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Schuldspruch für Manchester City: Klub-Bosse fordern schnelles Urteil - alle Entwicklungen im Ticker

Veröffentlicht:

von ran.de

ran Fußball

Manchester City schuldig gesprochen! Fans fassungslos

Videoclip • 01:34 Min


Der Schuldspruch der Premier League gegen Manchester City hat den englischen Fußball erschüttert. Wie geht es jetzt weiter? Was könnte City drohen? Alle Informationen im News-Ticker von ran.

Die Premier League muss sich gerade mit dem größten Finanzskandal ihrer Geschichte befassen.

Ende September bestätigte die englische Top-Liga die Ermittlungsergebnisse einer unabhängigen Kommission im Zusammenhang mit möglichen Finanzverstößen von Manchester City und veröffentlichte ihren Schuldspruch gegen den Klub.

Darin wirft sie dem von der Herrscherfamilie aus Abu Dhabi alimentierten Verein vor, im Zeitraum von 2009 bis 2018 mit Scheinverträgen seine Einnahmen künstlich erhöht und die Kosten gesenkt zu haben.

Bis aber ein Urteil in diesem Fall gesprochen wird, kann es noch Monate dauern.

ran fasst die aktuellen Entwicklungen zusammen.

+++ 1.Oktober, 12:25 Uhr: Klub-Bosse drängen auf schnelles Urteil +++

Unter den Bossen der anderen Klubs wächst die Ungeduld bezüglich der Verkündung eines Urteils. Die "BBC "berichtet, dass sich viele Vereinsvertreter ein Urteil bis spätestens zum Saisonende wünschen.

Ein Klubvertreter, der anonym bleiben wollte, sagte: "Es ist im Interesse aller, dass diese Angelegenheit so schnell wie möglich geklärt wird." Ein anderer hofft, dass ein eventuelles Berufungsverfahren "verkürzt" werde.

Hinter den Forderungen verbirgt sich die Sorge, dass die Saison zu einer Farce bekommen würde, wenn City die Saison ohne Strafe zu Ende spielen könne und am Ende auch noch Meister werden würde.

Die Regularien der Premier League besagen, dass ein Berufungsverfahren spätestens zwölf Wochen nach Einreichung des Einspruchs abgeschlossen sein und eine Entscheidung innerhalb von 30 Tagen nach dessen Ende getroffen werden sollte.

Der Gang vor den Internationalen Sportgerichtshof CAS ist ManCity ist ManCity übrigens nicht möglich. Denn die Statuten und das Regelwerk der Premier League untersagen dies ausdrücklich.

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+++ 1. Oktober, 10:47 Uhr: City-Sponsor erwägt Klage gegen Premier League +++

Die Fluggesellschaft Etihad Airways erwägt laut Medien rechtliche Schritte gegen die Premier League. Die Fluglinie ist Hauptsponsor von Manchester United und fühlt sich laut Berichten durch die Begründung des Urteils mitbeschuldigt. Dabei sei das Unternehmen nach eigenen Angaben nicht befragt worden.

Die Fluggesellschaft wehrt sich dagegen, durch das Urteil selbst in die Nähe eines Fehlverhaltens gerückt zu werden. Sie weist die entsprechende Darstellung kategorisch zurück. Die Airline will trotz der massiven Anschuldigungen gegen den Klub an ihrem langjährigen Sponsoring für Man City festhalten.

+++ 1. Oktober, 07:39 Uhr: Politiker fordert Ermittlungen der Polizei +++

Für Lord Cruddas von der Konservativen Partei in England sind die Vorwürfe gegen Manchester City von so großem Ausmaß, dass er sie auch strafrechtlich verfolgen lassen will.

"Die Erkenntnisse zu Man City sind nun zweifellos eine Angelegenheit für die Polizei", schrieb Cruddas auf X. "Wenn Bilanzen gefälscht und Wirtschaftsprüfer getäuscht wurden, dann handelt es sich möglicherweise um eine Straftat. Die Wirtschaftsprüfer werden die Polizei einschalten, und die Vorstandsmitglieder haften persönlich für jeden Betrug eines britischen Unternehmens, selbst wenn es sich in ausländischem Besitz befindet."

