Bundesliga
FC Bayern München - Der FCB darf sich vom Erfolg nicht blenden lassen - Kommentar
Aktualisiert:
von Andreas ReinersFußball Testspiel FC Rottach-Egern - FC Bayern München am 18.07.2023 im Stadion am Birkenmoos in Rottach-Egern Thomas Tuchel Trainer / Cheftrainer München , links - Uli Hoeneß Ehrenpräsident München , rechts *** Soccer test match FC Rottach Egern FC Bayern Munich on 18 07 2023 in the stadium at Birkenmoos in Rottach Egern Thomas Tuchel coach head coach Munich , left Uli Hoeneß honorary president Munich , right xMSx
Bild: IMAGO/Revierfoto
Der FC Bayern München blickt auf eine erfolgreiche Anfangsphase der Saison, die aber die Probleme übertüncht. Die Verantwortlichen dürfen sich davon nicht blenden lassen. Ansonsten würde der Rekordmeister wohl sehenden Auges ins eigene Verderben laufen. Ein Kommentar.
Von Andreas Reiners
Das große Dauer-Thema war keines. Ausnahmsweise mal.
Thomas Tuchel dürfte Manuel Neuer deshalb ein bisschen dankbar gewesen sein. Denn vor dem Bundesliga-Spiel des Rekordmeisters gegen Aufsteiger Darmstadt 98 (Sa., ab 15:30 Uhr im Liveticker) drehte sich auf der Pressekonferenz fast alles um das Comeback des Torhüters, und nicht um den dünnen Kader des FCB.
Doch nur, weil die Winterpause noch ein wenig hin ist und aktuelle Geschichten die Dauer-Story zeitweise beiseiteschieben, bedeutet das nicht, dass der Problem-Plot vom Tisch wäre.
Im Gegenteil.
Doch man gewinnt den Eindruck, dass die Bayern genau das am liebsten tun würden: die Baustellen ausblenden. Außer Tuchel, der nicht müde wird, Alarm zu schlagen, von den Verantwortlichen aber regelmäßig eingebremst wird.
Erst der unmissverständliche Auftrag von Vorstandschef Jan-Christian Dreesen, der Trainer solle kreativ werden. Dann der wortgewaltige Einwand von Uli Hoeneß, der Kader sei nicht zu dünn.
Jetzt die Gerüchte, der FC Bayern könnte von einer Verpflichtung von Joao Palhinha Abstand nehmen, weil der Wunschspieler Tuchels durch den peinlichen Deadline Day und die Folgen (neuer Vertrag) nun noch teurer wird.
Das Wichtigste in Kürze
FC Bayern: Ernüchternder Winter?
Bahnt sich da etwa ein ernüchternder Winter an? Das wäre fatal. Denn der Rekordmeister würde wohl in diesem Falll sehenden Auges ins eigene Verderben laufen.
Ja, es mag sein, dass der FCB die Personalprobleme und die mangelnde Tiefe des Kaders bislang gut abfangen konnte, ergebnistechnisch hat sich der dünne Kader so gut wie gar nicht ausgewirkt. Seit der 0:3-Pleite im Supercup gegen RB Leipzig blieben die Münchner in zwölf Spielen ungeschlagen, bei nur zwei Unentschieden gegen Leverkusen (2:2) und in Leipzig (2:2).
Es läuft in allen Wettbewerben im Grunde nach Plan.
Doch ob das bis zur Crunch Time der Saison im Frühjahr gut geht? Neben einer numerischen Problematik gibt es auch die qualitative beziehungsweise spielerische. Die bisherige Hinrunde hat das eindrucksvoll bewiesen.
Wie sich die Bayern zum Beispiel durch die Champions League manövrieren - erfahren, abgezockt, erfolgreich, aber gegen europäischen Durchschnitt auch fehleranfällig, verwundbar und teilweise wenig überzeugend -, zeigt, wie viel Qualität der Kader bereits hat, aber auch, dass Feinjustierungen weiterhin dringend nötig sind. Sowohl in der Tiefe als auch in der Breite.
Doch das kostet natürlich. Im Winter, wenn die Verzweiflung größer ist als das Angebot, sowieso.
FC Bayern: Bestes Beispiel steht auf dem Platz
Die Ironie der Bayern-Situation: Sie haben den Beleg dafür, dass millionenschwere Investitionen auf Anhieb weiterhelfen und eine Mannschaft sofort besser machen können, wenn sie auf dem Platz stehen. Die Bemühungen um Superstar Harry Kane haben sich gelohnt, auf dem Platz und abseits des Rasens. Die 100 Millionen Euro sind ideal investiert.
Das sollte Ansporn für weitere Deals sein, die ein neues Niveau ermöglichen. Die Bayern wurden durch den verpatzten Deadline Day zu ihrem Glück gezwungen, und bislang ging die gewagte Rechnung zwar auf, indem Mannschaft und Trainer die Situation angenommen und fast das Maximum herausgeholt haben.
Eine Erfolgsgarantie für die restliche Saison ist das aber nicht, eine Immunität gegen Verletzungen erst recht nicht. Erneutes Zögern und Zaudern auf dem Transfermarkt kann die ambitionierten Ziele daher massiv gefährden.
Deshalb darf sich der FC Bayern vom aktuellen Erfolg nicht blenden lassen. Sondern muss das Dauer-Thema im Winter endlich beenden.
Bundesliga-Transfergerüchte: Kim rückt in den Fokus des FC Chelsea

