FIFA
Gianni Infantino: Vernichten von Unterlagen? UEFA droht mit rechtlichen Schritten nach WM-Debakel
Aktualisiert:
von SID:newstime
Droht Infantino jetzt der WM-Boykott?
Videoclip • 01:55 Min • Ab 12
Die UEFA droht FIFA-Präsident Gianni Infantino nach dem Scheitern des Investorendeals mit rechtlichen Schritten.
Gegenüber dem SID bestätigte die Europäische Fußball-Union am Montag, dass "ein Schreiben zur Sicherstellung von Unterlagen" an Infantino verschickt worden sei. Zunächst hatten die britischen Medien Telegraph und BBC darüber berichtet.
Man erwäge "aktive rechtliche Schritte, Schiedsverfahren und/oder Beschwerden bei Aufsichtsbehörden" in Zusammenhang mit den von der FIFA ausgearbeiteten Plänen, heißt es laut BBC in dem Schreiben.
Zudem warnte die UEFA die Verantwortlichen im Weltverband vor dem Vernichten von Unterlagen. Die Europäische Fußball-Union erwarte "sofortige Maßnahmen zur Identifizierung, Lokalisierung und Sicherung" entsprechender Dokumente und "elektronisch gespeicherter Informationen, die sich in Ihrem oder dem Besitz, der Verwahrung oder der Kontrolle der FIFA befinden."
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FIFA hat Investorenpläne aufgegeben
Diese "Verpflichtungen", wie es in dem Schreiben heißt, würden "unabhängig von etwaigen internen Aufbewahrungsrichtlinien" der FIFA gelten. "Und sie haben Vorrang vor allen routinemäßigen Richtlinien zur Vernichtung oder Löschung von Dokumenten, die andernfalls gelten würden."
Der Fußball-Weltverband FIFA hatte nach massiver Kritik auch von Seiten der UEFA seine Investorenpläne aufgegeben. Dies teilte Präsident Infantino in der Nacht zu Samstag in einem Statement mit. Geplant war die Gründung der FIFA Forward Enterprise (FFE), einer Tochtergesellschaft, die alle kommerziellen Aktivitäten und Turnierorganisationen bündeln sollte. Damit hätten auch Anteile an der Fußball-WM an Investoren verkauft werden können.
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