Cruddas führt das Unternehmen CMC Markets, das als Trikotsponsor des FC Everton auftritt.

+++ 30. September, 21:01 Uhr: Ex-Boss von City verlangt Zwangsabstieg +++

Nach dem Schuldspruch der Premier League gegen Manchester City wegen Verstößen gegen die Finanzregeln hat der frühere Klub-Boss David Bernstein einen Zwangsabstieg gefordert.

"Wenn sich all das bestätigt und die Berufung scheitert, kann Manchester City nicht in der Premier League bleiben. Der Verein muss eine schwere Strafe erhalten, die ihn aus der Premier League entfernt. Das sage ich als Unterstützer und Fan seit 70 Jahren", sagte Bernstein dem britischen Sender "BBC".

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+++ 30. September, 16:06 Uhr: Guardiola stützt ManCity +++

Der langjährige Trainer Pep Guardiola hat seinem schwer unter Druck geratenen Ex-Klub Manchester City die Treue geschworen. "Ich möchte, dass jeder einzelne Manchester-City-Fan auf der ganzen Welt weiß, dass ich hier bin – mehr denn je", schrieb der Katalane am Mittwoch in den Sozialen Medien.

"Ich stehe hinter meinem Verein, meinem Besitzer, meinem Vorsitzenden, Ferran, den Spielern, den Mitarbeitern, Enzo und euch, unseren einzigartigen Fans. Das habe ich immer getan und werde es auch immer tun", schrieb Guardiola: "Lasst mich eines ganz klar sagen: Wir werden das gemeinsam durchstehen. Ich liebe euch alle."

Von 2016 bis 2026 in Manchester: Pep Guardiola

Bild: AFP/SID/Darren Staples


+++ 30. September, 11:29 Uhr: Rooney will alte Medaillen nicht +++

In der Debatte über die Verstöße von Manchester City gegen Finanzregeln hat Ex-Kapitän Wayne Rooney vom Stadtrivalen Manchester United sich gegen die Möglichkeit einer nachträglichen Ernennung von Citizens-Rivalen zu Meistern ausgesprochen.

"Sollte ihnen der Titel für das, was die Besitzer getan haben, aberkannt werden? Ja, vielleicht, aber ich würde mich nicht wohlfühlen, ihn anzunehmen. Ich würde 15 Jahre später keine Medaille bekommen wollen, nur weil City betrogen hat", sagte Rooney schon vor der Bestätigung des Schuldspruchs gegen City im Podcast "Stick to United".

"Ich glaube, dass wir diese Premier-League-Medaille nicht verdient hätten", sagte der 40-Jährige, "wir haben damals nicht genug getan, um die Liga zu gewinnen und sind ja auch offensichtlich nicht Erster geworden."

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+++ 30. September, 10:31 Uhr: Presse spricht von "irreparablem Schaden +++

Nach dem Schuldspruch der Premier League gegen Manchester City im "Jahrhundertprozess" ist von einem "irreparablen Schaden" für den englischen Fußball die Rede.

Von "schändlichem Verhalten", das eine "brutale" Strafe zur Folge haben müsse. Vor allem in britischen Medien werden Rufe nach drastischen Konsequenzen in der Finanzaffäre laut.

+++ 30. September, 09:27 Uhr: Manchester City reagiert auf Schuldspruch +++

Nach der Veröffentlichung des Berichts der unabhängigen Kommission durch die Premier League reagierte Manchester City mit einem Statement auf seiner Homepage. Darin zeigte sich der Verein "enttäuscht und überrascht". Die Skyblues stellen klar: "Der Klub weist die von der Premier League erhobenen Anschuldigungen zurück; es liegt eine umfassende Beweislast vor, die die Position des Klubs in diesem Fall zweifelsfrei untermauert."

