Champions League
PSG gegen FC Bayern: Darum war Schiedsrichter Schärer auf Topniveau - ein Kommentar
Aktualisiert:
von Oliver Jensenran Fußball
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Videoclip • 02:01 Min
Nicht nur die Spieler glänzten im Halbfinale der Champions League, sondern auch die Schiedsrichter. Insbesondere Sandro Schärer zeigte bei PSG gegen den FC Bayern, wie Körpersprache und Kommunikation richtig funktionieren. Ein Kommentar.
Kaum ein Bundesliga-Spieltag vergeht, ohne dass es Ärger um Schiedsrichter und den Videoassistenten gibt.
Umso schöner ist es nach den großen Spielen unter der Woche festhalten zu können: Vor allem beim Spiel des FC Bayern München bei Paris Saint-Germain haben die Offiziellen eine hervorragende Leistung abgeliefert.
Der Schweizer Sandro Schärer und sein spanisches Team, das das spektakuläre 5:4 leitete, agierte auf allen Ebenen vorbildlich.
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Es geht hierbei nicht nur um die einzelnen Entscheidungen. Sicherlich lässt sich über den Handelfmeter von Alphonso Davies diskutieren. Aber das Regelwerk gibt eben vor, dass eine solche Armbewegung ein Handspiel ist - ob das nun Sinn ergibt oder nicht.
Die Schiedsrichter können nichts für das Regelwerk. Sie haben lediglich die Aufgabe, dies auf dem Platz umzusetzen. Ebenso wichtig: Schiedsrichter dürfen nicht zulassen, dass sie die Kontrolle über das Spiel verlieren.
Dazu braucht es neben einer klaren Linie vor allem eines: Kommunikation! Und genau hier lag die große Stärke von Schärer an diesem Abend.
PSG vs. FC Bayern: Starke Körpersprache von Schiedsrichter Schärer
Wann immer eine strittige Situation auftrat, bei der die Spieler auf ihn zustürmen und einreden wollten, reagierte Schärer genau richtig. Noch während der Ball rollte, zeigte er auf sein Ohr und signalisierte damit den Spielern: Die Szene wird gecheckt!
Die Spieler auf dem Rasen wussten, dass sie sich damit jegliche Diskussionen sparen können. Wozu auf den Schiedsrichter einreden, wenn der VAR sich ohnehin gerade die Wiederholung ansieht?
Als die Entscheidung gefallen war, zeigte Schärer per Zeichensprache an, dass der Vorfall nicht als strafwürdig eingestuft wurde. Auch hier erübrigten sich die Diskussionen, denn die Entscheidung war bereits gefallen.
Diese Vorgehensweise klingt so einfach und wird dennoch selten umgesetzt. Viele Schiedsrichter lassen die Spieler auf dem Rasen zu lange im Unklaren darüber, ob eine Szene geprüft wird. Entsprechend versuchen sie, dies mit möglichst vielen Beschwerden beim Unparteiischen zu erzwingen. Schärer zeigte, wie sich das verhindern lässt.
Spektakel und Tempo ohne Ende - und der Schiedsrichter hält mit
Was neben der starken Körpersprache auffiel: Die Kommunikation zwischen Schiedsrichter Schärer und seinem Team schien selbst sehr schnell vonstatten zu gehen. Dies war umso wichtiger, da die ungewohnte Kombination aus einem Schweizer Unparteiischen und einem rein spanischen Team aus Assistenten und VAR im Vorfeld für Unverständnis und Unruhe sorgte.
Aber: Das Schiedsrichter-Gespann machte beim schnellsten und spektakulärsten Champions-League-Spiel der jüngeren Vergangenheit keinen einzigen klaren Fehler. Der Schweizer kommunizierte jederzeit schnell, klar und unmissverständlich mit den Spielern.
Einzelne Pfiffe werden im Nachgang diskutiert, aber ehrlicherweise auf beiden Seiten und mit Vereins-gefärbten Brillen. Eine offensichtliche Fehlentscheidung haben Schär und sein Team eindrucksvoll vermieden und waren auf höchstem Level absolut Halbfinal-würdig.
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Arsenal-Elfmeter zurückgenommen: Im Sinne des Fußballs
Übrigens: Auch Danny Makkelie verdient Lob dafür, wie er das Spiel zwischen Atletico Madrid und dem FC Arsenal geleitet hat. Im Riyadh Air Metropolitano mit über 68.000 Zuschauern fand er ein Tollhaus vor. Und doch behielt er eine klare Linie bei.
Dennoch ist es im Sinne des Fußballs, einen minimalen Kontakt zwischen David Hancko und Eberechi Eze nicht mit einem Strafstoß zu ahnden.
Abschließend sagen wir: Vielen Dank an Schärer und Makkelie für diese vorbildliche Spielleitung.
Es wäre schön, wenn sich die Schiedsrichter-Kollegen am Wochenende in der Bundesliga daran ein Beispiel nehmen würden.
Auch interessant: Champions League - Zwei Halbfinals, zwei Ansätze: Revolutionieren PSG, Bayern und Barca den Wettbewerb?
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