Bundesliga
FC Bayern München: Nach geplatztem Deadline-Deal - Hoffnung auf Boey-Verkauf lebt wieder
Aktualisiert:
von Mike Stiefelhagenran Fußball Bundesliga
FC Bayern: Wechselt Boey noch? Freund ordnet Wahrscheinlichkeit ein
Videoclip • 54 Sek
Sacha Boey hätte den FC Bayern München am Deadline-Day fast noch verlassen, jedoch kam ein Deal mit dem FC Fulham nicht zustande. Es gibt allerdings offenbar eine neue heiße Spur.
Wird der FC Bayern München seinen Verkaufskandidaten Sacha Boey doch noch los? Laut Informationen von "Bild"-Reporter Christian Falk führt der Rekordmeister aktive Gespräche mit mehreren Vereinen aus der Saudi Pro League. Das klare Ziel ist dabei ein Verkauf des eigentlich noch bis 2028 gebundenen Franzosen.
Boey selbst soll laut Falk grundsätzlich offen für einen Wechsel nach Saudi-Arabien sein, wodurch ein Abschied tatsächlich realistisch sein dürfte. Unklar ist jedoch, mit welchen Klubs genau die Bayern im Austausch stehen.
Der Rechtsverteidiger hatte sich unlängst von seinen Agenten Moussa Sissoko getrennt, weshalb er nun von Familienmitgliedern vertreten wird, die in den Verhandlungen auftreten. Alle Parteien haben noch bis zum 12. September die Chance auf eine Einigung. Erst dann schließt auch das Fenster für Wechsel nach Saudi-Arabien.
Boey-Verkauf? Saudi Pro League die letztverbliebene Möglichkeit
Die Saudi Pro League stellt für den FC Bayern so etwas wie die letzte Chance dar.
Das Transferfenster in den fünf europäischen Top-Ligen ist längst geschlossen und auch Wechsel in die Niederlande, nach Österreich oder in die Türkei sind inzwischen nicht mehr möglich.
Bliebe noch die Schweizer Super League, deren Frist auf den 8. September datiert ist, jedoch ist ein solcher Wechsel aufgrund der fehlenden Finanzkraft der Klubs eher unrealistisch.
In der Saudi Pro League werden hingegen ähnliche Gehälter gezahlt wie beim FC Bayern.
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Freund über Boey: "Hat sich sehr professionell verhalten"
"Die Zeit wird kürzer, ganz klar", betonte Freund nach dem 4:1-Sieg im DFB-Pokal beim VfL Osnabrück. Am Tag zuvor hatte der Verantwortliche des Rekordmeisters noch deutlich optimistischer geklungen.
"Wir werden sehen, ob noch etwas passiert. Das kann ich jetzt nicht zu hundert Prozent sagen", hatte der Österreicher betont. Der FCB bereitet sich derweil bereits auf das Worst-Case-Szenario und damit einen Verbleib Boeys vor. "Sehr korrekt wird dann mit ihm umgegangen", stellte der Bayern-Boss klar.
Der Defensivspieler ist kürzlich wieder ins Mannschaftstraining eingestiegen. Sollte sich kein Wechsel ergeben, wird er weiter versuchen, sich für einen Kaderplatz unter Kompany zu empfehlen.
Die Reise zum Pokalspiel nach Osnabrück hatte er nicht angetreten. "Das war eigentlich nur Thema in Rücksprache mit Sacha, weil er sich nicht mehr verletzen wollte, wenn ein Wechsel zustande gekommen wäre", so Freund weiter. Beim Bundesliga-Duell auf Schalke steht Boey auch nicht im Kader.
Boey habe sich trotz allem "sehr professionell verhalten und eine gute Vorbereitung gemacht, gute Spiele absolviert und gut trainiert". Sollte er in München bleiben, "wird er ganz normal Mitglied unseres Teams sein."
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Sacha Boey spielt beim FC Bayern keine Rolle mehr
Die Verantwortlichen des FC Bayern hatten Boey bereits vor dem Deadline Day deutlich gemacht, dass er in den sportlichen Planungen von Trainer Vincent Kompany keine Rolle mehr spielt. Der Rekordmeister wollte ihn bei einem passenden Angebot dauerhaft abgeben.
Boey war im Januar 2024 für rund 30 Millionen Euro von Galatasaray Istanbul nach München gewechselt. Durch vereinbarte Bonuszahlungen hätte die Ablösesumme auf bis zu 35 Millionen Euro steigen können. Sein Vertrag läuft noch bis zum 30. Juni 2028.
In München konnte sich Boey allerdings nie dauerhaft durchsetzen. Mehrere Verletzungen bremsten den Rechtsverteidiger früh aus. Bislang absolvierte er nur 37 Pflichtspiele für den FC Bayern und erzielte dabei ein Tor.
Im Februar 2026 kehrte Boey auf Leihbasis zu Galatasaray zurück. Der türkische Meister ließ die vereinbarte Kaufoption nach dem Ende der Saison jedoch verstreichen. Der Außenverteidiger musste deshalb im Sommer wieder nach München zurückkehren.
Wie es nun mit dem Franzosen an der Säbener Straße weitergehen wird, bleibt abzuwarten.
Auch interessant: Die Noten der Bayern-Stars gegen Osnabrück Und: Bayern im Schiri-Glück: Olise-Tor war irregulär
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