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FIFA-Streit: Nach Wales rückt auch England von Infantino ab

Veröffentlicht:

von ran.de

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Droht Infantino jetzt der WM-Boykott?

Videoclip • 01:55 Min • Ab 12


Gianni Infantinos Machtbasis gerät ins Wanken. Erstmals verweigert ein nationaler Fußballverband dem Fifa-Präsidenten offiziell die Unterstützung für eine Wiederwahl. Nach Wales könnte auch England dem Schweizer das Vertrauen entziehen.

Der Druck auf Fifa-Präsident Gianni Infantino wird immer größer. Nach seinen Überlegungen, die Anteile der Weltmeisterschaft über dubiose Mittler-Firmen zu verkaufen, sorgte der mächtige Fifa-Boss weltweit für Entrüstung.

Mit Wales entzog nun ein erster Landesverband dem Schweizer offiziell die Unterstützung bei einer möglichen Wiederwahl.

"Dass Infantino die Interessen des Fußballs nicht an erster Stelle setzt, ist ein Versagen, das wir nicht akzeptieren können", heißt es in einer Mitteilung der Waliser, die "Sky News" vorliegt.

Und weiter: "Die jüngsten Versäumnisse in den Bereichen verantwortungsvoller Verbandsführung, Entscheidungsprozesse, Führung, Werte, Stakeholder-Management, Kommunikation und Urteilsvermögen haben dazu geführt, dass Herr Infantino das Vertrauen des FAW verloren hat, weiterhin an der Spitze des Weltfußballs zu stehen."

Der walisische Verband teilte zudem mit, die Fifa schriftlich informiert zu haben, Infantinos Kandidatur für eine dritte Amtszeit von 2027 bis 2031 nicht zu unterstützen.

Englands Fußballverband will nachziehen

Laut "Sky News" bereitet auch der englische Fußballverband FA ein ähnliches Schreiben vor, um sich gegen Infantino zu stellen.

Der Fifa-Boss hatte Teile der kommerziellen Rechte der Fifa für eine Milliardensumme verkaufen wollen. Erst nachdem weltweit Verbände mit Konsequenzen drohten, knickte Infantino ein.

Hat der Schweizer sein eigenes Ende eingeläutet? Vor dem Verkaufsvorstoß hatten 52 der 55 europäischen Verbände, Infantino bei der Wiederwahl unterstützen wollen. Nur Deutschland, Norwegen und Rumänien wollten keinen Treueschwur ablegen. Jetzt aber gehen Infantino die Unterstützen reihenweise von Bord.

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