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Champions League

Champions League: Arsenal muss sich für Erfolg nicht entschuldigen! Ein Kommentar

Veröffentlicht:

von Kai Esser

ran Fußball

Arsenal vs. Atletico: Müder Kick? Fans vermissen Bayern gegen PSG

Videoclip • 02:01 Min


Der FC Arsenal hat beste Chancen ins Finale der Champions League einzuziehen - und auch auf einmal wieder auf den Gewinn der Premier League. Für ihre Spielweise müssen sich die Gunners nicht entschuldigen.

Man muss nicht um den heißen Brei herumreden. Wenn man das Halbfinal-Hinspiel zwischen Paris St. Germain und dem FC Bayern München neben das zwischen dem FC Arsenal und Atletico Madrid legt, dann kann Letzteres nicht mit dem Tor-Spektakel vom Prinzenpark mithalten.

Das liegt aber nicht nur daran, dass die Bayern und PSG schon jetzt einen Klassiker produziert haben. Es liegt vor allem daran, dass Arsenals Stärke darin liegt, Tore vor allem zu verhindern. Wenn sie selbst treffen, dann meistens über Standards.

Dementsprechend sind die Spiele auch ohne diesen unfairen Vergleich nicht gerade attraktiv. Fans im Netz fordern fast schon Entschuldigungen für ihre "verschwendete" Zeit, ein Arsenal-Spiel zu schauen.

Aber wofür genau sollte sich Arsenal entschuldigen? Sie sind auf dem besten Wege, eine gute Chance auf zwei Titel zu haben.

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Arsenal-Spielstil: Fußball ist Ergebnissport

Dass die Gunners nicht die Sterne vom Himmel spielen, das dürften auch die Londoner Akteure selbst einräumen. Gleichzeitig würden sie dann aber wohl geschlossen auf die Fakten verweisen, die ihr "langweiliger" Spielstil bisher vorgebracht hat.

Und die sind eindeutig: In der Liga hat Arsenal die meisten Siege, die wenigsten Niederlagen, die zweitmeisten Tore und die mit Abstand wenigsten Gegentore. In der Champions League beendeten sie die Ligaphase auf Platz eins mit acht Siegen aus acht Spielen und haben auch in der K.o-Phase bisher kein Spiel verloren.

Noch Fragen?

Arsenal ist die fleischgewordene Reinkarnation der Phrase "Fußball ist Ergebnissport." Dafür muss sich weder jemand entschuldigen noch schämen. Es ist nicht so, als würde das Team von Mikel Arteta mit unerträglichem Zeitspiel und Schauspieleinlagen die Fußballwelt gegen sich aufbringen.

Schöne Grüße an die AS Roma unter Jose Mourinho 2023, die mit mehr Theatralik glänzte, als im alten Coloseum zu Caesars Zeiten und trotzdem ins Finale der Europa League kam.

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FC Arsenal: Lieber "Invincible" oder Henkelpott?

Es ist nicht so, als hätten die Arsenal-Fans nicht schon andere Zeiten erlebt. Zu den besten Zeiten von Thierry Henry, Robin van Persie oder Mesut Özil spielte Arsenal unter Trainer Arsene Wenger mit den besten Fußball Europas.

Die Champions League gewannen sie trotz ihrer ungeschlagenen Saison 2003/2004 und ihrer CL-Finalteilnahme 2006 gegen den FC Barcelona nie. Also was ist dem gemeinen Fan, nicht nur dem Arsenal-Fan, wohl lieber?

Frei nach Per Mertesacker: "Sollen wir wieder schön spielen und ausscheiden?" Die Antwort wäre bei jedem wohl gleich. Man kann ja mal beim ungeliebten Nachbarn aus dem Stadtteil Chelsea nachfragen, ob es heute noch irgendjemanden interessiert, dass die Spielweise der 2012er Champions-League-Sieger von München nicht die Schönste war.

Durch den Lapsus der Premier-League-Konkurrenz von Manchester City, die trotz des (ehemaligen) besten Trainers der Welt, Pep Guardiola, die Premium-Chance auf den Titelgewinn in England trotz Schwächephase der Gunners vergeigten, stehen die Gunners möglicherweise vor dem Double.

Wenn sie das erreichen, indem sie "nur" gut verteidigen und vorne ihre Standards nutzen, dann muss sich dafür am Ende ganz bestimmt niemand entschuldigen.

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