage in der Halbzeit des ersten Saison-Heimspiels der "Löwen" gegen den FC Augsburg II (2:2) bekannt wurde, habe ein unbekannter Geldgeber bereits Zahlungen für 107 Dauerkarten auf eigene Kosten ausgeglichen - ein Gesamtwert von 34.243 Euro.

Auch die Sichtung und Abwicklung der Fälle habe der anonyme Helfer übernommen. Im Vorfeld habe der Unternehmer über das Fanportal "sechzger.de" Kontakt zu Betroffenen gesucht. Insbesondere Fans im Stehplatzbereich sowie Personen mit Schwerbehinderung habe er nun mit der Übernahme ihres doppelt gezahlten Tickets unterstützt.

+++ 29. Juni, 21:15 Uhr: Löwen-Fans stellen neuen Rekord auf +++

Egal wie schlecht es läuft, auf eines kann sich 1860 München immer verlassen: ihre Fans. Innerhalb von vier Stunden verkauften sich 3600 Dauerkarten. Nicht einmal 20 Stunden später waren über 5000 Dauerkarten weg. Und das, obwohl viele Fans schon Dauerkarten-Besitzer sind.

Zur Einordnung: In der Erwartung, in der kommenden Saison in der dritten Liga zu spielen, sicherten sich im Mai 8000 Löwen-Fans eine Dauerkarte. Ein Sitzplatz kostete 660 Euro, ein Stehplatz 330. Nach Zwangsabstieg, Insolvenz und der Neugründung einer Spielbetriebsgesellschaft (GmbH) wurden die rund vier Millionen Euro aus dem Dauerkartenverkauf Teil der Insolvenzmasse. Damit könnte eine anteilige Rückerstattung Jahre dauern.

Das Beeindruckende: Für die Fans von 1860 spielt das keine Rolle. Trotz Besitz einer vermeintlichen Dauerkarte und Regionalliga-Fußball wollen sie erneut eine Dauerkarte besitzen. Wie viele Tickets am Ende verkauft werden, bleibt abzuwarten. Nach BILD-Informationen soll jedenfalls bei 9500 gestoppt werden, da ein Gästeticket-Kontingent, Tageskarten und VIP-Tickets gewährleistet sein müssen.

Auch interessant: 3. Liga: Alle Infos zum Saisonstart - Aufstiegsfavoriten, VAR, TV-Übertragung, Joyn-Livestream

+++ 25. Juni, 21:10 Uhr: Offiziell: 1860 München stellt Insolvenzantrag +++

Die Profi-Fußballgesellschaft des abgestürzten Traditionsklubs 1860 München hat offiziell die Eröffnung eines Insolvenzverfahrens beantragt. Das zuständige Amtsgericht München bestellte den Münchner Max Liebig zum vorläufigen Insolvenzverwalter.

"Ziel ist es, schnellstmöglich ein Gesamtbild zu bekommen, um die nächsten Schritte zusammen mit der Geschäftsführung prüfen und einleiten zu können", sagte Liebig.

Die Löhne der Mitarbeiter sind laut Mitteilung mindestens bis einschließlich August 2026 durch das Insolvenzgeld gesichert. Der eingetragene Verein TSV 1860 München e.V. sei von den vorläufigen Insolvenzverfahren nicht betroffen.

1860 hatte zuvor die Lizenz für die 3. Liga nicht erhalten und muss zum zweiten Mal nach 2017 den Gang in die Regionalliga antreten.

Auch interessant: TSV 1860 München: Ticket-Ärger nach Zwangsabstieg - 8000 Dauerkarten wertlos!

+++ 19. Juni, 12:40 Uhr: DFB bestätigt - 1860 legt Beschwerde gegen Zwangsabstieg ein +++

Bleibt der TSV 1860 München doch in der 3. Liga? Die "Löwen" haben nun beim DFB Beschwerde gegen den Zwangsabstieg eingelegt. Der Verband bestätigte entsprechende Berichte von "Bild" und "Süddeutsche Zeitung".

Als Folge daraus werde der Verband demnach zeitnah vor dem DFB-Bundesgericht eine mündliche Verhandlung ansetzen. Dabei soll darüber entschieden werden, ob der Nachweis der für die Lizenzerteilung notwendigen Summe von 2,3 Millionen Euro, die Investor Hasan Ismaik mittlerweile bereitgestellt haben soll, doch rechtens ist. Die ursprüngliche Lizenzfrist war am 4. Juni um 17 Uhr verstrichen.

Dieser Schritt ist wohl auch im Falle einer möglichen Insolvenz für die KGaA wichtig, um belegen zu können, dass man alles versucht hätte. Die Aussichten auf Erfolg der Beschwerde wurden im Vorfeld jedoch bereits als sehr gering eingeschätzt.

Sollte der DFB nun doch im Sinne der "Sechziger" entscheiden, droht das absolute Chaos, heißt es in dem Bericht weiter. So müsste etwa der ablösefreie Transfer von Sean Dulic zur TSG Hoffenheim offenbar entweder rückabgewickelt oder eine Ablöse nachverhandelt werden. Zudem würde die Kündigung von Hauptsponsor "Die Bayerische" ihre Gültigkeit verlieren, da deren Sonderkündigungsrecht nur im Falle des Abstiegs in die Regionalliga gilt. Außerdem würden die bereits verkauften Dauerkarten von rund 8000 Stück für die 3. Liga ihre Gültigkeit behalten.

Daneben steht weiterhin die Kündigung des Kooperationsvertrags vom 4. Juni im Raum. Dieser regelt, dass das Spielrecht, das beim Verein liegt, an die KGaA übertragen wird. An dieser hält Ismaik weiterhin 60 Prozent der Anteile. Wie es in der Meldung weiter heißt, könnten Ismaik und sein Anwalt Dr. Peter Gauweiler Rechtsmittel einlegen und auf Treuepflicht gegenüber der Gesellschaft klagen.

Auf der Mitgliederversammlung der "Löwen" am Sonntag soll darüber abgestimmt werden, ob ohne die KGaA und stattdessen mit einer vom Verein gegründeten Gesellschaft in der Regionalliga angetreten wird. Für diesen Plan bräuchten die Klubführung um Präsident Gernot Mann eine Dreiviertel-Mehrheit der Mitglieder.

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