Minjae Kim (FC Bayern)
Der FC Chelsea beschäftigt sich laut Bayern-Insider Christian Falk mit einer möglichen Verpflichtung von Abwehr-Star Minjae Kim. Zwar liege noch kein konkretes Angebot vor, jedoch haben die "Blues" angeklopft. Der FC Bayern würde sich demnach ab 30 bis 40 Millionen Euro gesprächsbereit zeigen. Auch Tottenham, AC Mailand und Inter Mailand seien am Südkoreaner interessiert, ...RHR-Foto

Minjae Kim (FC Bayern)
...noch deutet aber nichts konkret auf einen Abschied hin. Laut Falk ist Kim auch ohne Stammplatz mit seiner Rolle in München zufrieden. Die Bayern schätzen den Innenverteidiger als starken ersten Backup, selbst wenn dieser dafür ein sehr deftiges Gehalt bezieht. Stand jetzt habe Kim nicht die Absicht, die Bosse über einen Wechselwunsch zu informieren.Marco Canoniero

Yan Diomande (RB Leipzig)
Leipzig-Youngster Yan Diomande zählt zu den großen Entdeckungen der Saison. Dies hat offenbar auch Manchester United festgestellt, die laut der spanischen Zeitung "Sport" Interesse am 19-Jährigen haben sollen. Demnach hätte der Flügelspieler die ManUnited-Bosse mit seiner "Schnelligkeit und Dribbelfähigkeit" beeindruckt. Allerdings läuft sein Vertrag bei RB bis Sommer 2030, sodass die mögliche Ablöse sehr hoch ausfallen dürfte.AFP/SID/RONNY HARTMANN

Victor Osimhen (Galatasaray Istanbul)
Victor Osimhen steht nun wohl doch auf dem Zettel des FC Bayern. Der Rekordmeister prüft laut "FussballTransfers", ob ein Transfer des nigerianischen Torjägers möglich sein könnte. Osimhen wurde dem FC Bayern bereits im Winter angeboten, allerdings lehnte Max Eberl einen Transfer damals noch ab. Nun beschäftigen sich die Münchner Verantwortlichen erneut mit dem Angreifer. Auch Osimhen selbst kann sich einen Wechsel nach München offenbar gut vorstellen. Neben dem FC Bayern zeigen allerdings auch andere Klubs Interesse - darunter mehrere Vereine aus Saudi-Arabien.IMAGO/Buzzi

Luka Vuskovic (Hamburger SV)
Kann der HSV Innenverteidiger Luka Vuskovic halten? "Ich bin Überzeugungstäter. Natürlich glaube ich auch fußballromantisch an Dinge, die schwer vorzustellen sind", sagte Hamburgs Trainer Merlin Polzin der "Bild". Der Kroate ist von Tottenham Hotspur ausgeliehen und liegt bei einem Marktwert von 40 Millionen Euro. Dabei wähnt sich Polzin mit einem Trumpf in der Hand. "Wir wissen auch, was im November passiert..." Dabei spielt Polzin auf das Comeback von Lukas Bruder Mario Vuskovic nach Doping-Sperre an.IMAGO/HMB-Media

Said El Mala (1. FC Köln)
Köln-Juwel Said El Mala steht bei einigen Klubs auf dem Zettel, einer wirbt aber wohl besonders intensiv um die Dienste des 19-Jährigen: Brighton & Hove Albion mit Trainer Fabian Hürzeler. Laut "Sky" plant der Premier-League-Klub im kommenden Sommer einen weiteren Vorstoß. Schon in den vergangenen beiden Transferfenstern hat der Klub demnach erfolglos wegen eines möglichen Transfers angefragt. Sein Vertrag in Köln läuft noch bis 2030.IMAGO/Revierfoto

Rocco Reitz (Borussia Mönchengladbach)
Borussia Mönchengladbach könnte im Sommer 2026 wohl Rocco Reitz verlieren. Laut "Sky" soll RB Leipzig großes Interesse am 23-Jährigen haben. Dem Bericht nach hat Reitz in seinem Kontrakt offenbar eine Ausstiegsklausel in Höhe von 28 Millionen Euro. Zudem gibt es wohl auch weitere Interessenten wie Eintracht Frankfurt, Bayer Leverkusen und Brighton & Hove Albion. Reitz' Vertrag bei den "Fohlen" läuft noch bis Sommer 2028.2025 Getty Images

Jeremy Monga (Leicester City)
Beim englischen Zweitligisten sorgt der erst 16-jährige Jeremy Monga für Aufsehen. Entsprechend sind schon einige Topklubs auf den Teenager aufmerksam geworden. Laut "Teamtalk" gehören auch der FC Bayern und Borussia Dortmund zu den Interessenten an Monga. Demnach sollen auch beide Klubs schon Gespräche mit dem Offensivspieler geführt haben, ...2025 Getty Images

Jeremy Monga (Leicester City)
... der aufgrund der Statuten aber erst im Jahr 2027 nach Deutschland wechseln dürfte. Die Konkurrenz im Werben um den Engländer ist aber wohl riesig. Juventus Turin, Real Madrid und PSG haben wohl ebenfalls schon Kontakt zu Monga aufgenommen, auch die englischen Topklubs Liverpool und Tottenham seien hinter dem Toptalent her, heißt es.2025 Getty Images

Julian Ryerson (Borussia Dortmund)
Landet ein BVB-Stammspieler beim FC Barcelona? Wie "Sky" berichtet, hat Barca offenbar ein Auge auf Julian Ryerson geworfen. Der Norweger soll demnach ein günstiger Ersatz für Jules Kounde sein, der in Katalonien vor dem Abgang steht. Erste Gespräche sollen demnach bereits stattgefunden haben. Ob der BVB einem Abgang jedoch zustimmen würde, ist offen.2025 Getty Images
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