Zudem betont ManCity, das Verfahren sei noch nicht abgeschlossen, es stünden noch "wesentliche Schritte" aus. Weiter heißt es: "Manchester City wird nun die offenstehenden Rechtsmittel ausschöpfen, da die Stellungnahme eindeutige, wesentliche Fehler in rechtlicher, grundsätzlicher und tatsächlicher Hinsicht enthält und auf einer unhaltbaren Grundlage beruht."

In den fraglichen Jahren habe der Verein "gewissenhaft die ordnungsgemäßen Verfahrensabläufe respektiert". Dies sei auch in der Erwartung geschehen, "dass das Board und die Geschäftsführung der Premier League als unabhängige, unparteiische und faire Regulierungsinstanz agieren würden – frei von parteiischer Einflussnahme".

+++ 29. September, 20:06 Uhr: Premier-League-Boss spricht von systematischem Regelverstoß +++

Richard Masters, Geschäftsführer der Premier League, fühlt sich in der Entscheidung bestätigt, dieses Verfahren angestrengt zu haben. Es habe sich gezeigt, "wie der Verein über einen Zeitraum von fast zehn Jahren systematisch gegen die Regeln der Premier League verstoßen hat".

Das Verfahren sei zwar "langwierig und schwierig", die Liga halte aber "entschlossen an ihrem Ziel fest, die Sachverhalte unabhängig aufklären zu lassen". Die Premier League nehme ihre Verantwortung sehr ernst, dafür zu sorgen, "dass der Wettbewerb für alle Vereine und Fans fair bleibt".

Weiter betont der Premier-League-Boss: "Dieses Disziplinarverfahren und die vorliegende Entscheidung sind von herausragender Bedeutung in der Geschichte der Premier League."

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+++ 29. September, 18:39 Uhr: Premier League veröffentlicht Schuldspruch gegen ManCity +++

Die Premier League macht öffentlich, worüber die Fußball-Welt bereits tagelang diskutiert. Manchester City hat in zahllosen Fällen gegen die Finanzvorschriften der Liga verstoßen.

Die von der Liga eingesetzte unabhängige Kommission stieß ihren Untersuchungen auf Scheinverträge mit "einer Reihe von Geschäftspartnern" und Scheinvereinbarungen mit anderen Partnern. So seien die Einnahmen des Vereins künstlich erhöht und die Kosten gesenkt worden.

Die Scheinvereinbarungen mit Sponsoren seien Teil eines verschleierten Finanzierungsmodells gewesen. Dabei hätten die Unternehmen nur jeweils einen Teil der jeweiligen Sponsoring-Gebühren entrichten müssen. Für den übrigen Betrag kam die Abu Dhabi United Group Investment & Development Ltd (ADUG) auf, der der Verein gehört.

Obendrein hat Manchester City dem Statement zufolge fehlerhafte Finanzberichte eingereicht und "seinen Wirtschaftsprüfern sowie den für den Fußball zuständigen Aufsichtsbehörden" die tatsächliche finanzielle Lage verschwiegen. Die Skyblues sollen "erheblich" gegen die Ausgabenobergrenzen sowohl der Premier League als auch der UEFA verstoßen haben.

+++ 25. September, 17:01 Uhr: Medien berichten übereinstimmend über massive Verstöße von Manchester City +++

Manchester City drohen mehr denn je harte Strafen wegen Verstößen gegen Finanzregeln. Der englische Vizemeister ist laut Medienberichten in allen bis auf einen der 115 Anklagepunkte schuldig gesprochen worden. Im schlimmsten Fall könnte der Klub mit einem Punktabzug oder sogar Zwangsabstieg belegt werden.

Laut dem Portal "The Athletic" ist über die Sanktionen zwar noch nicht entschieden worden, die unabhängige Kommission sei jedoch zu der eindeutigen Entscheidung gelangt.

Auch die "BBC" berichtet, dass City in einem "Großteil" der Anklagepunkte für schuldig befunden worden sei. Die Vorwürfe zielen auf das Geschäftsgebaren der milliardenschweren Klubbesitzer aus Abu Dhabi, die City 2008 übernommen hatten.

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