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Fußball

Bundesliga: Erkenntnisse zum Saisonstart vom FC Bayern München - Saibari drängt in die Startelf, Neuer hat es immer noch drauf

Veröffentlicht:

von Christoph Gailer

ran Fußball Bundesliga

FC Bayern - Joshua Kimmich lacht über Statistik: "Skandal"

Videoclip • 01:02 Min


Der FC Bayern München hat zum Auftakt der Bundesliga-Saison einen überzeugenden 5:1-Sieg gegen den VfB Stuttgart eingefahren. ran zeigt die Erkenntnisse zur starken Vorstellung des amtierenden Meisters.

Dem amtierenden Meister FC Bayern München ist zum Auftakt in die Bundesliga-Saison 2026/27 gleich ein Statement-Sieg gelungen.

Die Mannschaft von Coach Vincent Kompany fertigte den VfB Stuttgart letztlich auch in dieser Höhe verdient mit 5:1 (1:0) ab und setzte damit ein klares Zeichen, dass der Titel in dieser Spielzeit erneut nur über den Rekordmeister führen wird.

Zudem gaben die ersten 90 Minuten der Bundesliga-Spielzeit auch bereits erste Erkenntnisse rund um den FC Bayern. ran zeigt diese.

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Zwei Vorlagen als Joker: Saibari drängt sich für die Startelf auf

Der im Sommer für kolportierte 50 Millionen Euro verpflichtete Ismael Saibari kommt bislang nur als Joker zum Einsatz, nachdem er von der WM mit einer Verletzung zurückkehrte und seinen Dienst an der Säbener Straße antrat. Doch die Teilzeit-Einsätze könnten wohl bald der Vergangenheit angehören.

"Er spielt sehr clever, hat ein gutes Fußballverständnis, was sehr wichtig für uns ist", lobte Harry Kane den marokkanischen Neuzugang nach dem Stuttgart-Spiel - und das zurecht. Erst in der 61. Minute eingewechselt, steuerte Saibari in der verbleibenden Spielzeit noch zwei Assists bei. Das gelang laut dem Daten-Dienstleister "Opta" seit Beginn der Datenerfassung nur wenigen Spielern bei ihrem Bundesliga-Debüt, unter anderem Luis Diaz, Toni Kroos und dem Ex-Bremer Diego.

"Ich visualisiere immer, dass ich Tore erziele und Assists gebe. Es ist toll, dass mir heute gleich zwei Assists gelungen sind, das ist ein guter Start für mich", erklärte der 25-Jährige in der Mixed Zone der Allianz Arena. So drängt er sich auch unweigerlich für die Bayern-Startelf auf.

Brown sieht keine so großen Unterschiede als Zehner

Aufgrund der zahlreichen Ausfälle hatte Kompany beim Franz Beckenbauer Supercup überraschend Neuzugang Nathaniel Brown als Zehner aufgeboten und der Ex-Frankfurter brillierte in dieser Rolle.

"Alle unsere Außenverteidiger könnten das spielen, weil die Rolle ziemlich ähnlich ist", sagte der Nationalspieler, der eigentlich für die Position des Linksverteidigers verpflichtet wurde, "man hat als Zehner halt einen Gegner mehr im Rücken, das ist schon ein bisschen anders als als Linksverteidiger".

Während Brown beim Supercup-Sieg in Dortmund einer der Matchwinner war, blieb er am Freitagabend gegen den VfB jedoch etwas unauffälliger als Aushilfs-Zehner in Abwesenheit von Jamal Musiala oder Serge Gnabry sowie Lennart Karl.

Auch ohne Kane-Gala: Bayerns Kaderstärke bewährt sich auch in Topspielen

Die Bayern lieferten zum Saisonauftakt eine Gala-Vorstellung gegen den Champions-League-Teilnehmer Stuttgart - und brauchen dafür gar keine Treffer von Torjäger Harry Kane.

Der Engländer, in der Vorsaison erneut Bundesliga-Torschützenkönig, war zwar erneut unglaublich mannschaftsdienlich, hatte aber diesmal keine direkte Torbeteiligung. Immerhin musste sich der Stürmer-Star damit auseinandersetzen, dass er vor allem zu Beginn über den ganzen Platz von seinem direkten Gegenspieler Jeff Chabot verfolgt wurde.

