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Fußball

DFB-Team: Antonio Rüdiger trifft Entscheidung über Zukunft unter Jürgen Klopp

Aktualisiert:

von Martin Volkmar

ran Fußball Bundesliga

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Videoclip • 01:25 Min


Antonio Rüdiger hat seinen Rücktritt aus der Nationalmannschaft erklärt. Dies gab der Profi auf seinen sozialen Medien bekannt.

Antonio Rüdiger wird in der Nationalmannschaft nicht unter Jürgen Klopp auflaufen.

Dies gab der 33-Jährige am Dienstag bekannt.

"Nach einiger Zeit des Nachdenkens ist für mich der Zeitpunkt gekommen, meine Karriere in der Nationalmannschaft zu beenden und den Weg für die junge Generation frei zu machen", erklärte Rüdiger:

"Auch wenn der große Titel bei den letzten Turnieren ausblieb und wir manche schmerzhafte Niederlage hinnehmen mussten, war diese Zeit für mich ein extrem besonderes Kapitel, das mich für immer prägen wird."

Danach bedankte sich der gebürtige Berliner bei seinen Teamkollegen im DFB-Team, den Trainern Joachim Löw, Hansi Flick und Julian Nagelsmann sowie seinem einstigen U-21-Coach Horst Hrubesch und den Fans.

Für ran-Experte Markus Babbel der richtige Schritt. "Das war absehbar, seine Zeit ist rum. Er kann einfach nicht mehr auf diesem Niveau mithalten", meinte der frühere Weltklasseverteidiger.

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Antonio Rüdiger im DFB-Team: Confed-Cup-Sieg und drei frühe WM-K.o.s

Insgesamt absolvierte Rüdiger nach seinem Debüt beim 0:0 gegen Polen im Mai 2014 86 Länderspiele für Deutschland und erzielte dabei drei Tore.

2017 gewann er unter Löw den Confederations Cup, danach allerdings schied der Innenverteidiger mit der Mannschaft dreimal in Folge früh bei Weltmeisterschaften aus.

Daher hatte er schon nach dem K.o. im Sechzehntelfinale gegen Paraguay bei der letzten Endrunde  eine Fortsetzung seiner Karriere in der DFB-Auswahl offengelassen.

Rüdiger wollte nichts überstürzen, sondern seine Situation in Ruhe analysieren. Nun ist er der zweite Nationalspieler nach Torhüter Manuel Neuer, der nicht mehr weitermacht.

Rüdiger: Voller Fokus auf Real Madrid und Jose Mourinho

Stattdessen will der Routinier seinen vollen Fokus und die ganze Energie komplett auf Real Madrid richten.

"Für mich beginnt jetzt ein neues Kapitel, in dem ich mich voll und ganz auf meinen Verein konzentrieren werde", schrieb der Abwehrspieler, der im Sommer seinen auslaufenden Vertrag bei den "Königlichen" um ein Jahr verlängert hatte.

Rüdiger hofft ohne Doppelbelastung weiter eine wesentliche Stütze beim spanischen Rekordmeister zu sein.

Laut spanischen Medien ist er zudem begeistert vom neuen Coach José Mourinho und der Rolle, die ihm der Portugiese seit seiner Rückkehr zu Real zugewiesen hat.  Er verstehe sich hervorragend mit Mourinho und identifiziere sich voll und ganz mit dessen Fußballphilosophie.

Nach Profi-Stationen beim VfB Stuttgart, der AS Rom und dem FC Chelsea - wo er unter Thomas Tuchel 2021 die Champions League gewann - wechselte Rüdiger 2022 nach Madrid.

Zwei Jahre später gewann er die Königsklasse auch mit den "Königlichen" und wurde auch erstmals Meister.

Antonio Rüdiger (Real Madrid)

Bild: not available


Rüdiger beim DFB: Immer wieder Ausraster auf dem Spielfeld

Immer wieder sorgte der beinharte Defensivspieler allerdings mit seinen Ausrastern auf dem Platz für Negativschlagzeilen.

Besonders in Erinnerung ist sein Verhalten nach Reals Niederlage gegen Erzrivale FC Barcelona im Pokalfinale 2025, als er nach seiner Auswechslung wegen Schiedsrichterbeleidigung die Rote Karte sah und danach für mehrere Wochen gesperrt wurde.

Unter anderem hatte Rüdiger Eiswürfel Richtung der Unparteiischen geworfen und die "Kopf ab"-Geste gemacht. Damals stand er kurz vor dem Rauswurf aus der DFB-Auswahl.

Auch interessant: Nick Woltemade zu Juventus Turin: Risiko-Neustart ist eine große Chance für den DFB-Star – ein Kommentar

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Toni Rüdigers Erklärung im Wortlaut

Rüdigers Post in voller Länge:

"Nach einiger Zeit des Nachdenkens ist für mich der Zeitpunkt gekommen, meine Karriere in der Nationalmannschaft zu beenden und den Weg für die junge Generation frei zu machen.

Als ich 2014 das erste Mal das DFB-Trikot getragen habe, hätte ich es mir in meinen Träumen nicht ausmalen können, dass daraus am Ende 86 Länderspiele werden.

Auch wenn der große Titel bei den letzten Turnieren ausblieb und wir manche schmerzhafte Niederlage hinnehmen mussten, war diese Zeit für mich ein extrem besonderes Kapitel, das mich für immer prägen wird.

Ein riesiges Dankeschön geht an:

Meine Teamkollegen: Für jeden gemeinsamen Zweikampf und den Zusammenhalt in Kabine und Quartier – und vor allem für die Freundschaften, die weit über den Fußball hinaus bleiben werden.

Das gesamte Trainer- und Betreuerteam: Danke für das jahrelange Vertrauen und die Arbeit hinter den Kulissen. Ein besonderer Dank geht an Jogi Löw, Hansi Flick und Julian Nagelsmann, die mich auf meiner Reise beim DFB begleitet und geprägt haben. Aber auch an meinen Förderer in der U-Nationalmannschaft Horst Hrubesch.

Und natürlich euch Fans: Danke für eure Unterstützung - ganz besonders für die einmalige Atmosphäre bei unserer Heim-EM 2024.

Für mich beginnt jetzt ein neues Kapitel, in dem ich mich voll und ganz auf meinen Verein konzentrieren werde.

Danke für die gemeinsame Reise.

Euer Toni"

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