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La Liga

FC Barcelona verliert Clasico: Hansi Flick muss endlich die wichtigen Spiele gewinnen - ein Kommentar

Aktualisiert:

von Chris Lugert

ran Fußball

Classico: Hansi Flick fordert Reaktion nach zweiter Pleite in Folge

Videoclip • 01:11 Min


Der FC Barcelona lässt im Clasico gegen Real Madrid eine große Chance ungenutzt. Wieder einmal zeigt Barca Nerven, wenn es wichtig wird. Hier hat Hansi Flick Nachholbedarf. Ein Kommentar.

Die Stärke eines Athleten oder einer Mannschaft wird im Sport vor allem daran gemessen, welche Leistungen in kritischen Momenten erbracht werden.

Im Englischen gibt es dafür den Begriff "clutch". Wer abliefert, wenn es darauf ankommt, ist "clutch".

Der FC Barcelona unter Hansi Flick? Der ist nicht "clutch".

Die Niederlage gegen Real Madrid (1:2) im Clasico am Sonntag war ein weiteres Kapitel in der Geschichte zahlreicher Spiele in der Amtszeit des Deutschen, in denen Barca nicht zuschlagen kann, wenn es wirklich wichtig wird.

Und dieses Spiel war wichtig. Nicht nur, weil es der Clasico war. Sondern, weil die Katalanen eine große Chance haben liegen lassen.

Enttäuschung bei Hansi Flick (re.)

Bild: AFP/SID/FRANCK FIFE


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FC Barcelona büßt Vorsprung auf Real ein

Mit einem Sieg hätte Barca den Vorsprung auf den Erzrivalen in der Tabelle bereits auf neun Punkte ausbauen können. Es wäre womöglich bereits eine kleine Vorentscheidung in der Meisterschaft gewesen. Doch nach zuvor neun Siegen aus den ersten neun Ligaspielen flatterten ausgerechnet in dieser Situation die Nerven.

Statt im heimischen Camp Nou ein Statement zu setzen und den Rivalen sportlich zu beerdigen, erweckte das Flick-Team die "Königlichen" zu neuem Leben. Dabei ist Flicks Clasico-Bilanz weiterhin stark. Wettbewerbsübergreifend war es das achte Duell zwischen beiden Vereinen in Flicks Amtszeit, Barca führt in dieser Zeit immer noch mit 6:2. Doch ein Muster lässt sich erkennen.

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Barca agiert in großen Spielen blockiert

Vor allem in der Champions League hatte Flicks Mannschaft in den vergangenen zwei Jahren das wenig schmeichelhafte Talent, seine Titelchancen leichtfertig aus dem Fenster zu werfen. In der Saison 2024/25 war im Halbfinale gegen Inter Mailand Endstation, weil sich Barca zu viele Fehler leistete und den Gegner damit trotz eigener Überlegenheit stark machte.

Ein Jahr später war bereits im Viertelfinale gegen Atletico Madrid Schluss, wieder unter ähnlichen Voraussetzungen. Barca war Favorit, Barca war besser, doch man stand sich selbst im Weg. Unter dem Erwartungsdruck brachen die Katalanen zwar nicht zusammen, sie wirkten aber blockiert und schafften es nicht, ihre Topleistung auf das Feld zu bringen.

Auch vor wenigen Tagen im Champions-League-Spiel bei Paris Saint-Germain in der Ligaphase war es ähnlich. Die "Blaugrana" reisten mit elf Siegen aus elf Pflichtspielen an und waren 90 Minuten später mit dem 2:4 noch gut bedient. Selbstvertrauen? Sicherheit? Wie weggeblasen.

Das soll nicht Flicks bisherige Amtszeit schmälern. Der deutsche Trainer ist für die Katalanen ein absoluter Glücksfall. Und zwei Meisterschaften in zwei Saisons sind ein Statement.

Doch wenn es um Wettkampfhärte in den entscheidenden Momenten geht, hat Flick noch einige Arbeit vor sich.

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FC Barcelona schwächelte auch in der Champions League

So souverän Barca seine Pflichtaufgaben unter Flick erledigt, so wacklig sind die Auftritte, wenn die Gegner qualitativ zulegen und die Bühne sowie der Druck größer werden.

Man erinnere sich etwa an das Champions-League-Viertelfinale gegen Borussia Dortmund vor zwei Jahren zurück. Nach einem 4:0-Heimsieg kam Barca im Rückspiel in Dortmund tatsächlich noch einmal ins Schwitzen.

Nun mag diese Schwäche durchaus erklärbar sein. Etwa durch die Unerfahrenheit der insgesamt sehr jungen Mannschaft. Flick baute viele Spieler aus dem eigenen Nachwuchs ein, die zwar talentiert, aber auch noch recht grün hinter den Ohren sind. Allerdings wurde genau dafür im abgelaufenen Transfersommer ein Rodri verpflichtet, der der Mannschaft Stabilität und Routine geben soll.

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Hansi Flick muss der Mannschaft Mentalität einimpfen

Abgesehen vom rein taktischen Auftreten muss es Flick jetzt schaffen, der Mannschaft die nötige Mentalität für die wichtigen Momente einzuimpfen. Das kann nicht nur vom Trainer kommen, auch die Spieler selbst müssen den nächsten Schritt gehen. Pedri beispielsweise ist kein Talent mehr, sondern muss vorangehen.

Und dennoch wird Flicks Amtszeit auch daran gemessen werden, wie er es schafft, die Mannschaft auf das nächste Level zu heben. Und zwar nicht spielerisch, sondern in der Persönlichkeit.

Der Clasico hat gezeigt, dass hier noch Luft nach oben ist. Denn die großen Mannschaften liefern in großen Spielen gegen große Gegner. Und das war am Sonntag Real Madrid - egal, was die Tabelle zuvor sagte.

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