Champions League
FC Bayern gegen Paris Saint-Germain: Drei Dinge, die der FCB im Rückspiel besser machen muss
Veröffentlicht:
von Justin Kraftran Fußball
FC Bayern - Vincent Kompany überrascht: "Offensiv-Trio von PSG?"
Videoclip • 02:33 Min
Der FC Bayern will am Mittwochabend gegen Paris Saint-Germain ins Finale der Champions League einziehen. Drei Dinge, die der FCB im Vergleich zum Hinspiel besser machen muss.
5:4 klingt nach einem Ergebnis, das nach Hin- und Rückspiel erzielt wurde. Tatsächlich aber treffen Paris Saint-Germain und der FC Bayern München nochmal aufeinander.
Die Entscheidung darüber, wer von den beiden Offensivmaschinen ins Finale einzieht, fällt am Mittwochabend in der Allianz Arena (ab 21 Uhr im Liveticker). Und es würde überraschen, wenn nicht wieder viele Tore fallen.
Zu offensivverliebt sind PSG und die Münchner, zu groß ist die Qualität ihrer Angreifer und zu sehr lieben es beide Trainer, exakt diese Qualität in Szene zu setzen. Dennoch wird es spannend zu sehen, wie Luis Enrique und Vincent Kompany auf die Erkenntnisse aus dem Hinspiel reagieren werden.
Personell, so viel steht fest, dürfte sich nicht viel ändern. Aber taktisch haben die Bayern noch den einen oder anderen Hebel, um das Rückspiel womöglich etwas kontrollierter zu gestalten.
FC Bayern braucht mehr Balance im Offensivspiel
Der wichtigste Hebel ist wohl die eigene Offensive. Wenn die Bayern in Paris ins Rollen kamen, entfachten sie enormen Druck auf die gegnerische Abwehr. Vor allem Luis Diaz und Michael Olise brachen mit Dribblings mehrfach durch.
Gleichzeitig waren die Bayern in manchen Situationen zu hektisch, wollten zu schnell das Tor erzwingen und verloren dann die Kugel entweder schon, bevor sie gefährlich wurden, oder kurz vor einem Abschluss. Im Rückspiel wird es wichtig sein, mehr der eigenen Angriffe zum Abschluss zu bringen und hin und wieder geduldiger zu agieren.
Angriffe, die mit einem eigenen Schuss enden, geben den Bayern die Möglichkeit, sich defensiv zu sortieren, statt in Kontersituationen zu rennen. Aber auch mit mehr Geduld im Aufbau könnten die Münchner das Spiel der Pariser entschleunigen. Beide Mannschaften sind es gewohnt, viel Ballbesitz zu haben und verteidigen ungern längere Zeit ohne Ball.
Muss Paris lange hinterherlaufen, steigt die Chance, dass sie Räume öffnen, die die Münchner dann bespielen können. Es könnte der entscheidende Faktor sein, um die Partie besser zu kontrollieren als im Hinspiel.
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Die Mannorientierungen von PSG besser ausnutzen
Es ist schließlich auch nicht so, dass PSG im ersten Aufeinandertreffen nichts angeboten hätte. Auch die Pariser waren defensiv anfällig und ließen vor allem zwischen Abwehr und Mittelfeld einiges an Platz.
Bayern hat das im Ansatz gut gemacht. Denn vor allem Joshua Kimmich bekam es mit einer aggressiven Manndeckung von Vitinha zu tun. Der FCB-Star ließ sich im Spielverlauf immer mal wieder sehr tief fallen und zog Vitinha damit weit aus seiner Position. Durch abkippende Bewegungen von Harry Kane und Jamal Musiala sowie die Spielstärke von Aleksandar Pavlovic haben die Münchner Mittel, um den Platz für sich zu nutzen.
Im Hinspiel gelang das allerdings zu selten. Entweder gab es technische Unsauberkeiten oder die Räume wurden zu spät oder gar nicht belaufen. Mit etwas mehr Präzision und Konsequenz könnten die Bayern die Pariser Manndeckungen besser für sich nutzen.
PSG hat es selbst vorgemacht. Die Pariser arbeiten mit vielen Positionswechseln und bringen die Defensivreihe des Gegners damit durcheinander. Das funktionierte gegen den FC Bayern einige Male sehr gut. Hier könnten die Münchner ihrerseits noch dynamischer agieren.
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Der FC Bayern braucht seinen besten Manuel Neuer
Eine weitere Auffälligkeit im Hinspiel war, dass Manuel Neuer kaum erfolgreiche Aktionen hatte. Bei den Gegentoren ist es kompliziert. Dass alle Schüsse aufs Tor für PSG erfolgreich waren, lag zumindest nicht maßgeblich am Torhüter. Ein eindeutiger Fehler war nicht dabei.
Eher noch ist es legitim, zu argumentieren, dass ein normaler Torwart keine Chance bei irgendeinem dieser Abschlüsse hat. Aber Neuer war über weite Strecken seiner Karriere nicht normal. Das Argument lässt sich nur schwer belegen, aber 2014 hätte er womöglich keine fünf Gegentore kassiert.
Schlimmer als das Menscheln zwischen den Pfosten war aber seine Leistung mit dem Ball. Von 31 langen Bällen kamen nur zehn an. Neuer mag für einen Profifußballer alt geworden sein, aber gerade das Spiel mit dem Ball am Fuß sollte davon eigentlich unberührt bleiben. Umso überraschender, dass das Aufbauspiel des einstigen Welttorhüters bestenfalls unterdurchschnittlich war.
Paris entfachte zwar enormen Druck, aber auch in vielen ruhigeren Momenten spielte Neuer den Ball ins Niemandsland. Damit war er ein Faktor dafür, dass die Münchner zu wenig Rhythmus in ihrem Spiel hatten und die Kugel zu schnell wieder hergaben. Vor dem Rückspiel ist unklar, welchen Neuer die Bayern diesmal bekommen.
Im Hinspiel gegen Real Madrid zeigte der 40-Jährige eine Leistung, die an seine besten Zeiten erinnerte. Sowohl das Rückspiel gegen die Königlichen als auch sein Auftritt im ersten Duell mit PSG waren jedoch nicht gut genug. Für Bayern wird es unmöglich sein, die Offensive der Pariser komplett stillzulegen. Es wird große Chancen für die Gäste geben.
Umso wichtiger wäre es, einen Torhüter zu haben, der auch mal die berühmten "Unhaltbaren" haltbar erscheinen lässt. Und vor allem einen, der im Spielaufbau Ruhe und Präzision ausstrahlt. Neuer kann das nicht mehr konstant liefern. Aber vielleicht gelingt es ihm nochmal in diesem so wichtigen Halbfinal-Rückspiel gegen Paris.
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