Gebracht hat diese Mann-gegen-Mann-Verteidigung den Schwaben am Ende aber nichts, denn dann hat halt Kane kein Tor gemacht, aber andere Superstars sprangen gerne ein. Diese Partie zeigt auch: Die Bayern brauchen ob der Kaderqualität mittlerweile auch gegen Topgegner wie den VfB nicht mehr immer eine Kane-Gala, um überzeugend zu gewinnen.

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Neuer hat's immer noch drauf

In seinem 600. Pflichtspiel für den FC Bayern München hat Keeper Manuel Neuer einen weiteren Sieg zu seiner glanzvollen Karriere hinzugefügt. In seiner mutmaßlich letzten Saison zeigt der 40-Jährige immer noch, dass er es absolut drauf hat.

In der 52. Minute wehrte der Weltmeister von 2014 einen Kopfball von Chabot aus kürzester Distanz durch einen Mega-Reflex ab. Pech für ihn, dass die Bayern den Ball dann nicht entscheidend klären konnten und so der VfB-Treffer durch Joshua Vagnoman in weiterer Folge fällt. Kritik von Neuer für seine Defensive? Mitnichten. Stattdessen zeigte der Routinier sogar leichte Selbstkritik. "Klar, die Reaktion ist gut, aber ich kann ihn auch nicht besser weglenken, muss ich auch sagen, aus der kurzen Distanz", sagte Neuer bei ran.

So oder so ist der Gelsenkirchener nicht zuletzt wegen seines Mega-Reflexes gegen Chabot ohnehin über jeden Zweifel erhaben. "Das war wieder eine Weltklasse-Parade. Den habe ich schon drin gesehen, aber er kriegt halt die Pranke hoch. Also wirklich unglaublich", lobte ran-Experte Markus Babbel.

Kimmichs Standards sind eine echte Waffe für die Bayern

Einer der Väter des Bayern-Erfolges am Freitagabend war mal wieder Joshua Kimmich. Der Kapitän der Nationalmannschaft steuerte zwei Vorlagen beim Sieg gegen seinen Ex-Klub bei. Genial war sein Pass aus dem Fußgelenk zum zwischenzeitlichen 2:1 des Rekordmeisters auf den Torschützen Michael Olise. Doch auch die erste Vorlage lässt die Bayern-Fans für die Zukunft hoffen.

Mit seinem präzisen Eckball gab Kimmich schon die Vorlage zum Führungstreffer zum 1:0 von Dayot Upamecano. "Wir wissen, dass wir oft nur ein, zwei Pässe von einem Tor entfernt sind. Aber Standards sind natürlich auch ein Mittel. Da brauchen wir dann unsere Büffel-Innenverteidiger, die da mal einen einnicken", sagte Kimmich nach Schlusspfiff.

Dass der Routinier ruhende Bälle kann, ist ja nichts Neues. Aber kommen die Bälle so wie beim Upamecano-Tor in Zukunft öfter, könnten Kimmich-Ecken zu einer echten Bayern-Waffe werden.

Trotz erneuter Pleite: Stuttgarts Mut wird irgendwann belohnt

Wieder zumindest teils sehr mutig, wieder erfolglos. Der Negativ-Lauf der Stuttgarter gegen den FC Bayern setzte sich auch zum Start in die neue Saison fort. Nun haben die Schwaben in sieben Pflichtspielen in Folge gegen die Münchner verloren - fast auf den Tag genau drei Monate nach dem verlorenen DFB-Pokalfinale im Mai 2026 (0:3).

Dieses Mal versuchte es VfB-Coach Sebastian Hoeneß phasenweise mit Mann-gegen-Mann-Verteidigung über das gesamte Spielfeld und feierte so einen Teilerfolg. Bis 35 Minuten vor dem Ende hielt Stuttgart ein Remis in der Allianz Arena, ehe dem Ausgleich fast postwendend das 2:1 der Bayern folgte.

Wenn Stuttgart auch künftig ähnlich mutig auftritt, wird aber irgendwann der Lohn kommen und die Pleiten-Serie gegen den Rekordmeister enden.

Auch interessant: Harry Kane zur Vertragsverlängerung: Es sieht "ziemlich gut" aus

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