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Jonathan Tah wettert gegen Spielerberater: "Hör auf mit der Sch..."

Aktualisiert:

von Julian Bachmann

ran Fußball Bundesliga

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Videoclip • 01:05 Min


Dramen zwischen Fußballern und ihren Beratern gibt es immer wieder. Bayern-Innenverteidiger Jonathan Tah kritisiert beide Seiten scharf.

Im Podcast mit Tim Gabel spricht DFB-Spieler Jonathan Tah offen über seine Erfahrungen mit Spielerberatern.

Während seiner Abrechnung mit diesen geht er auf eigennützige Deals, unwissende Fußball-Profis und Betrügereien ein. Tah selbst wird von Pini Zahavi beraten.

"Wenn die merken, die können mit dir Geld verdienen, dann kommen sie auf dich zu und wollen mit dir zusammenarbeiten", sagt der 30-Jährige.

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Jonathan Tah: "So viel, was hinter dem Rücken der Spieler passiert"

Eigennützige Spielerberater sind im Fußball wohl keine Seltenheit. Tah kritisiert, dass nur in wenigen Fällen die Interessen des Spielers an erster Stelle stehen würden. Oftmals seien es nämlich die der Berater selbst. Deshalb appelliert er: "Verdiene so viel Geld wie du möchtest, aber sei einfach straight, ehrlich, korrekt und ein guter Mensch. Du brauchst nicht erzählen, dass du kein Geld verdienen möchtest."

Denn häufig spielen die Berater wohl nicht mit offenen Karten und profitieren von der Unwissenheit der Profis. "Es gibt so viel, was hinter dem Rücken der Spieler passiert, was der Spieler gar nicht mitbekommt. Man fragt nicht nach und will eigentlich damit auch nichts zu tun haben. Du verdienst am Ende als Spieler weniger Geld, weil der Berater einen Deal mit dem Verein macht und sich das Geld selbst in die Taschen steckt", betont er.

Obwohl er weiß, dass es viele nicht befürworten, spricht der Nationalspieler weiter offen über die Thematik, da ihm die Wichtigkeit dessen zu groß sei. Daher machte er deutlich: "Ich finde es immer schlimm, wenn du unfair und nicht ehrlich gegenüber den Menschen bist, mit denen du arbeitest. Deswegen finde ich es schlimm und gut, dass man darüber redet".

Jonathan Tah: Beziehung zwischen Beratern und "Riesen-Babys"

Zum Problem gehören aber immer zwei Leute. Podcast-Host Gabel betonte, dass es ihm so vorkommen würde, dass sich viele Fußball-Profis aber auch keinerlei Verantwortung über die Menge an Geld, die sie verdienen, bewusst sind und bezeichnet sie als "Riesen-Baby". Genau das würden die Berater schamlos ausnutzen.

Tah stimmt ihm in allen Belangen zu: "Du sprichst mir aus der Seele. Ich finde das so schlimm teilweise zu beobachten, weil das Riesen-Baby, was dann da steht, – und die Leute sind Ende 20 bzw. Anfang 30 – und du denkst dir nur: 'Bro, hast du dich mal mit dir selbst auseinandergesetzt?' Es geht auch um Geld, aber nicht nur, sondern um dein gesamtes Leben."

Genau deshalb betonte der Bayern-Star die wichtige Rolle des Beraters, aber auch dem persönlichen Umfeld des Spielers. Sie seien dafür da, dass der Profi mit dem Trubel um seine Person lernt Verantwortung zu übernehmen. Berater, die zu allem 'Ja' sagen, seien daher ein großes Problem: "Es ist nicht jeder (Berater, Anm. d. Red.) so, aber man muss darüber reden, weil es noch zu viele gibt, die genauso sind. Das kann man nicht akzeptieren, das geht nicht".

Auf die Frage vom Podcast-Host, wie viele Spielerberater Tahs Alarmglocken läuten lassen würden, antwortet Tah ehrlich: "70 Prozent".

Hinzu fügt er: "Es ist nicht jeder ein ganz ekeliger, der ganz bewusst jemand anderen verarscht. Ich rede ganz bewusst von denjenigen, bei denen ich das Gefühl habe, das Umfeld sind nur Ja-Sager, die nicht wollen, dass der Spieler wächst und aus sich herauskommt".

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Jonathan Tah: So hoch schätzt er die Quote an Betrügern unter Beratern

Ähnlich erschreckend ist seine geschätzte Quote an Betrügern in der Branche.

"Beim Scam von Beratern würde ich locker 40, 50 Prozent schätzen. Es kann auch sein, dass ich falsch liege und alle korrekt sind, aber ich glaube nicht", offenbart Tah.

Unter diese fällt sein Berater Pini Zahavi und sein deutscher Vertreter Max Bielefeld offensichtlich nicht. Deren Beziehung beruht wohl auf Offenheit: "Wir reden über Business, also sitzen wir hier wie Business-Leute und nicht als Fußballer. Hör auf mit der Scheiße und lass uns wie Business-Leute sprechen. Das mag ich an Pini gerne", stellt Tah klar.

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