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DFB-Team: Rücktritt von Antonio Rüdiger ist für Jürgen Klopp zu verschmerzen - ein Kommentar
Aktualisiert:
von Chris Lugertran Fußball
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Antonio Rüdiger verkündet seinen Rücktritt aus der Nationalmannschaft. Trotz seiner Qualitäten ist der Verlust für Bundestrainer Jürgen Klopp verkraftbar. Ein Kommentar.
Nach 86 Länderspielen zieht Antonio Rüdiger einen Schlussstrich, mit einem ausführlichen Statement auf Instagram verkündete der Innenverteidiger seinen Rücktritt aus der deutschen Nationalmannschaft.
Er wolle "den Weg für die junge Generation frei" machen, erklärte der 33-Jährige. Eine plausible Erklärung, denn mit dem neuen Bundestrainer Jürgen Klopp stehen die Zeichen klar auf Neuanfang.
Allerdings ist jeder Umbruch einfacher zu bewerkstelligen, wenn gestandene, erfahrene Spieler zumindest einen Teil der Achse bilden, um die jungen, neuen Spieler anzuleiten. Rüdiger aber hatte im DFB-Team nie die Ausnahmestellung, die er qua seiner Fähigkeiten hätte haben können.
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Rüdiger blieb hinter seinen Möglichkeiten zurück
Stattdessen ist er eines der Gesichter einer gescheiterten Generation, die auf die Weltmeister von 2014 folgte, aber die mehr durch peinliches Ausscheiden als durch neue Erfolge auffiel.
Zwar war Rüdiger gerade in den vergangenen Jahren ein integraler Bestandteil des DFB-Teams, doch auch er blieb - wie so viele Nationalspieler - hinter seinen Leistungen im Verein zurück. Zuletzt verlor er sogar seinen Stammplatz vor der WM, nur die Verletzung von Nico Schlotterbeck brachte ihn zurück in die Startelf.
Seine Bilanz liest sich daher eher ernüchternd. Rüdiger hätte in die Fußstapfen von Jerome Boateng und Mats Hummels treten können, blieb aber hinter diesen Möglichkeiten zurück. Insofern verliert Klopp zwar einen Spieler mit viel Erfahrung, aber keinen unersetzlichen Superstar.
Ohnehin gibt es auf der Innenverteidigerposition zahlreiche vielversprechende Akteure für die Gegenwart und Zukunft, die in den kommenden Jahren eine wichtige Rolle einnehmen könnten. An Talent mangelt es hier nicht.
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Rüdiger polarisierte mit seinem Verhalten
Und dann gibt es noch die andere Seite, abseits des rein Sportlichen. Rüdiger sorgte mit seinem Verhalten auf und neben dem Platz immer wieder für Negativschlagzeilen. Bei den Fans war er deshalb längst nicht mehr unumstritten, sondern eine echte Reizfigur.
Schon Klopps Vorgänger Julian Nagelsmann hatte Rüdiger nach diversen Eskapaden angezählt und durch die Blume mit dem Rauswurf gedroht. Dieses Thema bleibt Klopp zukünftig erspart, auch die Diskussionen um die Person Rüdiger werden Fußball-Deutschland künftig nicht mehr spalten.
Rüdiger selbst will sich fortan "voll und ganz auf meinen Verein konzentrieren", bei Real Madrid hat er die Chance, seiner Karriere noch diverse Vereinstitel hinzuzufügen. Zweimal gewann er in seiner Laufbahn bereits die Champions League, mit Real wurde er 2024 spanischer Meister.
Nur in der Nationalmannschaft sollte es - abgesehen vom Confed-Cup-Sieg 2017 - nicht klappen. Somit wird Rüdiger als ein Nationalspieler von vielen in Erinnerung bleiben, der obendrein zu oft mit zweifelhaftem Verhalten polarisierte.
Ein großer Verlust für das DFB-Team ist er daher nicht.
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