Champions League
FC Bayern vs. Paris Saint-Germain: Ausfall von Achraf Hakimi bringt PSG in Not - wer kann den Rechtsverteidiger ersetzen?
Veröffentlicht:
von Dominik Hager17:30 SAT.1 Bayern
Jahrhundertspiel in Paris: FC Bayern verliert 4:5 gegen PSG
Videoclip • 02:04 Min • Ab 12
Paris Saint-Germain muss im Halbfinal-Rückspiel der Champions League gegen den FC Bayern auf Achraf Hakimi verzichten. Der Ausfall des Rechtsverteidigers ist nur schwer zu kompensieren.
Nach dem spektakulären 5:4-Sieg im Champions-League-Halbfinal-Hinspiel gegen den FC Bayern hat Paris Saint-Germain eigentlich eine solide Ausgangsposition.
Eine Szene kurz vor Schluss dürfte die Freude über den Erfolg jedoch ein wenig trüben. Rechtsverteidiger Achraf Hakimi hat sich am Oberschenkel verletzt und steht für das Rückspiel am kommenden Mittwoch (ab 21 Uhr im LIVETICKER) nicht zur Verfügung.
Ein bitterer Ausfall, zumal Hakimi nicht nur zu den besten Rechtsverteidigern der Welt gehört, sondern tatsächlich auch der einzige gelernte Rechtsverteidiger im PSG-Kader ist.
Trainer Luis Enrique hat trotzdem noch einige Optionen, die in einem Notfall wie diesem aushelfen können. Wir stellen die Kandidaten genauer vor.
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Warren Zaire-Emery
Mit großer Wahrscheinlichkeit wird Warren Zaire-Emery den Posten rechts hinten einnehmen. Dies hat der 20-Jährige schließlich auch schon getan, als Hakimi in der laufenden Saison lange aufgrund einer Knöchelverletzung fehlte.
Insgesamt 18-mal in der laufenden Saison lief der Youngster bereits als Rechtsverteidiger auf und machte es in der Regel ordentlich.
"Auch wenn ihm naturgemäß defensive Automatismen fehlen, überzeugte er durch Laufstärke, Intensität und taktisches Verständnis", schrieb die "L'Equipe", die dem gelernten Mittelfeldspieler eine ordentliche Leistung zutraut.
"Das bietet zumindest ein gewisses Maß an Sicherheit, wenn es darum geht, gegen einen so brillanten Flügelspieler wie Luis Diaz anzutreten", so die französische Zeitung weiter.
Fußballerisch hat Zaire-Emery einiges drauf und weiß auch im Passspiel zu überzeugen, jedoch besitzt er auch eine klare Schwäche. So hat er in der laufenden Champions-League-Saison nur 42 Prozent seiner Zweikämpfe gewonnen. Am Boden waren es sogar nur 40 Prozent.
In drei Champions-League-Spielen mit Zaïre-Emery gab es einen Sieg, ein Remis und eine Niederlage. Mit hoher Wahrscheinlichkeit dürfte es für die Bayern ein leichteres Unterfangen sein, über seine Seite durchzustoßen als über die Mendes-Seite.
Da der Franzose im Hinspiel im Mittelfeld gespielt hat, müsste Enrique hier einen Ersatz finden. Die logische Wahl wäre Fabian Ruiz, der wieder bereit für einen Startelf-Einsatz sein dürfte. Youngster Senny Mayulu käme als Alternative in Frage.
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Lucas Hernandez
Sollte sich Luis Enrique nach einer defensivstärkeren Lösung umsehen, könnte er bei Lucas Hernández landen. Der Franzose wäre sicherlich heiß darauf, gegen seinen Ex-Arbeitgeber zu spielen.
Hernandez ist ein bissiger und kampfstarker Verteidiger und hat dadurch gewissermaßen Ähnlichkeiten mit Bayern-Linksaußen Luis Diaz. Selbstredend verfügt er auch über die nötige Erfahrung, um in einem Champions-League-Halbfinale auf dem Platz zu stehen.
Allerdings ist Hernandez ein Linksfuß und deswegen eigentlich als linker Innenverteidiger oder Linksverteidiger im Einsatz. Man könnte ihn auch auf der rechten Seite bringen, offensive Impulse dürfte man sich aber nicht erwarten.
Lucas Beraldo
Bei Beraldo ist die Sache ähnlich wie bei Hernandez. Der 22 Jahre alte Brasilianer ist eigentlich ein Linksfuß und hauptsächlich als Innenverteidiger eingeplant. Beraldo ist aber ein flexibler Spieler, der auch hinten links verteidigen und im zentralen Mittelfeld spielen kann.
Somit könnte man Beraldo auch rechts verteidigen lassen. Fußballerisch ist der Youngster besser als Hernandez, jedoch auf internationalem Top-Niveau nicht so erfahren wie der ehemalige Bayern-Spieler.
Ilya Zabarnyi
Der Ukrainer ist ebenfalls ein gelernter Innenverteidiger, im Gegensatz zu Beraldo und Hernandez aber immerhin ein Rechtsfuß.
Der Sommer-Neuzugang war in der laufenden Champions-League-Saison zwar noch nicht oft gefragt, spielt in der Ligue 1 aber ziemlich regelmäßig von Beginn an. Dabei hat er aber nur einmal die Rechtsverteidiger-Position bekleidet.
Beim AFC Bournemouth, seinem Ex-Klub, hat er all seine 86 Spiele in der Innenverteidigung bestritten. Der 23-Jährige wäre eine Option, wenn man die rechte Seite dicht machen möchte, Offensivakzente dürfte man sich aber auch von ihm nicht erhoffen.
Senny Mayulu
Der 19-Jährige kam im Hinspiel als Joker in die Partie. Als Hakimi nach seiner Verletzung zwar noch auf dem Feld stand, jedoch nicht mehr richtig mitwirken konnte, nahm Mayulu die Außenverteidiger-Position ein.
Zweifellos ist Mayulu ein großes Talent und verfügt sowohl über die nötige fußballerische Klasse als auch über die nötige Physis, jedoch ist er vielmehr ein Mittelfeld-Allrounder, der praktisch keine Erfahrungen als Außenverteidiger hat.
Zwar ist das PSG-Juwel beidfüßig und anpassungsfähig, in einem Halbfinale gegen die Bayern wird Enrique aber höchstwahrscheinlich nicht derart experimentieren.
Fazit:
Die Wahrscheinlichkeit ist sehr hoch, dass Zaire-Emery im Rückspiel rechts verteidigt. Das Eigengewächs ist reifer und physisch stärker geworden, weshalb man ihm die Rolle auch zutrauen kann.
Klar ist aber, dass er Hakimi keineswegs Eins-zu-Eins ersetzen kann. Er besitzt nicht die Dynamik des Marokkaners, der diese sowohl defensiv als auch offensiv gewinnbringend einsetzen kann und hat zudem auch Schwächen im Zweikampf.
Für den FC Bayern dürfte es ein großer Vorteil sein, dass Hakimi fehlt und auch nicht 1A ersetzt werden kann.
Sollte Enrique eine defensivstärkere Lösung favorisieren, wären wohl Hernandez und Zabarnyi die naheliegenden Lösungen. Beide könnten die Seite wohl einigermaßen in den Griff bekommen, ohne dabei aber offensive Akzente zu liefern.
Flügelspieler Desire Doue könnte damit auf seiner rechten Seite aber immer wieder alleine sein und das Spiel der Pariser sehr linkslastig werden lassen, wo Nuno Mendes und Khvicha Kvaratskhelia ein Duo der Extraklasse bilden.
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