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FC Bayern München: Erkenntnisse nach dem Franz Beckenbauer Supercup - Upamecano und Goretzka bleiben
Aktualisiert:
von Thomas Gallusran Fußball Bundesliga
Supercup-Highlights: FC Bayern rächt sich für Woltemade-Abfuhr
Videoclip • 01:29 Min
Erstes Pflichtspiel, erster Sieg, erster Titel: Der FC Bayern gewinnt den Franz-Beckenbauer-Supercup. Die Partie lieferte einige spannende Erkenntnisse zum aktuellen Stand des Rekordmeisters.
Trotz der kurzen Vorbereitungsphase nach der Klub-WM hat der FC Bayern im ersten Pflichtspiel der neuen Saison gleich den ersten Titel geholt.
Beim 2:1-Erfolg über den VfB Stuttgart kontrollierte der Rekordmeister die Partie über weite Strecken. Das Duell lieferte allerdings nicht nur Hinweise auf die Stärken der Münchner, sondern offenbarte auch einige Schwachstellen.
ran hat vier Erkenntnisse zum FC Bayern aus dem Franz-Beckenbauer-Supercup zusammengefasst.
Upamecano hält Woltemade im Griff
Dayot Upamecano war in Stuttgart die dominante Figur in der Abwehr der Bayern. Von Beginn an suchte der Franzose kompromisslos den direkten Zweikampf, ließ Nick Woltemade kaum Luft zum Atmen und verfolgte seinen Gegenspieler bissig bis tief ins Spielfeld.
Schon in den ersten Minuten setzte er mit harten Duellen gegen den VfB-Angreifer den Ton für die gesamte Partie. Genau diese Aggressivität ist es, die Vincent Kompany von ihm fordert und die die Bayern in dieser Saison von ihm brauchen.
Insgesamt führte Upamecano 15 Zweikämpfe, mehr als doppelt so viele als jeder andere Verteidiger. Und trotz einer frühen Gelben Karte blieb er diszipliniert und hatte seinen Gegenspieler bis zu seiner Auswechslung in der 80. Minute im Griff.
Dass ein Spieler wie Woltemade mit seiner Klasse trotzdem einzelne Akzente setzen konnte, ist kaum zu vermeiden. Trotzdem ging Upamecano aus dem Duell klar als Sieger hervor.
Die Partie war damit auch ein Fingerzeig Richtung Vereinsführung, denn Upamecanos Vertrag läuft im Sommer 2026 aus. Die Bayern sollten alles daransetzen, ihn langfristig zu binden. Bleibt er in dieser Form, führt kein Weg an ihm als Abwehrchef vorbei.
FC Bayern: Rechts hinten wird’s dünn
In der Verteidigung überzeugte auf Rechtsaußen auch Konrad Laimer im Duell gegen Stuttgart. Der Österreicher zeigte Laufstärke und Zweikampfhärte und setzte auch offensiv einige Akzente. Nach einem Sprint musste er jedoch in der 70. Minute angeschlagen raus. Und genau hier beginnt das Problem für die Bayern.
Denn links fehlt Alphonso Davies nach seinem Kreuzbandriss im März wohl noch einige Monate, weshalb Josip Stanisic dort aushelfen muss. Rechts musste nach Laimers Auswechslung dafür Sacha Boey einspringen. Dem Franzosen ist allerdings anzumerken, dass er bislang fast ausschließlich Kurzeinsätze absolviert hat. Der Rhythmus fehlt, die Unsicherheiten sind sichtbar.
Auch gegen den VfB zeigte sich das: Zunächst blieb er weitgehend unauffällig, konnte zwar den ein oder anderen Zweikampf für sich entscheiden, verlor in der Nachspielzeit aber das entscheidende Kopfballduell gegen Torschütze Leweling.
Ein klares Zeichen dafür, dass die Bayern auf den Außenverteidiger-Positionen aktuell zu dünn besetzt sind und ein Ausfall wie bei Laimer sofort zum Risiko wird.
Neuer bleibt unverzichtbar
39 Jahre und absolute Weltklasse: Manuel Neuer bewies einmal mehr, dass er noch immer zu den besten Torhütern der Welt zählt.
Schon in der ersten Halbzeit hielt er die Bayern mit einer Serie von Paraden im Spiel. Erst gegen Undav, dann gegen Vagnoman und kurz darauf auch gegen Woltemade verhinderte er den Ausgleich.
Sein größtes Highlight setzte er in der 75. Minute: Bei einem abgefälschten Leweling-Schuss riss Neuer mit einem Weltklasse-Reflex im letzten Moment den Arm hoch und lenkte den Ball über die Latte. Folgerichtig wurde er zum "Man of the Match" gekürt.
Und das unter den Augen von Bundestrainer Julian Nagelsmann. Im Hinblick auf die WM 2026 könnte so ein Auftritt durchaus Spekulationen über ein mögliches Comeback im DFB-Team befeuern.
Neuer selbst gab sich dazu erstmal zurückhaltend: "Ich denke an den FC Bayern, so gut wie möglich zu spielen, der Mannschaft zu helfen und erfolgreich zu sein", sagte er bei "SAT.1".
Das ist ihm zum Saisonauftakt auf jeden Fall gelungen. Auch im 15. Jahr bei Bayern bleibt er für den Rekordmeister unverzichtbar.
Goretzka hat sich eine Verlängerung verdient
Während Manuel Neuer offiziell zum "Man of the Match" gekürt wurde, hatte ran-Experte Markus Babbel einen anderen Bayern-Star ganz oben: Leon Goretzka.
"Immer wieder mit diesen tiefen Läufen, die dem VfB so wehgetan haben. Er hat aber auch gut mit nach hinten gearbeitet, war immer im Pressing sofort präsent. Deswegen war er für mich der beste Mann auf dem Platz", schwärmte der ehemalige Nationalspieler.
Tatsächlich bestätigte Goretzka im Supercup seine starke Form. Immer wieder schaltete er sich nach vorne ein, tauchte im Strafraum auf oder setzte Mitspieler in Szene. Defensiv etwas zurückhaltender, erfüllte er trotzdem zuverlässig seine Rolle als Box-to-Box-Spieler.
Damit knüpfte er an seine vergangene Saison an, als er trotz Diskussionen und Kritik Leistung brachte. Zwar drängt in Abwesenheit von Aleksandar Pavlovic mit Tom Bischof ein junges Talent nach, das ebenfalls Einsatzzeit verdient. Doch Goretzka hat einmal mehr bewiesen, dass er mit Dynamik und Erfahrung eine wichtige Rolle im Bayern-Mittelfeld einnehmen kann.
Sein Vertrag läuft im kommenden Sommer aus. In dieser Form spricht aber vieles für eine Verlängerung über 2026 hinaus.
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