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DFB-Kader: Jürgen Klopp sorgt für Aufbruchstimmung - nicht nur im deutschen Fußball - Kommentar
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von Martin Volkmarran Fußball
Klopp richtet Appell an die Nation: "Ich möchte uns die Fahne zurückholen"
Videoclip • 03:35 Min
Jürgen Klopp hat bis jetzt nahezu alles richtig gemacht. In den wenigen Wochen im Amt verbreitet er eine Zuversicht, die ansteckend ist. Ein Kommentar.
Bei seiner zweiten offiziellen Pressekonferenz als Bundestrainer nahm sich Jürgen Klopp erneut mehr als eine Stunde Zeit, um ausführlichst alle Fragen rund um seinen Neustart mit der deutschen Nationalmannschaft nach der WM-Pleite zu beantworten.
Vor allem aber nutzte er das riesige Interesse geschickt, um auf großer Bühne seine Botschaften abzusetzen.
Natürlich primär sportlich: warum ein nie zuvor dagewesener XXL-Kader mit 44 Spielern ebenso Sinn ergibt wie die Berufung von gleich elf Neulingen, von denen manche wie der Ex-Paderborner Mika Bauer nicht mal allen Experten geläufig sind.
Weshalb aus Klopps Sicht das Comeback von Marc-Andre ter Stegen im Tor und die Rückversetzung von Joshua Kimmich ins zentrale Mittelfeld genauso richtig sind wie der Verzicht auf Oliver Baumann, Deniz Undav und andere.
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Jürgen Klopp mit Botschaft an die Gesellschaft
Deutlich wurde dabei auch, dass der 59-Jährige um die Herausforderung weiß. Den Feinschliff wird er der DFB-Auswahl ohnehin erst in den kommenden Monaten verpassen können.
Aber Klopp nutzte seine viele Redezeit am Frankfurter Campus auch zu grundsätzlichen Bemerkungen und rief mit Blick auf sein umformiertes Team zu mehr Spaß, Mut, Zuversicht und positiver Unterstützung beim Neustart auf.
Um dann fast übergangslos den Blick auf die aktuellen gesellschaftlichen Probleme zu richten und eine klare Botschaft gegen Miesmacher, Fremdenfeinde und Demokratieverächter zu senden.
"Ich würde mir oder uns gerne die Fahne zurückholen", sagte er in seinem eindringlichen Plädoyer für Toleranz, Vielfältigkeit und positiven Patriotismus: "Ich möchte Nationalstolz nicht den falschen Leuten überlassen."
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Jürgen Klopp sorgt für Aufbruchstimmung
Ein ganz wichtiges Signal gegen die negative Stimmung nicht nur im deutschen Fußball nach dem Debakel bei der Weltmeisterschaft, sondern im ganzen Land. Klopps Botschaft war so einfach wie zutreffend: Zufrieden sein, mit dem was man hierzulande hat, und das Beste daraus machen statt alles schlechtzureden.
Botschaften, die sich mancher aktuell eher vom Bundeskanzler oder vom Bundespräsidenten erhoffen würde statt vom Bundestrainer. Klopp jedenfalls nutzt bisher seine Chance, für Aufbruchstimmung zu sorgen.
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