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DFB-Team: Ter Stegens Performance gegen die Niederlande muss nachdenklich stimmen - ein Kommentar
Aktualisiert:
von Tobias Hlusiakran Fußball
DFB: Debütant adelt Klopp - "Gewisse Lockerheit gegeben"
Videoclip • 05:47 Min
Beim Remis der "neuen" deutschen Nationalmannschaft in Amsterdam steht Torhüter Marc-Andre ter Stegen immer wieder im Mittelpunkt. Das darf nicht zur Gewohnheit werden. Ein Kommentar.
Aus Amsterdam berichtet Tobias Hlusiak
Als sich die deutsche Nationalmannschaft nach Schlusspfiff auf den Weg zu den eigenen Fans machte, nahm sich Jürgen Klopp Zeit für seinen Torwart.
Der Bundestrainer drückte Marc-Andre ter Stegen einmal fest, dann sagte er ihm ein paar Worte. Welche das waren, konnte man auf der Pressetribüne freilich nicht hören.
Sie dürften aber mindestens mal minimal-aufmunternden Charakter gehabt haben. Denn der 34-jährige Rückkehrer hatte wilde 90 Minuten hinter sich.
Ter Stegen war anzumerken gewesen, dass es ihm viel bedeutet hatte, nach 15 – teils schwierigen – Monaten wieder ins deutsche Tor zurückgekehrt zu sein.
Der Mann von Ajax Amsterdam hatte sich in seinem Heimstadion viel vorgenommen. Und fast schien es so, als hätte er sich ein bisschen zu sehr unter Druck gesetzt.
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DFB-Team: Ter Stegen leistet sich einige Aussetzer
Einige haarsträubende Abspielfehler gingen mit teils wild anmutenden Ausflügen durch den eigenen Strafraum einher. Zwei Flanken verfehlte er völlig. Beide führten zu Gegentoren, denen wenig später die Anerkennung verweigert wurde.
Glück gehabt.
Drei Großchancen der Niederländer leitet ter Stegen per Fehlpass selbst ein, vereitelte diese aber jeweils mit tollen Paraden.
Glück gehabt. Schon wieder. Oder eben Können. Wahrscheinlich von beidem ein bisschen.
Genie und Wahnsinn lagen an diesem Abend – dem Debüt des Neu-Bundestrainers – beim DFB-Keeper ganz eng zusammen.
Insgesamt sieben Paraden standen am Ende für ihn zu Buche. Damit verhinderte er 0,93 xGoals. Für alle, die sich damit nicht so auskennen: Das ist ein guter Wert.
Zwischendrin war er trotzdem immer mal wieder ein Unsicherheitsfaktor.
Jürgen Klopp: Ter Stegen nur "fürs Erste" die Nummer eins
Man kann also schlussfolgern, dass der 34-Jährige in dieser Form nicht der Rückhalt ist, den die Nationalmannschaft auf der Suche nach ihrer neuen, wilden Klopp-Identität dringend benötigt.
Muss sich Klopp also Gedanken machen? Natürlich. Aber das macht er so oder so.
Ein Spiel wird und sollte ihn nicht von seiner Grundüberzeugung abbringen, ter Stegen zu einem wichtigen Stützpfeiler seiner Mannschaft machen zu wollen.
Und dennoch ist der Auftritt von Amsterdam Beweis dafür, warum der Bundestrainer ein "fürs Erste" nachschob, nachdem er erklärt hatte, dass der Rückkehrer seine Nummer eins werde.
Marc-Andre ter Stegen gegen die Niederlande
Bild: Eibner
DFB-Torwart: Klopp darf Nagelsmann-Fehler nicht wiederholen
Klopp darf den Fehler seines Vorgängers nicht wiederholen und sich zu früh auf einen Keeper festlegen. Vielleicht – und so erging es Julian Nagelsmann – muss er den dann kurz vor einem Turnier austauschen.
Das bringt Unruhe, wie rund um die vergangene WM zu beobachten war.
Ein offener Konkurrenzkampf wäre deshalb mehr als nur eine lohnenswerte Idee. Wenn sich ter Stegen dann stabilisiert und gegen die jungen Herausforderer um Bayerns Jonas Urbig durchsetzt, ist auch allen geholfen.
Klar ist aber auch: Ter Stegens Leistung war kein Weltuntergang. Seine tollen Paraden überdecken am Ende zum Glück die vielen Unzulänglichkeiten. Ein bisschen mehr Stabilität wäre dennoch wünschenswert.
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