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Frauen EM 2025 - die Gehälter der DFB-Frauen: Wie viel Geld verdienen Giulia Gwinn, Jule Brand und Co.?
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Frauen-EM: Brand sorgt für Brüller - "werde verarscht"
Videoclip • 02:23 Min
Einige DFB-Nationalspielerinnen kassieren sechsstellige Beträge. Doch das Gehaltsgefälle im deutschen Fußball ist groß.
von Oliver Jensen,
Der Frauen-Fußball hat sich rasant entwickelt, auch bei den Gehältern.
Die deutschen Nationalspielerinnen verdienen zwar längst nicht so viel Geld wie Manuel Neuer, Joshua Kimmich oder Jamal Musiala, die beim FC Bayern München geschätzt rund 20 Millionen Euro im Jahr einnehmen. Doch auch bei den Frauen wird mittlerweile ordentlich kassiert.
Als Top-Verdienerin im deutschen Fußball gilt die Nationalspielerin Jule Brand, die zur kommenden Saison nach Frankreich zu Olympique Lyon wechselt. Die 22-Jährige soll laut einem Bericht der "Sport Bild" rund 600.000 Euro im Jahr verdienen - mehr als jede deutsche Spielerin zuvor.
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Lena Oberdorf - die sich vor einem Jahr das Kreuzband riss und daher nicht an der EM teilnimmt, allerdings als eine der besten deutschen Spielerinnen gilt - kommt an diese Summe nicht einmal annähernd heran. Laut der "Bild" liegt ihr monatliches Gehalt bei 20.000 Euro - also 240.000 Euro im Jahr.
Grundsätzlich ist es möglich, bei internationalen Top-Vereinen mehr Geld zu verdienen als in Deutschland. Klara Bühl verlängerte im März ihren Vertrag beim FC Bayern bis zum Sommer 2027, obwohl sie im Ausland wohl das Doppelte hätte verdienen können - also etwa im Bereich von Brand. Der FC Barcelona und einige Spitzenvereine aus England sollen interessiert gewesen sein.
Warum sie in München blieb? "Für mich steht das Geld nicht an erster Stelle. Ich möchte sportlich meine 100 Prozent erreichen, das ist mein Karriereziel", wird sie von der "Sport Bild" zitiert.
Das Gehalt von der aktuell verletzten Giulia Gwinn (Bayern München) wird in den Medien auf etwa 150.000 Euro geschätzt. Hinzu kommen allerdings die Werbeeinnahmen. Mit rund 672.000 Instagram-Followern dürfte Gwinn jährlich einen sechsstelligen Betrag durch Werbepartnerschaften einnehmen.
Monatliches Durchschnittsgehalt: 4000 Euro
Das große Problem für den deutschen Fußball liegt darin, dass das Gehaltsgefälle innerhalb der Bundesliga groß ist. Das durchschnittliche monatliche Grundgehalt einer Spielerin lag laut dem DFB-Report in der Saison 2023/2024 bei etwa 4000 Euro im Monat, also 48.000 Euro im Jahr.
Dies weckt allerdings einen falschen Eindruck, weil einige Top-Spielerinnen wie Oberdorf, Bühl & Co. den Schnitt gewaltig nach oben ziehen. Auf der anderen Seite gibt es also viele Spielerinnen bei kleineren Vereinen, die deutlich weniger verdienen.
Die ehemalige Nationalspielerin Merle Frohms prangerte dies bereits Ende 2023 im Interview mit ran an: "Nicht nur die Top-Vereine VfL Wolfsburg, Bayern München und Eintracht Frankfurt sollten ihren Spielerinnen ermöglichen, sich ganz auf den Fußball zu konzentrieren. In der gesamten Bundesliga sollte dies selbstverständlich sein – ist es aber nicht. Viele Bundesliga-Spielerinnen müssen teilweise Vollzeit arbeiten und nebenbei die Trainingseinheiten und Spiele unterkriegen."
Lisa Karl vom SC Freiburg berichtete zum Beispiel im Interview mit dem "Frauenfußball Magazin", dass sie neben ihrer Profi-Tätigkeit im Fußball auch 20 Stunden die Woche als Polizistin tätig ist.
"Als Frau verdient man im Fußball nicht so viel Geld, dass man nach der Karriere ausgesorgt hätte. Ich könnte zwar im Moment davon leben, muss aber auch an die Zukunft denken. Ich bin froh, dass ich eine abgeschlossene Ausbildung für einen Beruf habe, der mir Spaß macht."
Ihre Situation ist eben völlig anders als die von Jule Brand.
Auch interessant: Frauen-EM 2025: Deutschland hat nicht nur ein Torhüterin-Problem - ein Kommentar
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